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Windkanal-Unglück an Ferrari-Misere Schuld?
Seit Mitte Mai gerät das Ferrari-Team gegenüber McLaren-Mercedes ins Hintertreffen, nun ist wohl der Grund hierfür ausgemacht worden

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Experten rätseln, warum Ferrari seit Mitte Mai gegenüber McLaren-Mercedes ins Hintertreffen geraten ist und man sich sogar hier und da gegen das BMW Sauber F1 Team wehren muss. Dass die zum Saisonauftakt noch dominierenden Italiener plötzlich ins Hintertreffen geraten sind, hat die meisten Formel-1-Insider verblüfft.
Nun scheint der Grund gefunden zu sein, warum das Team mit dem F2007 nicht mehr um Siege fahren kann: Man konnte das Auto nicht richtig weiterentwickeln. Laut 'Salzburger Nachrichten' kam es im Windkanal zu einem Unfall, der die Anlage schwer beschädigte und Tests neuer Aerodynamik-Teile ausschloss.
Nach dem Großen Preis von Spanien, bei dem Felipe Massa den bisher letzten Sieg für den Rennstall aus Maranello einfuhr, riss das Stahlband im Windkanal, mit dem Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h simuliert werden können, und zersplitterte dabei in unzählige Teile. Angeblich wurde die Anlage durch den Zwischenfall so schwer beschädigt, dass man sie einige Wochen nicht verwenden konnte.
Als Ferrari-Pressechef Luca Colajanni auf das Unglück angesprochen wurde, soll er die gut informierten Journalisten gebeten haben, nichts davon an die Öffentlichkeit zu bringen. Der Zwangs-Entwicklungsstopp an der Aerodynamik würde den Rückfall zum Teil erklären, denn in der Formel 1 bringen die Top-Teams zu praktisch jedem Rennen neue Aerodynamik-Teile mit.
Ferrari wurde damit zum Opfer der eigenen Strategie, nur auf einen Windkanal zu setzen, und stattdessen Geld in Computer-Simulationen zu stecken. Damit kann man neue Aerodynamik-Teile mit weniger Tests und sogar zum Teil ganz ohne Windkanal-Experimente entwickeln. Andere - wenn auch nicht alle - Teams legen den Schwerpunkt hingegen auf den Betrieb eines zweiten Windkanals, was Ferrari in dieser Situation geholfen hätte.








