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Watson rät Alonso zum "Durchatmen"

13. Juni 2007 - 22:14 Uhr

Für den Ex-F1-Fahrer ist der Frust von Fernando Alonso verständlich, doch weder McLaren-Mercedes noch Lewis Hamilton seien schuld an seiner "Misere"

John Watson
Für John Watson ist Alonsos "Ausbruch" sehr gut nachvollziehbar
© A1GP

(Motorsport-Total.com) - Es dauerte nur sechs Rennen, bis Fernando Alonso zum ersten kleinen Schlag ausholte. Sein neuer Teamkollege Lewis Hamilton stielt ihm nicht nur regelmäßig die Show, nach dem Kanada-Sieg führt der junge Engländer auch alleine die WM-Fahrerwertung an. Alonso beschwerte sich daraufhin, dass Hamilton von der englischen Presse gefeiert und im englischen Team geliebt werde. Er wiederum könne auf diese Unterstützung nicht bauen.

Für John Watson, der die Arbeitsatmosphäre unter Ron Dennis aus seiner eigenen McLaren-Zeit Anfang der 80er Jahre kennt, gibt es ein einfaches Rezept für den zweifachen Weltmeister: Ruhe bewahren.

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"Ich glaube, dass es Alonso vermisst, das Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein", erklärte er in der 'Sun'. "Er stand bei Renault im Mittelpunkt und natürlich auch in Spanien, aber er ist nicht mehr der Mittelpunkt. Er spürt, dass Lewis favorisiert wird, weil er in einem britischen Team ist. Das ist aber totaler Quatsch."

Die Vorgänge seien sehr einfach erklärbar. "Lewis sorgt für so viel Aufsehen, dass Alonso nicht weiß, was passiert. Es ja nicht die Schuld von Lewis, dass es für ihn gut läuft und für Alonso nicht", fuhr er fort. "Er muss einfach mal anhalten, tief durchatmen, weitermachen und erwachsen werden."

Zudem könnten sich die Äußerungen im spanischen Radio erst recht negativ auf die Teamstimmung auswirken. "Ich glaube, dass Ron Dennis enttäuscht sein wird", so Watson weiter, der einfach nur Anpassungsprobleme an sein neues Team vermutet.

Mit einem Blick zurück auf Monaco hält es der Ex-Formel-1-Fahrer auch für möglich, dass sich Alonso bereits zu sicher fühlte. "Er dachte, dass er nun als Nummer-1-Fahrer etabliert ist. Aber in Monaco hatten alle nur einen Namen auf den Lippen", fuhr er fort. "Es war nicht Penelope Cruz oder Jude Law, jeder wollte ein Stück von Lewis."

"Vielleicht hatte er einfach nur Mühe, sich an das Team zu gewöhnen", so Watson. "McLaren ist anders als Renault, weit weniger emotional. Die Umgebung ist einfach anders. Zudem muss er sich an ein neues Auto gewöhnen und fährt andere Reifen. Wahrscheinlich fuhr er nie zuvor mit Bridgestone. Nun aber schlägt die Stimmung in Frustration um. Das geht ihm alles unter die Haut."