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Überraschung in Monza: Tarquini schlägt Chevrolet

Damit hatte niemand gerechnet: Gabriele Tarquini stellte seinen SEAT Leon in Monza auf die Pole-Position - Chevrolet überraschend geschlagen

(Motorsport-Total.com) - Die Saison ist erst wenige Stunden alt, hat aber schon ihre erste Sensation: Nicht Chevrolet steht nach dem ersten Qualifying des Jahres ganz vorne, sondern SEAT - der neue 1,6-Liter-Turbomotor erwischte also ein Debüt nach Maß. Zu verdanken ist dieser Überraschungserfolg keinem Geringeren als Lokalmatador Gabriele Tarquini (Lukoil). Der Italiener fuhr vor heimischem Publikum auf die Pole.

Gabriele Tarquini

Gabriele Tarquini holte sich die erste Pole-Position der neuen WTCC-Saison Zoom

Eine solche Leistung hatte sich schon in der ersten Teilsession angedeutet, als Tarquini in 1:58.004 Minuten die Spitze übernahm. Chevrolet schien aber trotzdem in der Favoritenrolle zu stecken, denn das einzige WTCC-Werksteam spielte das Windschatten-Spiel wieder einmal perfekt. Und doch ist es am Ende Tarquini, der jubeln darf. Für ihn ist es die erste Pole-Position seit Valencia im Jahr 2010 (!).


Tom Coronel zur Monza-Qualifikation

Tarquini stoppte außerdem eine seit Macao 2010 anhaltende Chevrolet-Serie, die seither stets den besten Startplatz erobert hatten. Zum Saisonstart 2012 mussten sich Yvan Muller, Rob Huff und Alain Menu jedoch mit den Plätzen hinter Tarquini zufriedengeben. Bester Privatfahrer war in Monza Pepe Oriola (Tuenti) als Siebter, Alex MacDowall (Bamboo) fuhr als bester Serienneuling auf Rang acht.

Q1: Tarquini fährt ganz nach vorne

Doch der Reihe nach: Schon in der ersten Teilsession der Qualifikation kam alles auf Windschatten an. Während das Chevrolet-Trio eine zuvor festgelegte Strategie verfolgte, war Tarquini - wie viele andere Piloten - auf sich alleine gestellt. Letztendlich führten beide Taktiken zum Erfolg, denn der Lokalmatador setzte in 1:58.004 Minuten den Bestwert in Q1. Zuvor hatte Chevrolet vorne gelegen.

Pepe Oriola

Pepe Oriola zeigte im ersten Qualifying des Jahres gleich eine sehr gute Leistung Zoom

Wie erwartet fuhren die Werkspiloten zunächst an die Spitze des Klassements, wussten mit Zeiten von 1:59.6 (Muller) und 1:59.0 (Menu) aber nicht allzu sehr zu überzeugen. Einen ersten Dämpfer bekam Chevrolet dann von Oriola, der in 1:58.532 Minuten überraschend Rang eins eroberte, ehe Tarquini noch einmal nachlegte. Und dann wurden plötzlich rote Flaggen geschwenkt - fertig aus.


Fotos: WTCC-Testfahrten in Monza


Bei noch zwei zu fahrenden Minuten hatte das Klassement in Q1 endgültig Bestand, weil Alberto Cerqui (ROAL) seinen BMW 320 TC in der Parabolica im Kiesbett versenkte. Auch Darryl O'Young hatte seinen SEAT Leon vorzeitig abgestellt. Bei ihm war allerdings die Technik schuld. Und bei Franz Engstler (Engstler), dem einzigen Deutschen, lief es nicht ganz rund: Platz 13, vorzeitig Feierabend.

Q2: Tarquini bestätigt seine Leistung

Besser lief es dagegen für das andere deutsche Team: Stefano D'Aste (Wiechers) manövrierte seinen BMW 320 TC in die Top 12 und zog damit in die zweite Runde ein. Dort war aber nicht viel zu holen für die BMW-Piloten: D'Aste wurde Elfter, einzig Tom Coronel (ROAL) gelang der Sprung unter die Top 8. Die Spitzenpositionen machten die Chevrolet-Fahrer und Tarquini untereinander aus.

Yvan Muller

Yvan Muller musste sich in Monza nur Gabriele Tarquini geschlagen geben Zoom

Zunächst legte Chevrolet vor. Erneut kam dabei die prima eingespielte Taktik der Weltmeister zum Einsatz, wonach Huff, Menu und Muller jeweils einmal "im Wind" fuhren, um den Teamkollegen etwas bessere Bedingungen zu verschaffen. Muller gelang dadurch der beste Versuch aus dem Chevrolet-Lager. Der Franzose umrundete das berühmte Autodromo Nazionale di Monza in 1:57.974 Minuten.


Fotos: WTCC in Monza


Die große Frage aber war: Würde Tarquini noch einmal kontern können? Er konnte - und wie! Um die Winzigkeit von 0,059 Sekunden fuhr der Weltmeister von 2009 schneller um den 5,793 Kilometer langen Kurs und eroberte damit den ersten Platz. Die Sensation war perfekt, denn an dieser Zeit biss sich Chevrolet die Zähne aus. Und Tarquini wurde ganz nebenbei zum ersten Tabellenführer 2012.

Es gibt bereits einen WM-Zwischenstand

Seit dieser Saison werden in der WTCC nämlich Punkte für die Top 5 der Qualifikation vergeben, sodass nun bereits ein Gesamtstand besteht. Gemäß des Resultats von Q2 führt Tarquini nun mit fünf Punkten vor Muller (4), Huff (3), Menu (2) und Rickard Rydell (1). Bester BMW-Fahrer war Coronel auf Position sechs, ging damit aber knapp leer aus. Dafür überzeugten einige der WTCC-Neulinge sehr.

Norbert Michelisz

Gabor Weber und Norbert Michelisz (re.) schlugen sich im Qualifying sehr gut Zoom

MacDowall klassierte sich im Chevrolet Cruze 1,6T in seiner ersten Qualifikation auf dem tollen achten Platz und ließ damit unter anderem WTCC-Stammpiloten wie Aleksei Dudukalo (Lukoil/9.) und Norbert Michelisz (Zengö/10.) hinter sich. Positiv fiel auch Gabor Weber (Zengö) auf. Der Ungar fuhr bei seinem ersten Auftritt in der Tourenwagen-WM im BMW auf Anhieb in die Top 12 der Startaufstellung.

Sein Stallgefährte Michelisz ist übrigens der zweite Polesitter des Jahres: Aufgrund der neuen Regeln, welche die Top 10 von Q2 im zweiten Rennen in umgekehrter Reihenfolge an den Start schicken, hat Michelisz die Nase vorne. Wie lange, bleibt abzuwarten: Monza ist schließlich dafür bekannt, dass die vielen Windschatten-Duelle einige Positionswechsel ermöglichen. Man darf also gespannt sein.

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