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Kolumne: Achtung Honda, hier kommt Lada!

Redakteur Stefan Ziegler schreibt über die starke Premiere des Lada Vesta beim Auftakt in die WTCC-Saison 2015 und erklärt, warum Honda unter Druck steht

Robert Huff

Lada vor Citroen: Der neue Vesta hat das Potenzial, ein echter Frontrunner zu werden Zoom

Liebe Leser,

das vielleicht schönste Auto im Starterfeld der WTCC-Saison 2015 ist eine echte Rakete. Das hat der Auftakt in Argentinien gezeigt. Doch die Rede ist nicht vom Siegerfahrzeug der beiden Rennen in Termas de Rio Hondo. Denn dass der Citroen C-Elysee schnell ist, hat die französische Marke schon 2014 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nein: Die große Überraschung des Jahres kommt aus Russland!

Der neue Lada Vesta hat in Termas de Rio Hondo äußerst positiv überrascht. Und das belegen auch die Ergebnisse: Beim ersten wirklich aussagekräftigen Vergleich des Jahres, dem Qualifying, erzielte Rob Huff die Bestzeit in Q1. Eine starke Leistung, an die er aus technischen Gründen aber nicht mehr anknüpfen konnte. Schade! Ich meine nämlich: Ein Startplatz in den Top 5 wäre möglich gewesen.

Ein solches Resultat hätte schlichtweg eine Sensation bedeutet. Wie auch eine Punktefahrt beim ersten Renneinsatz des Neuwagens. Doch all dies blieb dem Lada-Team in Argentinien teilweise unverschuldet verwehrt. Trotzdem darf die Mannschaft um Wiktor Schapowalow zuversichtlich sein: Der neue Vesta ist ein ganz großer Wurf. Was, wenn das Fahrzeug erst einmal ausgereift ist?

Die Zuversicht ist groß bei Lada

Denn eigentlich war der Saisonstart 2015 für Lada nur der erste richtige Test mit dem Rennwagen. Vor dem Abflug nach Argentinien hatte das Team gerade einmal 70 Kilometer (!) damit absolviert. Das entspricht etwa 15 Runden in Termas de Rio Hondo. Und dort brachte Lada alleine im 30-minütigen Test am Freitag schon 23 Umläufe zustande. Jeder weitere Kilometer verschaffte dem Team weitere Erkenntnisse.


Lada präsentiert Vesta WTCC

Und so verließ Lada Argentinien zwar mit leeren Händen, aber immerhin mit der Gewissheit, erstmals überhaupt über ein wirklich konkurrenzfähiges Auto zu verfügen. "Wir brauchen sicher noch eine Weile, bis wir alles auf der Reihe haben, aber dann ist unbedingt mit uns zu rechnen", meint Vesta-Fahrer James Thompson. Ich stimme zu! Und ich glaube: Im Fahrerlager grassiert schon die Angst!

Citroen braucht sich wahrscheinlich erst einmal keine Sorgen zu machen. Der Vorsprung der WM-Titelverteidiger ist einfach (noch) zu groß. Doch Honda wirkt angreifbar. Das japanisch-italienische Werksteam hat im Winter zwar viel getestet, blieb beim Saisonauftakt im Vergleich zu Lada aber erstaunlich blass. Der neue Vesta war im Renntrimm auf Anhieb nur drei Zehntel (!) langsamer als der Civic.

Was vom neuen Vesta zu erwarten ist

Dazu ist aber noch zu sagen: Die beiden Lada-Fahrer brachten es in beiden Läufen insgesamt auf nur neun Runden. Umso höher ist diese Leistung einzuschätzen. Auch im Hinblick darauf, dass Honda im Winter das intensivste Testprogramm aller Hersteller absolviert hat und bereits seit über einem Jahr mit dem aktuellen Civic-Modell arbeitet. Was das Lada-Debüt noch einmal in ganz anderem Licht erscheinen lässt.


Fotostrecke: Alle WTCC-Autos 2015

Deshalb meine ich: Der neue Lada Vesta ist nicht nur optisch ein absoluter Hingucker. Dieses Auto wird uns auch noch sportlich sehr viel Freude machen. Für die russische Marke wäre dies ein sehr großer Erfolg. Für die Konkurrenz dagegen ein Schlag ins Gesicht. Man darf also gespannt sein, was die kommenden Wochen und Monate mit sich bringen. Vielleicht die erste große Überraschung des Jahres?

In jedem Fall hat Lada (auch dank Oreca!) spätestens jetzt sein "Exoten"-Image abgelegt. Der neue Vesta sieht nicht nur aus wie ein Rennwagen, sondern ist auch ein Rennwagen - ein sehr schneller noch dazu. Der einst etwas hemdsärmelige Auftritt in der Boxengasse ist ebenfalls Geschichte. Denn das Lada-Team hat sich gemacht. Und mit dem Vesta hat es die Chance, für ganz große Schlagzeilen zu sorgen.

Beste Grüße & viel Freude mit dem "Überraschungsauto" 2015!

Euer


Stefan Ziegler

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