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Hochspannung in Monza: Muller siegt beim Saisonauftakt

Doppelsieg für Chevrolet beim ersten Rennen des Jahres: Yvan Muller gewann in Monza vor Rob Huff und Gabriele Tarquini - Pepe Oriola bester Privatier

(Motorsport-Total.com) - Die WTCC kehrte mit einem sehr spannenden Rennen aus ihrer Winterpause zurück. Im Königlichen Park von Monza lieferten sich die Piloten vor allem auf den ersten Metern einige aufregende Duelle. Am Ende behielt Chevrolet aber die Oberhand: Weltmeister Yvan Muller startete mit einem Sieg in die neue Saison, Rob Huff belegte Platz zwei. Gabriele Tarquini (Lukoil) kam noch als Dritter ins Ziel.

Yvan Muller

Yvan Muller fuhr beim ersten Rennen der Saison 2012 für Chevrolet zum Sieg Zoom

Der Italiener hatte das Rennen zunächst angeführt, verlor die Führung zwischendurch an Muller, holte sie wieder zurück und verlor sie erneut - durch einen kleinen Fahrfehler in der zweiten Lesmo-Kurve. Damit war die Entscheidung an der Spitze gefallen, denn in der zweiten Rennhälfte schien Tarquini das Tempo von Muller nicht mehr ganz mitgehen zu können. Tarquini kämpfte mit Bremsproblemen.

Damit hatte Muller letztlich freie Fahrt. Viel enger ging es dagegen bei den Privatfahrern zu: Aleksei Dudukalo (Lukoil) zeigte zunächst eine sehr gute Vorstellung und hielt sich lange an der Spitze seiner Kategorie, doch zum Schluss streikte die Technik und er fiel zurück. Damit war der Weg endgültig frei für Pepe Oriola (Tuenti), der eine starke Qualifikationsleistung mit dem Klassensieg abrundete.

Huff und Menu feuern sich ins Abseits

Doch der Reihe nach: Beim fliegenden Start - das Feld wurde sehr spät auf die Reise geschickt - ging vorne alles glatt. Die Führenden fädelten sich einigermaßen geordnet in die erste Schikane ein, doch dahinter krachte es. Für Monza eine typische Szene: Stefano D'Aste (Wiechers) wurde auf der rechten Außenbahn berührt und kreiselte über die Strecke, wo er zum Prellbock für die Rivalen wurde.

Tiago Monteiro (Tuenti) und Franz Engstler (Engstler) konnten dem BMW 320 TC von D'Aste nicht rechtzeitig ausweichen, während das Feld vorbeirauschte. Monteiro war sofort raus, D'Aste und Engstler setzten das Rennen fort. Mehr als Schadensbegrenzung war für die beiden Routiniers damit aber nicht mehr möglich. Anders an der Spitze, denn dort überschlugen sich die Ereignisse regelrecht.

Schon auf der ersten Runde griff Muller nach der Führung, doch Tarquini verteidigte sich tapfer. Die Verfolger machten es nicht so clever: Huff und sein Teamkollege Alain Menu (Chevrolet) legten sich richtig miteinander an, wodurch Erinnerungen an 2011 wach wurden - und prompt staubte es wieder in der Lesmo-Kurve! Huff schoss leicht über das Ziel hinaus, Menu rodelte kräftig durch den Kies.

Muller holt sich die Führung erneut

Damit hatten sich beide selbst um einen möglichen Sieg gebracht, denn durch ihre zu aggressive Aktion fielen Huff und Menu weit zurück. Vorne machte Muller indes kurzen Prozess mit Tarquini und schnappte sich den Italiener vor der Parabolica. Weil er sich in Kurve eins aber heftig verbremste, ließ sich Muller wieder hinter Tarquini zurückfallen. Aus Angst vor einer Strafe, wie er später erklärte.

Nun begann das Spiel also von Neuem. In der vierten Runde gipfelte es darin, dass Tarquini in der zweiten Lesmo-Kurve auf einer Ölspur ausrutschte und leicht vom Kurs abkam. Muller nutzte diesen Fehler gnadenlos aus und holte sich Platz eins zurück. Dann wurde das Feld erst einmal eingebremst: Ein havariertes Auto musste geborgen werden, weshalb das Safety-Car auf die Strecke beordert wurde.

In Runde acht erfolgte der Neustart, doch die Spannung riss nicht ab. Muller baute zwar eine kleine Lücke zu Tarquini auf, doch der musste sich gleich gegen mehrere Verfolger wehren: Rickard Rydell (Chevrolet Schweden) ging für kurze Zeit an Huff vorbei und war damit Dritter, verlor diese Position aber schon eine Runde später wieder an der selben Stelle. In der Ascari-Schikane war alle beim Alten.

Rydell glänzt als starker Vierter

Damit waren die Ränge ganz vorne fast bezogen, denn einzig Tarquini büßte noch einen Platz ein. Zunehmende Bremsprobleme veranlassten den Routinier, auch Huff ziehen zu lassen. Rydell wollte ebenfalls noch davon profitieren, schaffte es aber nicht. Dafür zankten sich die Piloten im Mittelfeld bis zum Schluss um die Reihenfolge, die durch das Aus von Dudukalo endgültig Gestalt annahm.

Hinter Muller und Huff, die Chevrolet zum Saisonauftakt einen Doppelsieg bescherten, rauschte Tarquini als Dritter ins Ziel. Platz vier holte sich der starke Gastpilot Rydell vor Tom Coronel (ROAL) und Oriola. Menu rettete den siebten Rang über die Linie und blieb damit knapp vor Alex MacDowall (Bamboo), dem besten WTCC-Neuling, und vor Norbert Michelisz (Zengö) und Alberto Cerqui (ROAL).

D'Aste und Engstler, die frühzeitig Pech gehabt hatten, verpassten die Punkteränge hauchdünn und wurden auf den Rängen elf und zwölf abgewinkt. Dahinter dann der beste Ford-Pilot: Tom Chilton (Aon) wurde 13., sein Teamkollege James Nash (Aon) kam mit einem heftig demolierten Ford Focus S2000 TC auf Platz 16. Zumindest kamen diese beiden Debütanten in Monza aber über die Runden.

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