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Doppelsieg für Chevrolet - Katastrophe für Muller!

Alain Menu feierte in Brands Hatch einen souveränen Sieg - WM-Leader Yvan Muller nach Kollision früh außen vor - Augusto Farfus mit Aufholjagd

(Motorsport-Total.com) - Schon in den Rahmenrennen flogen gewaltig die Fetzen und die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) stand den anderen Serien in nichts nach: Zwar kam das Feld sicher durch Kurve eins, doch schon in der zweiten Ecke war das erste Sprintrennen für einige Teilnehmer vorbei. Während Yvan Muller (SEAT) mit Achsschaden strandete, holten Alain Menu und Rob Huff einen spektakulären Doppelsieg für Chevrolet. Augusto Farfus tobte von hinten nach vorne und schnappte sich noch P8.

Alain Menu

Rekordsieger: Alain Menu gewann bereits zum vierten Mal in Brands Hatch Zoom

Das 101. Rennen der WTCC bot jede Menge aufregender Szenen und viele spannende Manöver, die schon in Kurve zwei erste Opfer fanden. Auf der Anfahrt zur berühmt-berüchtigten Druids wurde Farfus angestoßen und kam quer, Muller drückte sich vorbei und wurde seinerseits von Félix Porteiro (BMW) gerammt, der wiederum auch noch Gaststarter Norbert Michelisz (SEAT) in das große Tohuwabohu nach dem Start verwickelte - für Michelisz und Muller war das Rennen vorbei.#w1#

Spannende Duelle halten die Fans in Atem

Farfus konnte seinen nur leicht demolierten Rennwagen hingegen wieder zurück auf die Strecke lenken und reihte sich im Hinterfeld wieder ein. Die Spitze um Menu, Huff und Priaulx zog indes auf und davon, bis die Rennleitung das Safety-Car hinausschickte, um die Lage auf dem Kurs wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Nach drei Runden hatte sich der erste Staub gelegt und ab Runde vier war das Starterfeld wieder im Renntrimm unterwegs - aber nicht allzu lange.

Yvan Muller

Pech für Yvan Muller: Schon in Kurve 2 war das Rennen für die Nummer 1 vorbei Zoom

Schon in Runde sechs krachte es erneut. Sergio Hernández (BMW), Tommy Rustad (Volvo) und Vito Postiglione (BMW) gerieten in der Graham Hill Kurve aneinander und beschädigten ihre Autos derart, dass erneut Aufräumtrupps anrücken mussten. Wieder kamen Bruno Correia und das Safety-Car zum Einsatz und blieben für zwei weitere Umläufe auf der Strecke, ehe ab Runde acht wieder freies Fahren angesagt war. Danach blieb das Feld von größeren Crashs verschont.

Neben dem Duell auf den vorderen Positionen gab es im ersten Rennen von Brands Hatch gleich zahlreiche schöne Fights. Andy Priaulx (BMW) musste seine dritte Position erst an Gabriele Tarquini (SEAT) abtreten, setzte allerdings schon wenige Umläufe später an gleicher Stelle einen beeindruckenden Konter und ging wieder an seinem italienischen Rivalen vorbei. Anschließend eröffnete Priaulx die Hatz auf Chevrolet-Pilot Huff auf P2.

In den Schlussrunden hing der dreimalige Weltmeister seinem britischen Landsmann buchstäblich im Getriebe, zeigte sich überdeutlich im Rückspiegel, kam aber nicht vorbei. Anders Farfus: Der WM-Kandidat der Münchener musste das Feld einmal mehr von hinten aufrollen und hatte sich binnen weniger Umläufe schon ins vordere Mittelfeld vorgearbeitet. Gleich reihenweise ließ der Brasilianer seine Gegner stehen, profitierte aber auch von markeninternen Überholmanövern.

Farfus' Aufholjagd endet punktgenau auf P8

Eine Runde vor Schluss lag Farfus schon an P9 und machte Nicola Larini (Chevrolet) das Leben schwer, doch dieses Problem sollte sich von alleine lösen: Larini rollte auf der Zielgeraden aus und machte den Weg frei für Farfus, der so kampflos P8 und damit die so wichtige Pole-Position für das zweite Rennen von England erbte - angesichts des Ausfalls von Muller ein großer Schritt für Farfus, der im ersten Lauf zumindest noch einen Punkt retten konnte.

Augusto Farfus

Augusto Farfus schnupfte seine Gegner der Reihe nach auf und wurde Achter Zoom

An der Spitze tat sich letztendlich nicht mehr viel. Menu fuhr zu einem überlegenen Sieg in Brands und stand anschließend bereits zum vierten Mal seit 2005 als Gewinner auf dem Podium der südenglischen Rennstrecke. Huff und Priaulx nahmen ebenfalls an der Siegerehrung teil, Tarquini, Rickard Rydell (SEAT), Jörg Müller (BMW), Tiago Monteiro (SEAT) und Farfus komplettierten die Top 8 - und auch die Privatfahrer boten wieder einmal ansprechende Duelle.

Tom Coronel (SEAT) hatte die ersten Runden klar dominiert und Stefano D'Aste (BMW) keine Chance gelassen, doch der Wiechers-Pilot wusste sich das Rennen einzuteilen. Zwei Umläufe vor Schluss setzte D'Aste alles auf eine Karte, zog an seinem Konkurrenten vorbei und schnappte sich so den dritten Trophy-Sieg in Folge. Coronel blieb nur Rang zwei, Teamkollege Tom Boardman wurde Dritter. Der Deutsche Philip Geipel (BMW) kam bei seinem Gaststart als 17. ins Ziel.

Glücklos agierten hingegen die Gaststarter von Volvo. Rustad hatte nach einer Kollision sämtliche Chancen auf eine gute Platzierung eingebüßt, Robert Dahlgren hatte nach einer Strafe von ganz hinten ins Rennen gehen müssen. Der Schwede konnte sich immerhin bis auf P15 vorarbeiten und blieb dabei noch vor James Thompson (Lada), der mit dem neuen Priora nicht über Rang 18 hinausgekommen war.

Die Startaufstellung für Lauf zwei (Top 10):

01. Augusto Farfus (BMW)
02. Tiago Monteiro (SEAT)
03. Jörg Müller (BMW)
04. Rickard Rydell (SEAT)
05. Gabriele Tarquini (SEAT)
06. Andy Priaulx (BMW)
07. Rob Huff (Chevrolet)
08. Alain Menu (Chevrolet)
09. Stefano D'Aste (BMW)
10. Tom Coronel (SEAT)

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