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SS17: Loeb ist Weltmeister!

Sébastien Loeb sicherte sich in Wales seinen vierten WM-Titel in Folge - Mikko Hirvonen holte sich seinen vierten WRC-Sieg

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Loeb ist zum vierten Mal in Folge Weltmeister geworden und hat damit den entsprechenden Rekord von Tommi Mäkinen eingestellt. Dem Citroën-Star reichte beim Saisonfinale in Wales ein dritter Platz. Mit sechs Punkten Vorsprung auf seinen Rivalen Marcus Grönholm war Loeb in den letzten Lauf der Saison gegangen. Grönholm konnte mit seinem zweiten Platz in Wales nur zwei Zähler gut machen, am Ende hatte Loeb in der Fahrerwertung vier Zähler Vorsprung auf den Finnen.

Sébastien Loeb

Geschafft! Sébastien Loeb hat seinen vierten WM-Titel in Folge geholt Zoom

"Das ist ein toller Moment", sagte ein überglücklicher Loeb. "Die ganze Saison über habe ich wirklich hart gegen Marcus kämpfen müssen, aber es war ein toller Fight. Deshalb bedeutet mir dieser Titel besonders viel. Wir haben vier Punkte Vorsprung, es gab schon Jahre, in denen es 40 Punkte waren. Es ist unglaublich, vor zehn Jahren haben wir mit nichts angefangen, und jetzt habe ich vier Weltmeistertitel!"#w1#

"Den Titel haben wir schon in Irland verloren." Marcus Grönholm

Grönholm hatte sich gewünscht, seine Karriere mit dem dritten Titel zu beenden. Der 39-jährige Finne will nach dieser Saison seinen Rallye-Helm an den Nagel hängen. Doch er verlor seinen Vorsprung auf Loeb, weil er in Japan und Irland zweimal in Folge ausfiel. Bis Irland konnte er einen Vorsprung von vier Punkten retten, da auch Loeb in Japan eine Nullnummer verzeichnete, beim vorletzten Saisonlauf auf der "Grünen Insel" wendete sich das Blatt dann allerdings zu Gunsten des Franzosen. "Natürlich bin ich enttäuscht", sagte Grönholm. "Diese Rallye war sehr schwer, aber den Titel haben wir schon in Irland verloren."

Hirvonen: "Fantastische Saison"

Gewonnen hat das Saisonfinale in Wales Grönholms Teamkollege Mikko Hirvonen. Der 27-Jährige, der nach Grönholms Rücktritt die Führungsrolle im Ford-Werksteam übernehmen soll, setzte sich mit einer Serie von Bestzeiten am Freitag an die Spitze. Dort blieb er bis ins Ziel - Hirvonen hatte 15,2 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzieren Grönholm und sicherte sich so den vierten WRC-Sieg seiner Karriere.

"Die Saison mit einem Sieg zu beenden ist die beste Vorbereitung für das nächste Jahr."

"Das war eine fantastische Saison und sie mit einem Sieg zu beenden, ist die beste Vorbereitung für das nächste Jahr", sagte Sieger Hirvonen, der in der letzten Prüfung sogar noch einen Ausritt hatte. "Jetzt freue ich mich auf das Podium, dass ich dort mit Marcus und Sébastien stehen darf, wird etwas ganz Besonderes."

Subaru sichert sich Rang drei bei den Herstellern

Auf Platz vier hinter dem Spitzentrio landete Subaru-Pilot Petter Solberg. Der Norweger konnte so eine weitere recht verkorkste Saison einigermaßen versöhnlich abschließen. Sein viert Platz und der siebte Platz seines Teamkollegen Chris Atkinson sicherten Subaru außerdem den dritten Platz in der Herstellerwertung. Hier waren die Plätze eins und zwei schon vorzeitig an Ford und Citroën vergeben, Subaru kämpfte aber bis zum Schluss gegen Stobart um Rang drei. Die B-Mannschaft von Ford war mit einem Punkt Vorsprung nach Wales gekommen, die punktberechtigten Piloten Jari-Matti Latvala und Henning Solberg hatten aber am Freitag Pech und mussten am Samstag abgeschlagen unter SupeRally-Bedingungen starten. Subaru hatte am Ende sechs Punkte Vorsprung auf Stobart.

"Ich will endlich wieder ganz vorn mitfahren können." Petter Solberg

"Das war sehr schwierig, das Team hat sehr hart gearbeitet, um wieder Dritter zu sein, es ist wichtig, dass uns das gelungen ist", sagte Solberg, bei dem keine so rechte Freude aufkommen wollte. "Wir müssen das aktuelle Auto weiter verbessern, denn wir müssen damit zu Beginn der neuen Saison noch fahren. Ich will endlich wieder ganz vorn mitfahren können. Ich ziehe meinen Hut vor Sébastien und Marcus, sie haben einfach eine tolle Leistung gebracht."

Platz fünf in Wales belegte relativ einsam Loebs Teamkollege Daniel Sordo. Auf Solberg hatte er 17 Sekunden Rückstand, auf Platz sechs einen Vorsprung von über vier Minuten.

Wilson sicher auf Gesamtrang sechs

Dieser sechste Platz war heiß umkämpft: Am gestrigen Samstag lieferten sich Stobart-Pilot Matthew Wilson und Chris Atkinson im Subaru ein Sekundenduell, bei dem Atkinson an Wilson vorbeigehen konnte. Doch heute hatte der Australier am Morgen Probleme und Wilson nutzte das. Er ging gleich in der ersten Prüfung des Tages wieder an Atkinson vorbei und hatte am Ende 56,6 Sekunden Vorsprung. Damit konnte der 20-Jährige zum dritten Mal in Folge Punkte holen. "Das ist toll, speziell, weil es mir hier in Wales gelungen ist. Das war ein schönes Ende für die Saison", sagte Wilson im Ziel.

Auf Platz acht reihte sich Manfred Stohl ein. Der Österreicher gab sein Bestes, doch mehr war mit dem Citroën Xsara von Kronos nicht drin, wie schon die gesamte Saison. Da sich Hauptsponsor OMV aus dem Rallyesport verabschiedet, könnte Wales der letzte WRC-Lauf für Stohl gewesen sein.

"Ich hoffe, dass ich auch 2008 in einem WRC sitzen werde." Manfred Stohl

"Ich bin froh, dass ich in der letzten Rallye ins Ziel gekommen bin. Das Ergebnis sollte für OMV okay sein, aber ich hatte mir eigentlich schon etwas mehr erwartet", bilanzierte Stohl im Ziel. Auf seine Zukunft angesprochen, entgegnete der Österreicher: "Ich hoffe, dass ich auch 2008 in einem WRC sitzen werde."

Sensationsmann Jari-Matti Latvala

Der letzte Hersteller-Punkt ging an Stobart und Jari-Matti Latvala. Der junge Finne, der als Nachfolger von Grönholm im Ford-Werksteam gehandelt wird, zeigte eine sensationelle Leistung. Am Freitagabend musste er - aussichtsreich auf Rang vier liegend - wegen eines defekten Scheibenwischers aufgeben. Am Samstag startete er unter SupeRally-Bedingungen und dominierte das Feld. In den verbleibenden elf Wertungsprüfungen holte er zehn Mal die Bestzeit. Damit belegte er Rang zehn, mit einer Gesamtzeit von 3:33:33.3 Stunden!

"Heute erlebe ich wohl einen der besten Momente meiner Karriere", sagte ein strahlender Latvala im Ziel. "Irland war schon toll (erster Podestplatz; Anm. d. Red.), aber so viele Bestzeiten zu holen, ist einfach etwas Besonderes. Ich bin sehr glücklich über meine Saison, ich habe viele Fortschritte gemacht, ja, ich bin sehr happy. Ich hoffe, dass ich 2008 in einem blauen Ford fahren kann, aber da ist noch nichts entschieden, das müssen wir noch abwarten."

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