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SS1-3: Loeb mit erster Führung in Spanien

Sebastien Loeb erwischte den besten Auftakt in die Rallye Spanien, während seine Verfolger mit Sichtproblemen durch in der Luft hängenden Staub kämpften

(Motorsport-Total.com) - Citroen-Pilot Sebastien Loeb, der punktgleich mit Ford-Fahrer Mikko Hirvonen in die beiden abschließenden Rallyes der WRC-Saison 2011 geht, liegt bei Halbzeit der ersten Etappe der Rallye Spanien in Führung. Nach den ersten drei von insgesamt 18 Wertungsprüfungen beim vorletzten Saisonlauf verfügt Loeb über einen Vorsprung von gut fünf Sekunden auf seinen schnellsten Verfolger, Jari-Matti Latvala im Ford. Loebs Citroen-Teamkollege Sebastien Ogier liegt mit knapp zwölf Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann auf Rang drei.

Sebastien Loeb

Sebastien Loeb profitierte von der Rolle des Straßenfegers Zoom

Während der Großteil der Rallye Spanien über Asphalt führt, wird die erste Etappe am Freitag größtenteils von Schotterprüfungen gebildet. Lediglich auf SS2 und SS5 gibt es einige Asphaltkilometer. Loeb, der jeweils als Erster auf die Strecke ging, machte sich seine Rolle als "Straßenfeger" zu Nutze und konnte im Verlauf der drei Prüfungen am Freitagvormittag einen knappen Vorsprung auf die Konkurrenz herausfahren.

SS1: Früher Rückschlag für Petter Solberg - Strafe für Meeke

Auf der 26 Kilometer langen "Pesells"-Prüfung (SS1) holte sich Loeb mit einem Vorsprung von 7,4 Sekunden die erste Bestzeit der Rallye vor Latvala. MINI-Pilot Kris Meeke absolvierte die Auftaktprüfung sogar noch etwas schneller als Loeb, checkte aufgrund des in der Luft hängenden Staubs - der allen Piloten mit Ausnahme von Loeb zu schaffen machte - allerdings absichtlich eine Minute später zum Start ein und kassierte dafür zehn Strafsekunden. So beendete der Brite die erste Sonderprüfung unterm Strich als Fünftschnellster.

Unterdessen erlebte Citroen-Privatier Petter Solberg auf SS1 gleich einen ersten Rückschlag. Der Norweger riss sich ein Rad seines DS3 WRC ab und konnte daraufhin seine Fahrt nicht fortsetzen. "Es hing viel Staub in der Luft, da habe ich die Übersicht verloren und vorn links das Auto beschädigt", so Solberg, der nun hofft, am Samstag unter SupeRallye-Regularien wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Ford-Privatier Ken Block ereilte auf den ersten Kilometern dasselbe Schicksal. Ebenso erging es Ott Tänak, der in S-WRC-Wertung im Ford Fiesta S2000 noch Titelchancen besitzt.

SS2: Latvala mit Problemen

Rechtzeitig zum Start der mit 36 Kilometern längsten Prüfung des Vormittags (Terra Alta), sorgte eine frische Brise dafür, dass große Teile des Staubs schnell abziehen konnten. Demzufolge waren Loebs Verfolger fortan nicht mehr ganz so stark gehandicapt wie zuvor. Ogier holte sich auf der teilweise über Asphalt führenden Prüfung die Bestzeit vor Loeb und Latvala. "Ich hatte ein paar heiße Momente", gestand Latvala. "Zunächst bereitete mir der Staub noch Sorgen, dann geriet ich auf Asphalt an die Leitplanken. Alles in allem war es nicht meine beste Prüfung."

Im Klassement der Rallye konnte Rekordweltmeister Loeb seinen Vorsprung um 1,5 auf knapp neun Sekunden vor dem Finnen vergrößern, während sicher Ogier dank seiner Bestzeit an Latvalas Teamkollegen Hirvonen vorbei auf Rang drei schieben konnte.

SS3: Ogier verkürzt Rückstand - Räikkönen in Schwierigkeiten

Auf SS3, der mit 18,5 Kilometern kürzesten Prüfung des Vormittags (Les Garrigues), sicherte sich Ogier eine weitere Bestzeit und konnte sich damit bis auf 11,9 Sekunden an seinen führenden Citroen-Teamkollegen Loeb heran schieben. Der WM-Spitzenreiter beendete die Prüfung hinter Ogier und Latvala, aber noch vor WM-Konkurrent Hirvonen als Drittschnellster und geht mit 5,3 Sekunden Vorsprung auf Latvala in die drei Prüfungen des Nachmittags, wovon die letzte (SS6) am Abend bei Dunkelheit gefahren wird.

Kimi Räikkönen, der nach zwei Prüfungen auf Platz 18 notiert wurde, musste seinen privaten Citroen DS3 WRC auf SS3 nach 14 Kilometern mit Motorproblemen abstellen und sah das Ziel der Prüfung nicht. Ob der Finne die Rallye am Samstag wird fortsetzen können, ist unklar.


Fotos: WRC: Rallye Spanien


Hinter den Top 3 (Loeb, Latvala, Ogier) weist Hirvonen als Vierter bereits mehr als eine halbe Minute Rückstand auf die Spitze auf. Die MINI-Piloten Dani Sordo und Kris Meeke gehen mit 57 Sekunden beziehungsweise 1.24 Minuten Rückstand als Fünfter und Sechster in den Nachmittag. Mads Östberg (7.) und Henning Solberg (8.) vom Stobart-Ford-Team liegen ebenso in den Top 10 wie Jewgeni Nowikow (9.) bei seinem ersten Start mit einem Citroen DS3 WRC sowie Nasser Al-Attiyah, der Führende der S-WRC-Wertung.

In der S-WRC-Wertung ist nach den Problemen von Tänak auf SS1 bereits eine erste Vorentscheidung im Kampf um den Titel gefallen. Sollte Ford-Pilot Juho Hänninen die Rallye ohne signifikanten Zeitverlust gegenüber Martin Prokop beenden, wäre ihm der S-WRC-Titel sicher. Nach drei von 18 Prüfungen liegt Hänninen hinter Al-Attiyah auf Platz zwei der S-WRC-Wertung.

Aufgrund der Sichtprobleme durch den in der Luft hängenden Staub der vorausfahrenden Fahrzeuge haben sich die Organisatoren der Rallye dazu entschlossen, auf den drei Nachmittagsprüfungen jeweils vier statt drei Minuten Zeit zwischen den einzelnen Fahrzeugen zu lassen. Im Vorfeld der Rallye war der Abstand bereits von den üblichen zwei auf drei Minuten erhöht worden.

Gesamtwertung nach 3 von 18 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Sebastien Loeb (Citroen) - 52.28,9 Minuten
02. Jari-Matti Latvala (Ford) +5,3 Sekunden
03. Sebastien Ogier (Citroen) +11,9
04. Mikko Hirvonen (Ford) +36,5
05. Dani Sordo (MINI) +57,4
06. Kris Meeke (MINI) +1.24,6 Minuten
07. Mads Östberg (Ford) +1.32,5
08. Henning Solberg (Ford) +1.48,6
09. Jewgeni Nowikow (Citroen) +2.19,0
10. Nasser Al-Attiyah (Ford) +2.31,5

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