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Drama in Down Under: Loeb und Ogier raus

Beide Citroen-Werkfahrer scheiden am ersten Tag der Rallye Australien aus - Sebastien Loeb mit Überschlag, Sebastien Ogier fährt gegen einen Baum

(Motorsport-Total.com) - Mit der Vorentscheidung in der Hersteller-Weltmeisterschaft zugunsten Citroens wird es in Australien nichts. Denn anstatt eines Doppelsiegs gab es für die Franzosen einen Doppelausfall. Auf der zweiten Prüfung am Freitagmorgen, dem knapp 12,8 Kilometer langen Brooklana-Abschnitt, durchfuhr der zu diesem Zeitpunkt mit zwei Sekunden Vorsprung führende Sebastien Loeb eine Rechtskurve zu schnell. Der DS3 WRC überschlug sich.

Sebastien Loeb

"Sorry!" - Sebastien Loeb nahm die Schuld am Überschlag auf sich Zoom

"Ich bin zu schnell in die Rechtskurve eingebogen. Ich habe einen Fehler gemacht, als ich auf dem Armaturenbrett auf eine Zwischenzeit geguckt habe", erklärte Loeb, der zugleich verneinte, dass eine zu hohe Risikobereitschaft oder zu rutschige Streckenbedingungen für den Crash verantwortlich sein könnten. "Ich war nicht konzentriert. Ich habe vor der Kurve nicht stark genug gebremst und war zu schnell."

Auf der vierten Prüfung des Tages, der Wiederholung der 29 Kilometer langen Shipmans-Passage, die bereits zum Auftakt des Tages durchfahren wurde, erwischte es dann auch Loebs Teamkollegen Sebastien Ogier. Der 27-Jährige, der die Führung von Loeb übernommen hatte, rutschte bei extrem rutschigen und matschigen Verhältnissen von der Straße und prallte mit seinem Citroen gegen einen Baum. Rund einen Kilometer später musste Ogier schließlich anhalten.

Citroen hofft, dass beide Piloten die Rallye am Samstag fortsetzen können. Um den Sieg kämpfen aber bis auf weiteres die beiden Ford-Werksfahrer Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala, die nach dem Citroen-Doppelausfall das Klassement derzeit anführen. "Das Auto sieht nicht so schlecht aus. Wir hoffen, dass er mit dem Auto wieder rausgehen kann, aber wir müssen erst einmal einen Blick auf den Überrollkäfig werden", sagte ein Citroen-Sprecher über Loebs Chancen, die Rallye am Samstag fortsetzen zu können.

Ford-Boss Malcolm Wilson war von Loebs Fauxpas sichtlich überrascht. "Man erwartet es gar nicht mehr. Es muss zwei Jahre her sein, dass er einen Fehler gemacht hat", sagte Wilson, der allerdings ebenfalls einen Ausfall zu beklagen hatte. Denn neben den beiden Citroen-Stars verunfallte auch Ken Block am Freitag. Der Ford-Pilot prallte mit seinem Fiesta ebenfalls gegen einen Baum und riss dabei das linke Hinterrad ab. Block hofft ebenfalls, am Samstag unter SuperRally-Regeln wieder starten zu können.

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