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WEC 2019/20: Toyota erwartet starke LMP1-Privatteams

Laut Toyota werden die Privatteams in der WEC-Saison 2019/20 in der Lage sein, Rennen zu gewinnen - Rebellion war beim Prolog nur wenig langsamer

(Motorsport-Total.com) - Die letzte LMP1-Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) könnte wieder für viel Spannung sorgen. Die neusten Regeländerungen und die Einführung des Erfolgsballasts spülen die Privatteams immer näher an den Werksrennstall von Toyota heran. Toyota-Technikchef Pascal Vasselon glaubt, dass Privatteams in der Saison 2019/20 Rennen gewinnen werden.

Mike Conway, Kamui Kobayashi

Toyota erwartet harte Konkurrenz in der WEC-Saison 2019/20 Zoom

Die Japaner haben vor allem Rebellion auf dem Zettel. Das LMP1-Team war beim Prolog in Barcelona nur wenige Zehntel langsamer als die Toyota-Hybrids. Schnellster des Tests war Jose Maria Lopez im TS050 Hybrid. Rebellion-Pilot Gustavo Menezes war im R-13 nur 0,267 Sekunden langsamer.

"Sie haben ein Fenster erreicht, das gut genug ist, um Rennen zu gewinnen", so Vasselon. "Mit dem Erfolgsballast werden sie sogar sicher siegen." Rebellion scheint aber nicht die einzige Gefahr für Toyota zu sein. Vasselon glaubt, dass die Lernkurve bei Ginetta steil nach oben zeigen wird, weshalb Toyota auch die anderen Teams im Auge hat.

LNT war beim WEC-Prolog nur sechs Zehntel langsamer als die Toyotas. "Rebellion ist für uns keine Überraschung", analysiert Vasselon. "Wir erwarten, dass sie nah herankommen. Was Ginetta erreicht hat, ist beeindruckend. Das sind gute Neuigkeiten für die Meisterschaft." Sehr positiv: Die besten drei Autos wurden im Test nur durch eine halbe Sekunde getrennt.


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Deshalb erwartet Toyota einen engen Kampf beim Saisonauftakt in Silverstone. Laut Vasselon ähneln sich Barcelona und der Grand-Prix-Kurs in Großbritannien sehr, weil auf beiden Strecken viel Abtrieb notwendig ist, um schnell zu sein. Außerdem müssen die Toyotas 14 Kilogramm Extragewicht einladen, was hilft, das LMP1-Feld anzugleichen.

"Wir können der Physik nicht entfliehen, 14 Kilogramm sind pro Runde rund vier Zehntel", so der Technikchef. Außerdem ist das Minimalgewicht der Toyotas im Vergleich zur Saison 2018/19 um 40 Kilogramm erhöht worden. Auch das hilft den Privatteams, auf die Japaner aufzuholen.


WEC-Prolog 2019 in Barcelona

Aufgrund des Zusatzgewichtes soll auch der Vorteil von Toyota bei der Stint-Länge komplett zunichte gemacht worden sein, da die Japaner jetzt früher zum Nachtanken kommen müssen. Ob die Privatteams in der Lage sind, die Toyota-LMP1s zu schlagen, wird sich am 1. September beim WEC-Saisonauftakt in Silverstone zeigen.

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