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  • 20.11.2016 · 14:17

  • von Roman Wittemeier

Rookietest in Bahrain: Kubica schnell, Rookies solide

Robert Kubica kommt bei seinem Einsatz im LMP1-Auto von ByKolles schnell auf Tempo, die Rookies in den Werksteams glänzen wenig - Audi packt früh zusammen

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Rookietest ist die Saison 2016 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) endgültig zu Ende gegangen. Bei den zwei Sessions am Vormittag standen vor allem die auserwählten Rookies im Fokus, die in den Werksautos von Audi, Porsche und Toyota ans Steuer durften. Zudem gab Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica sein LMP1-Debüt im CLM P1/01 von ByKolles. FIA-Fahrervertreter Yannick Dalmas drehte wenige Runden im Porsche und im Toyota.

Pipo Derani

Pipo Derani spulte einige Runden am Steuer des Toyota TS050 ab Zoom

Die schnellsten Rundenzeiten kamen nicht unerwartet von den Stammpiloten der Werke. Am Morgen markierte Neel Jani in 1:42.137 Minuten die beste Rundenzeit des Tages. Der neue Weltmeister aus dem Lager von Porsche war am Vormittag mit Michelin-Reifentests beschäftigt. Dieses Programm setzten die Kollegen Timo Bernhard und Brendon Hartley fort, während der LMP2-Champion Gustavo Menezes (Alpine) 30 Runden im 919 Hybrid erleben durfte.

Der Amerikaner schlug sich solide und war in 1:43.626 Minuten ordentlich unterwegs. Menezes konnte den Peak der frischen Reifen nicht ganz ausnutzen, war aber über mittellange Stints sehr konstant. Im Lager von Toyota, bei denen Stephane Sarrazin die zweitbeste Zeit des Tages erzielte, kam ESM-Pilot Pipo Derani in den Genuss erster LMP1-Erfahrungen. "Ich bin so dankbar, dass ich einer von ganz wenigen bin, die eine solch seltene Chance erhalten haben", so der Brasilianer.

Derani war unter anderem mit einer Simulatorsession in Köln auf die Fahrten vorbereitet worden. "Wenn man sich mal an alles gewöhnt hat, dann ist es fahrerisch eigentlich kein allzu großer Unterschied zur LMP2", merkt er an. "Beeindruckend ist allerdings die Beschleunigung. Es war toll, ausgangs der ersten Kurve voll auf das Gas zu treten. Das spürst du die 1.000 PS so richtig." Auch Derani beeindruckente eher über die Distanz als im Speed über eine schnelle Runde.

Pech hatte Paul-Loup Chatin, der den gestern siegreichen Audi R18 testen durfte. Der Franzose absolvierte am Morgen neun Runden, dann war Schluss. Am Auto mit der Startnummer 7 gab es einen Defekt am Antriebsstrang an der Vorderachse. Der Testtag war somit vorzeitig beendet. In 1:43.910 Minuten war Chatin allerdings schneller als der hoch eingeschätzte Derani im Toyota. Bei den kurzen Einsätzen von Yannick Dalmas in den Werksautos schaute niemand wirklich auf die Rundenzeiten.

Robert Kubica nimmt schnell Fahrt auf

"Mir ging es darum, besser nachvollziehen zu können, wie es für die Fahrer in den modernen LMP1-Autos eigentlich ist. Die Sicht ist beispielsweise gut, besser als gedacht", meint der Franzose. "Was wirklich extrem ist, ist die Kommunikation. Es muss ständig mit dem Ingenieur gesprochen werden, immer wieder muss man etwas im Auto verstellen. Es ist kein Vergleich zu meiner Zeit. Heutzutage reicht es bei Weitem nicht mehr, einfach nur schnell ein Auto fahren zu können", so die Dalmas-Erkenntnis.

Viele Kameras waren am Sonntag auf Robert Kubica gerichtet. Der Pole kam bestens gelaunt in die Garage von ByKolles, ließ sich dort vom erfahrenen Pierre Kaffer die Eigenheiten des CLM P1/01 erklären. Am Morgen fuhr Kubica auf gebrauchten Reifen solide Rundenzeiten, am Nachmittag legte er auf frischen Pneus eine konkurrenzfähige Rundenzeit von 1:47.222 Minuten auf die Bahn. "Schade, dass der Peak der Reifen nach zwei Runden vorüber ist. Ich kam eigentlich immer besser in Fahrt", so Kubica. Francesco Dracone kam im ByKolles-LMP1 nur auf mäßiges Tempo.

In der LMP2-Klasse hatten sich zahlreiche Paydriver für Testfahrten eingekauft. Diese Kandidaten wurden mit frischen Reifen und freier Fahrt beglückt. Felix Serralles (G-Drive) und Weiron Tan (Manor) konnten auf diesem Weg die besten Zeiten realisieren. In der GTE-Kategorie setzte Aston Martin acht Piloten in zwei Fahrzeugen ein. Wenig überraschend war Alex Lynn der schnellster Tester im Lager der Briten. Der Brite setzte sich deutlich gegen Ross Gunn und Jordan King durch.

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