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VLN 2018 Lauf 5: Black Falcon siegt, Rowe im Pech

Black Falcon gewinnt das 6-Stunden-Rennen und holt den ersten Mercedes-Sieg der VLN-Saison 2018 - Großes Pech für Rowe-BMW - Manthey-Debüt mit Hindernissen

(Motorsport-Total.com) - Zum ersten Mal in der VLN Langstreckenmeisterschaft 2018 gewinnt Mercedes-AMG ein Rennen: Hubert Haupt, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Gabriele Piana haben für Black Falcon den Sieg beim prestigeträchtigsten VLN-Lauf des Jahres geholt. Sie gewann mit 1:53.266 Minuten Vorsprung auf den Rowe-BMW #99 von Philipp Eng und Tom Blomqvist. Diese hatten großes Pech durch einen Reifenschaden, der einen möglichen Sieg verhinderte.

Gabriele Piana

Black Falcon bescherte Mercedes-AMG den ersten Saisonsieg auf der Nordschleife Zoom

Die erste Hälfte des Rennens war gekennzeichnet von einem packenden Kampf zwischen den späteren Siegern und dem Rowe-BMW. Christodoulou hatte von der Pole-Position aus den besten Start, während Philipp Eng zunächst hinter dem WTM-Ferrari #22 (G. Weiss/Kainz/Krumbach) festhing, diesen aber schon eingangs der zweiten Runde überhole.

"Peng" konnte die Lücke schnell schließen und setzte Christodoulou an der Spitze nachhaltig unter Druck. Doch der Mercedes blieb an der Spitze absolut standhaft und ließ den BMW zu keinem Moment vorbei. Das ging die ersten beiden Stints so. Doch nie gab es für den BMW einen Weg vorbei am Mercedes, der alle Linien perfekt abdeckte. Christodoulou ließ sich nicht anmerken, dass seine Hände noch halb verbrannt waren nach einem schweren Unfall in der britischen GT-Meisterschaft in Spa-Francorchamps. "Es ist okay, ich habe keine Schmerzen", versicherte er vor dem Start gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Rowe erst mit Undercut, dann mit Reifenschaden

Rowe versuchte es daher beim zweiten Boxenstopp mit einem Undercut, der in der VLN normalerweise immer erfolgreich ist. Weil die Standzeiten genormt sind, dauerte der Stopp nach einem Sieben-Runden-Stint 23 Sekunden kürzer als nach einem Stint über acht Runden. Dadurch gingen Eng und Blomqvist in Führung. Die Hoffnung war groß, den fünften Sieg beim "Heimrennen" zu landen (Rowe ist Sponsor des 6-Stunden-Rennens).

Doch nach zweieinhalb Stunden gab es den großen Rückschlag: Der M6 #99 kam mit einem Reifenschaden hinten rechts an die Box zurück. Damit war der Sieg aus eigener Kraft nicht mehr drin; es ging zunächst auf Rang vier zurück. "Leider passieren solche Dinge manchmal. Der Reifenschaden hat uns heute die Chance gekostet, gegen Black Falcon um den Sieg zu kämpfen", nimmt es Blomqvist sportlich. Von nun war klar, dass sich Black Falcon nur noch würde selber schlagen können. Der Mercedes-AMG GT3 hielt vorzüglich durch und der Sieg war unter Dach und Fach.

Sicher war man sich bei Black Falcon aber nicht, wie Manuel Metzger zugibt: "Wir wussten nicht, ob es reichen würde oder ob der BMW nochmal stoppen muss. Als vom Ingenieur das Signal zum Pushen kam, habe ich natürlich gepusht. Ich hatte Glück, denn ich hatte eine freie Runde. Als der BMW dann doch an die Box kam, konnte ich natürlich Tempo herausnehmen." Adam Christodoulou hingegen hätte den BMW auch ohne Stopp (Rückstand vor dem Stopp: 27 Sekunden) nicht gefürchtet: "Manuel fährt schon seit so vielen Jahren auf dieser Strecke. Da waren wir am Schluss natürlich zuversichtlich."


Fotos: VLN: 49. Adenauer Rundstrecken-Trophy


Auf den Positionen zwei und drei lagen dadurch zunächst die beiden Fahrzeuge von Falken Motorsport. Doch weder der BMW #3 (Dusseldorp/Imperatori) noch der Porsche #4 (S. Müller/Werner) hatten den Speed der beiden Michelin-Fahrzeuge an der Spitze. Und so verwunderte es nicht, dass sich der Rowe-BMW beide Positionen noch holte und die beiden türkis-blauen GT3 auf die Plätze drei und vier verwies - BMW vor Porsche. "Ein gutes Ergebnis für uns", sind sich die beiden BMW-Treter einig.

Porsche-Fraktion stark gerupft

Auf Position fünf kam der Manthey-Porsche #12 (Klohs/Kern/Ragginger) ins Ziel, der als einziger 911 GT3 R neben dem viertplatzierten Falken-Porsche durchkam. Die restlichen Porsche eliminierten sich zu einem Großteil selbst: Der Frikadelli-Porsche #31 (Siedler/A. Müller/Arnold) startete aus der Boxengasse nach einer Strafe wegen eines Code-60-Vergehens nach und kämpfte sich noch auf Rang acht nach vorn.

Den Porsche-Supergau gab es eingangs Runde 14, als Sabine Schmitz im Frikadelli-Porsche #30 (Abbelen/Schmitz/Laser) den GetSpeed-911er #2 (Böckmann/Jans/Schiller/Osieka) im Yokohama-S umdrehte. Nicht der glücklichste Überholversuch der "Nürburgring-Queen", die erst jüngst Krebs besiegt hat. Sie gibt den Fehler unumwunden zu: "Der Porsche ist beim Anbremsen hinter einem anderen Fahrzeug sehr sensibel. Ich habe das ein bisschen unterschätzt. Gleich beim Bremsen habe ich gesehen, wie das ausgehen könnte. Ich hatte noch gehofft, dass Steve mich sieht, aber leider hat eingelenkt." Die #30 war sofort raus, bei Getspeed war wenig später Schluss.

Der Manthey-Testträger #911 (Seefried/Makowiecki/Kern) erlebte ein Debüt mit Problemen: Der Plan, aus der Box zu starten, ging völlig in die Hose, denn schon zu Beginn des Rennens kam es zu einer Kollision mit dem Sorg-BMW M4 GT4 #180 (Beyer/Akata/Kratz/Meyer). Kurze Zeit später stellte sich ein ungewöhnliches Verschleißbild bei den Reifen ein. Das sorgte dafür, dass das Fahrzeug noch während des Rennens neu vermessen werden musste. Das kostete sieben Runden.

Walkenhorst nach großem Triumph auf Boden zurückgeholt

Das Wochenspiegel-Team brachte den Ferrari #22 auf Rang sechs ins Ziel. Der andere WTM-Ferrari #11 (L. Weiss/C. Menzel/N. Menzel) hingegen kam nicht wirklich in Fahrt. Ladedruckprobleme sorgten zwischen Qualifying und Rennen für hektische Betriebsamkeit an der WTM-Box. Schon nach zwei Runden war aber klar, dass das Problem nicht behoben war. Das Aus, bevor das Rennen richtig begonnen hat.

Ein Desaster erlebte das Walkenhorst-Team, das nach seinem spektakulären Triumph bei den 24 Stunden von Spa keinen seiner M6 GT3 ins Ziel brachte. Der BMW #35 (Abbott/Tresson/Krognes/Pittard) konnte gar nicht erst am Rennen teilnehmen, das Schwesterfahrzeug #36 (Pittard/Adams/Ziegler/Oeverhaus) schied nach einem Unfall im Bereich Hohe Acht aus.

Wenigstens der altehrwürdige BMW Z4 GT3, der nach einem heftigen Unfall beim 24-Stunden-Rennen wieder aufgebaut worden war, sorgte für ein versöhnliches Resultat für die Truppe von Henry Walkenhorst: Peter Posavac, Jörg Müller und Alex Lambertz trugen den V8-Sauger auf den siebten Platz. Die Top 10 komplettierten der Porsche 911 GT3 Cup MR #70 (Hamprecht/Stursberg), die die Klasse SP7 gewannen, und dem Sieger der Cup2, dem Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner Motorsport #123 (Scheerbarth/Kranz/Hoppe).

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