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"Grello"-Unfall in letzter Runde: Manthey-Porsche hatte Strafe!

Warum verunfallt der überlegene Spitzenreiter in der letzten Runde? - Weil er eine Zeitstrafe bekommen würde: Wie es zum Unfall im Karussell kam

(Motorsport-Total.com) - Der Unfall des Manthey-Porsches #911 von Dirk Werner, Mathieu Jaminet und Lars Kern erklärt sich durch eine Strafe, die Manthey Racing erhalten oder zumindest sicher hatte. Der Porsche 911 GT3 R "Grello" hatte einen zu kurzen letzten Boxenstopp eingelegt.

Dirk Werner, Mathieu Jaminet, Lars Kern

Der Unfall von "Grello" war die Folge einer bevorstehenden Zeitstrafe Zoom

So erklärt sich, warum Lars Kern in der letzten Runde des 44. Münsterlandpokals so viel Risiko ging, dass er einem Unfall im Karussell zum Opfer fiel.

"Wir hatten erfahren, dass wir eine Strafe kriegen, weil wir beim letzten Stopp zu früh aus der Boxengasse rausgefahren sind. Das Team hat mir gesagt, dass ich mindestens 37 Sekunden Vorsprung rausfahren musste", sagt der Porsche-Test- und Entwicklungsfahrer gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

So ging er volles Risiko in der letzten Runde. Im vorletzten Umlauf hatte er 34 Sekunden Vorsprung auf den später siegreichen Black-Falcon-Mercedes von Patrick Assenheimer und Maro Engel.

Bei der Anfahrt zum Caracciola-Karussell geriet Kern dann in eine Überrundungssituation mit zwei weiteren Fahrzeuge - eines davon ein Porsche Cayman, mit dem er zusammenstoßen sollte. "Er musste dort keinen Platz machen, normalerweise machen sie es aber", sagt Kern.

Es kam zum Unfall, wobei der Manthey-Porsche einen Reifenschaden erlitt. Der 31-Jährige schleppte den waidwunden SP9-Boliden noch bis ins Ziel, fiel dabei aber auf Platz sieben zurück. Die endgültige Wertung steht noch nicht, da die Strafe hier noch nicht berücksichtigt ist. Auch droht dem Falken-Porsche #4 eine Bestrafung wegen eines Gelbvergehens.

Wie es zum verpatzten Boxenstopp kam, gilt es noch zu analysieren. "Da müssen wir noch schauen, warum das passiert ist." Für den letzten Stopp im Rennen gilt eine eigene Tabelle, die sich nicht an den gefahrenen Runden orientiert, sondern an der noch zu absolvierenden Restzeit in Minuten beim Boxeneingang.

Für "Grello" war es der zweite Unfall in Folge. Bei VLN8 konnte die Nürburgring-Ikone gar nicht erst antreten, nachdem Otto Klohs bei den Test- und Einstellfahrten am Freitag einen Unfall hatte.

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