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GP Ice Race Zell am See: Gipfeltreffen des Rennsports im Schnee

Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck und Elektroautos: Bei der Neuauflage des GP Ice Race in Zell am See treffen Legenden des Motorsports auf modernste Technik

(Motorsport-Total.com) - 130 Rennfahrzeuge vom historischen Autro-Daimler über den Audi Quattro S1 bis zum Pikes-Peak-Renner von Volkswagen, große Namen des Motorsports wie Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck oder Mark Webber und dazu das Winter-Panorama der Salzburger Alpen: Die Neuauflage der GP Ice Race an diesem Wochenende (19. und 20. Januar) in Zell am See ist zu Beginn des Jahres ein kleines Gipfeltreffen des Motorsports.

GP Ice Race

Motorsport und mehr auf Eis bietet das GP Ice Race in Zell am See Zoom

Der aus Zell am See stammende Ferdinand Porsche, Urenkel des gleichnamigen Gründers des Sportwagenbauers, und Vinzenz Greger aus Nürnberg haben das Eisrennen 2019 wiederbelebt und damit einen Erfolg gehabt, mit den sie bei Beginn der Planungen kaum gerechnet hätten.

"Wir sind von der Resonanz auf unsere erste Veranstaltung schlichtweg überwältigt", sagt Porsche. "Als wir die Idee hatten, das von 1937 bis 1974 veranstaltete Eisrennen in Zell am See mit einem neuen Konzept wiederzubeleben, haben wir uns dieses Teilnehmerinteresse nicht träumen lassen. Niemals zuvor wurden an einem Ort legendäre Renn- und Rallye-Autos in dieser Anzahl und Qualität versammelt."

Röhrl und Stuck in historischen Boliden

Diese Ankündigung ist kein leeres Versprechen, denn die teilnehmenden Fahrer und Autos lesen sich wie ein Who-is-Who des Motorsports. Audi bietet eine beeindruckende Zeitreise von 1938 bis in die Zukunft. Ein Bergrennwagen Auto Union Typ C wird präsentiert von Stuck und ist Bestandteil einer historischen Fahrzeugausstellung. Stuck dreht darüber hinaus einige Runden in einem Austro Daimler ADR 6 Sport Torpedo von 1929, der ursprünglich seinem Vater Hans gehörte.

Walter Röhrl

Walter Röhrl wird den legendären Audi Quattro S1 fahren Zoom

Das spektakulärste Rallyeauto aller Zeiten, der Audi Sport Quattro S1, wird vom zweimaligen Rallye-Weltmeister Röhrl gefahren, der außerdem zusätzlich in einem Porsche unterwegs ist. Der Rene Rast, DTM-Champion des Jahres 2017, präsentiert seinen Audi RS5 DTM. Und Formel E-Pilot Daniel Abt fährt das Weltmeister-Auto Audi e-tron FE04 auf dem Eis.

Volkswagen stellt den Elektro-Prototypen ID. R aus, der im Juni 2018 das Bergrennen am legendären Pikes Peak in neuer Rekordzeit gewann. Der VW Golf 2 GTI, Gruppe-A-Rallye-Weltmeister 1986, und der einzigartige Bi-Motor VW Golf 2 Pikes Peak von 1987 werden von Rallye-Ass Jochi Kleint gefahren. Der mehrmalige Pikes-Peak- und Le-Mans-Sieger Romain Dumas gibt dem brandneuen VW Polo GTI R5 auf dem Eis die Sporen.

Rallyeboliden, NASCAR und X-Bow

Skoda bringt den amtierenden WRC2-Champion Jan Kopecky nach Zell am See. Einen 140 PS starken, hinterradangetriebenen Skoda 130 RS wird der siebenmalige Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle um den Eis-Parcours bewegen.

Volkswagen I.D. R Pikes Peak

Auch der Volkswagen ID. R Pikes Peak wird in Zell am See zu sehen sein Zoom

Die bekannten Porsche-Piloten Marc Lieb und Richard Lietz stellen sich ebenso dem Wettbewerb. Lietz fährt einen privaten Allrad-Mitsubishi, Lieb pilotiert einen Porsche 924. Der frühere Formel-1-Pilot und Gewinner des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, Mark Webber, gesellt sich zu der Liste der prominenten Gäste. Ein Gruppe B-Lancia Rally 037 in Martini-Lackierung driftet genauso auf dem Eis wie auch ein Audi Quattro mit dem österreichischen Rallyefahrer Christof Klausner am Lenkrad.

Auch ein hinterradangetriebener NASCAR-Rennwagen, der früher auf Rennstrecken in den USA anzutreffen war und aktuell für Demonstrations- und Renntaxi-Fahrten auf dem Red-Bull-Ring eingesetzt wird, wird für eine beeindruckende Show sorgen. Der Bolide, der mehr als 650 PS aus seinem 6,5-Liter-V8-Triebwerk holt, driftet auf Spikes-Reifen auf Eis und Schnee. Die KTM-X-Bow-Challenge garantiert nicht nur spektakulären Motorsport, Fans können außerdem Mitfahrten gewinnen.

Auch Skijöring im Programm

Im Reigen historischer Rennwagen sticht eine wahre Ikone des Motorsports hervor: ein Porsche 550 Spyder - auch "James-Dean"-Porsche genannt - der vor rund 60 Jahren in Zell am See am Start war und ursprünglich Ferry Porsche gehörte. Das Konzept eines mit nur 490 Kilogramm Leergewicht ultraleichten Sportwagens namens MA-01verfolgte Otto Mathe bereits 1952. Der Renner, Spitzname "Fetzenflieger", hat einen 1,5 Liter großer Porsche-Motor mit 130 PS im Heck.

Neben der Action der Rennfahrzeuge wird auf dem Eis-Parcours auch das traditionelle Skijöring zu sehen sein, bei dem Skiläufer von einem Auto gezogen werden. Ein Wohltätigkeits-Kart-Rennen mit prominenten Fahrern rundet das Programm ab. Der Erlös kommt der Lebenshilfe in Zell am See zugute. Laut Aussage der Organisatoren ist das Veranstaltungsgelände trotz der aktuellen Schneesituation problemlos erreichbar.

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