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"Absolut keine Chance": Gradinger erlebt spektakulären Unfall in Imola

Thomas Gradinger wird in Imola durch einen spektakulären Unfall aus dem Rennen gerissen - Der Österreicher konnte der Kawasaki von Mahias nicht ausweichen

(Motorsport-Total.com) - Der Österreicher Thomas Gradinger wurde bei der Supersport-WM in Imola durch einen spektakulären Unfall aus dem Rennen gerissen. Am Ende der neunten Runde kam Jules Cluzel langsam aus der Schikane vor der Start-Ziel-Geraden. Direkt dahinter fuhr Lucas Mahias ins Heck des Franzosen und ging zu Boden. "Ich bin wirklich sauer, weil sich Cluzel verschaltet hat", ärgert sich Mahias.

Thomas Gradinger

Die beschädigte Yamaha R6 von Thomas Gradinger nach dem Crash Zoom

Gradinger konnte auch nicht mehr ausweichen, erwischte die trudelnde Kawasaki und stürzte ebenfalls. "Ich hatte absolut keine Chance, dem Motorrad von Lucas irgendwie auszuweichen, das mich dann auch abgeräumt hat", sagt Gradinger. "Ich konnte einfach nicht ausweichen und letztendlich ist dann Lucas' Motorrad in mein Bike gerutscht. Schade und es tut mir für das Team und alle meine Unterstützer schrecklich leid, dass dieser kurze Moment alles zunichte gemacht hat."

Abgesehen von ein paar Blutergüssen kam der Oberösterreicher glimpflich davon, obwohl er im ersten Moment mit dem Fuß beim Motorrad hängengeblieben war. Gradinger war ausgeschieden. Cluzel blieb trotz des Rammstoßes von Mahias auf seiner Yamaha sitzen, pflügte außen durchs Kiesbett und konnte weiterfahren. Der Franzose kam schließlich noch als Siebter ins Ziel. Auch Mahias fuhr weiter und belegte noch Rang acht.

Gradinger ärgert die verpasste Chance am meisten. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls lag er an der fünften Position und befand sich damit in der Spitzengruppe. "Mit vollem Tank habe ich mich nicht so wohlgefühlt. Daher war ich zunächst etwas zurückhaltend. Doch mit weniger Sprit im Tank ist das Gefühl besser und besser geworden. Ab diesem Zeitpunkt habe ich dann kräftig Gas gegeben. Ich konnte gut überholen und auch zügig zu Lucas aufschließen."

"Imola hat schlimm begonnen und noch schlimmer geendet"

"Eigentlich wollte ich ihn auch sofort überholen. Aber ich habe gesehen, dass er die Lücke zu den ersten Drei schließt. Daher bin ich hinter ihm geblieben. Außerdem denke ich, dass ihn jeder gut genug kennt, dass er bei einem Überholmanöver sofort gekontert hätte. Solche Spielchen hätten bestimmt viel Zeit gekostet und der direkte Kontakt zur Spitze wäre abgerissen. Jedenfalls haben wir gemeinsam schnell zu Jules aufgeschlossen."

Thomas Gradinger

Am meisten ärgert den Oberösterreicher die verpasste Chance Zoom

Dann kam es zu dem entscheidenden Zwischenfall. In der Weltmeisterschaft hält Gradinger mit 40 Punkten den sechsten Platz. Höhepunkt war in dieser Saison Rang drei in Assen. "Imola war ein Wochenende ähnlich wie in Thailand. Es hat schlimm begonnen und ist noch schlimmer ausgegangen, obwohl wir immer wieder in der Lage waren, unseren Speed zu zeigen", zieht er nach Italien Fazit.

"Auf der anderen Seite brachte Imola die Gewissheit, dass wenn ich hier vorne mitmischen kann, dann kann ich das auf jeder anderen Rennstrecke auch. Letztendlich waren wir in fast allen Sessions immer gut dabei. Im Rennen war ich sogar lange Zeit im Besitz der schnellsten Rennrunde. Bis dahin war es also ein gutes Rennen." Die nächste Station ist in vier Wochen Jerez in Spanien.

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