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  • 11.09.2016 15:19

Porsche-Carrera-Cup: Ammermüller gewinnt Action-Rennen

Michael Ammermüller hat seinem Sieg vom Vortag gleich einen zweiten am Nürburgring folgen lassen - Sven Müller wird nur Sechster

(Motorsport-Total.com) - Die Motorsport-Fans kamen am Nürburgring voll auf ihre Kosten. Beim 14. Meisterschaftslauf des Porsche-Carrera-Cup Deutschland gab es am laufenden Band spektakuläre Überholmanöver und mit Michael Ammermüller (Team75) einen glücklichen Sieger. Der Deutsche verwies am Sonntag Jeffrey Schmidt (Lechner Huber) aus der Schweiz und den Australier Nick Foster (Konrad) auf die Plätze zwei und drei.

Michael Ammermüller

Michael Ammermüller kann sich über zwei Siege an diesem Wochenende freuen Zoom

"Ich habe mit zwei Siegen ein perfektes Wochenende gehabt. Zum Schluss konnte ich mir jeweils einen Vorsprung rausfahren und besser hätte es nicht laufen können", sagt Ammermüller. Die Meisterschaft bleibt bis zum Saisonfinale spannend: Porsche-Junior Sven Müller (Konrad) führt mit zwölf Punkten vor Christian Engelhart (MRS). Porsche-Junior Dennis Olsen (Lechner Huber) gewann in der Eifel bereits vorzeitig die Rookie-Meisterschaft.

Schmidt ging von der Pole-Position ins Rennen und konnte sich mit einem guten Start an die Spitze des Feldes setzen. Hinter ihm folgte Ammermüller im 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup mit einem Minimalabstand von 0,2 Sekunden und die Zuschauer sahen über sechs Runden einen packenden Zweikampf. Erst im siebten Umlauf gelang es dem 30 Jahre alten Porsche-Routinier an Schmidt vorbei zu gehen.

Start zum Porsche Carrera Cup

Im Porsche-Carrera-Cup ging es in der Eifel richtig heiß her Zoom

Auch hinter den beiden tobte ein Kampf um die Positionen. Foster, der von Platz sechs startete, lag nach der ersten Runde bereits auf Platz vier hinter Engelhart. Der Australier setzte Engelhart unter Druck, überholte ihn im fünften Umlauf und ließ sich den Podiumsplatz bis zum Schluss nicht mehr nehmen. Somit standen drei Fahrer aus drei verschiedenen Teams auf dem Podest. Auf Platz vier beendete Nicholas Yelloly (Project 1) das Rennen. Engelhart musste sich mit Platz fünf zufrieden geben.

Die beste Aufholjagd des Wochenendes gelang Müller: Nachdem er aufgrund eines nichtregelkonformen Fahrzeugs vom letzten Startplatz das Rennen aufnehmen musste, pflügte er durchs Feld und wurde nach 23 Runden Sechster. "Wenn man von ganz hinten kommt, passiert unglaublich viel. Da musste ich aufpassen, dass ich nicht irgendwo von der Strecke gekegelt werde. Beim Überholen wurde ich manchmal ganz schön aufgehalten, aber am Ende war ich sogar an meinem Meisterschaftskonkurrenten Christian Engelhart dran. Ich konnte mehr Punkte mitnehmen, als ich erwartet hatte", erklärt Müller.

Junior-Kollege Olsen lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Müller und ließ ihn am Ende ziehen: "Er war einfach schneller als ich und warum sollte ich ihn unnötig blocken", erklärt Olsen. Somit sah der Norweger auf Platz sieben die Zielflagge und fuhr damit vorzeitig zum Sieg in der Rookie-Meisterschaft. "Ich bin glücklich über meinen Titel. Damit habe ich mein Saisonziel erreicht. Alles in allem war mein Wochenende nicht überragend und ich muss jetzt mal in Ruhe schauen, woran das lag." Gaststarter Philip Morin (Lechner Huber) aus Schweden wurde Achter.

Zwei Rennen vor Saisonende liegt Müller mit 239 Punkten an der Tabellenspitze. Auf Platz zwei rangiert Engelhart mit 227 Zählern. Olsen belegt mit 200 Punkten den dritten Rang. In den Meisterschaftsläufen 15 und 16 sind insgesamt noch 40 Punkte zu vergeben. Die Zuschauer können sich beim Saisonfinale vom 14. bis 16. Oktober auf sehr interessante Rennen freuen.

Als prominenter Gaststarter war an diesem Rennwochenende Porsche-Markenbotschafter Richy Müller (Project 1) auf dem Nürburgring. Der aus vielen Theater- und Filmproduktionen bekannte Schauspieler (unter anderem als Stuttgarter Tatort-Kommissar) ist bekennender "Leidenschaftsrennfahrer" und nahm am Ende Platz drei der Gentleman-Wertung mit nach Hause. In der Punktetabelle der B-Wertung führt Wolfgang Triller (Huber Lechner) mit 270 Punkten vor Wolf Nathan (Huber Lechner, 216 Punkte).

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