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  • 01.07.2021 · 10:22

  • von Khalil Bouguerra, Übersetzung: Roland Hildebrandt

Vergessene Studien: Alfa Romeo 2uettottanta (2010)

2010 präsentierte Pininfarina ein sehr interessantes Konzept - Es ging nicht in Serie, aber das Projekt eines zweisitzigen Spiders ist nicht ganz begraben

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Alfa Romeo und Pininfarina verbindet eine große Liebesbeziehung. 2010 feierte Alfa Romeo sein hundertjähriges Bestehen und Pininfarina blies seine 80. Kerze aus. In diesem Jahr wurde auch das 80-jährige Bestehen der Zusammenarbeit zwischen dem Automobilhersteller und dem italienischen Karosseriebauer gefeiert, der für einige seiner Modelle verantwortlich ist, darunter der Spider Duetto und der GTV.

Alfa Romeo 2ueottottanta (2010)

Alfa Romeo 2uettottanta (2010) Zoom

Zur Feier von 80 Jahren Freundschaft - und auch, um Alfa Romeo für den Fall der Fälle ein paar Anregungen zu geben - präsentierte Pininfarina auf dem Genfer Automobilsalon 2010 die herrliche 2uettottanta-Studie. Ihr Name ist voller Bedeutung.

Tatsächlich bezieht sich 2uetto auf den Duetto Spider, der in den 1966 eingeführt wurde und abgewandelt bis in die 1990er-Jahre produziert wurde. Ottanta, 80 auf Italienisch, symbolisiert, wie bereits erwähnt, die Dauer der Zusammenarbeit zwischen Alfa Romeo und Pininfarina.

Alfa Romeo 2ueottottanta (2010)

Alfa Romeo 2ueottottanta (2010) Zoom

Näher an einem Serienmodell als an einer Studie, hat dieses Konzept viele Menschen durch seinen sinnlichen Stil und sein raffiniertes Interieur entzückt. Leider wurde es nicht produziert und stattdessen in die Schublade gelegt.

Seine Maße: 4,21 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,28 Meter hoch. Er sollte von einem längs eingebauten Reihen-Vierzylinder-Motor (1750 TBI) angetrieben werden (plus Heckantrieb), der etwa 235 PS leistete und mit einem sequentiellen Sechsgang-Getriebe verbunden war. Er war leicht, wog nur 1.220 kg und konnte in 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Damals wurde vereinbart, dass Alfa Romeo und Mazda eine gemeinsame Plattform entwickeln würden, damit beide Marken bei der Entwicklung ihrer jeweiligen Roadster davon profitieren könnten. Beide Modelle, mit unterschiedlicher Auslegung, sollten in Japan produziert werden.


Fotostrecke: Alfa Romeo 2ueottottanta (2010)

Aber Sergio Marchionne, der damalige FCA-Konzernchef, bestand darauf, dass der Alfa Romeo Roadster (wahrscheinlich inspiriert vom 2uettottanta) in Italien montiert werden sollte. Mazda entwickelte zwar den MX-5, aber Alfa Romeo überließ seinen Platz Fiat, das ihn für die Entwicklung des 124 Spider nutzte.

Alfa Romeo versuchte, die Spider-Modelle mit der Giorgio-Plattform fortzuführen, aber alle Projekte scheiterten, weil sich die legendäre Marke auf das Wesentliche konzentrieren musste, konkret auf lukrativere Modelle (mit größerer Verbreitung). Geklappt hat das aber auch nur mittelprächtig.

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Mit der Ankunft von Jean-Philippe Imparato und der Neupositionierung von Alfa Romeo durch Stellantis, hoffen wir, dass das 2uettottanta-Konzept den Designern Ideen geben wird, denn dieses attraktive Konzept (obwohl jetzt veraltet) kann die Kunden immer noch begeistern.

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