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Motorworld: Oliver Pierre - der Meister des Vintage-Looks

Oliver Pierre ist Meister darin, Oberflächen im einzigartigen und unverwechselbaren Motorworld-Stil zu gestalten

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Eine Wand mit Farbe zu bestreichen ist keine Kunst, einer Wand einen täuschend echten Vintage-Look zu verleihen dagegen schon. Oliver Pierre arbeitet seit über zehn Jahren für die Motorworld Group und ist Meister darin, Oberflächen im einzigartigen und unverwechselbaren Motorworld-Stil zu gestalten. Seine Arbeiten können an verschiedenen Standorten bewundert werden, unter anderem in der Motorworld München, Manufaktur Metzingen, Motorworld Ideenwerkstatt Schemmerhofen und auch im neuen Motorworld Inn in Warthausen (mehr dazu in Kürze). Im Interview spricht er über seine Wahlheimat Paris und seine Projekte bei der Motorworld.

Oliver Pierre - meisterliche Vintage-Looks für die Motorworld

Dieser unverwechselbare Motorworld-Look ist eine Kreation von Oliver Pierre Zoom

Herr Pierre, Sie leben in Paris - der Stadt der Liebe und der Kunst. Ein besserer Ort für einen Künstler ist kaum vorstellbar, oder?

Seit ein paar Jahren pendle ich zwischen Paris und meinen Projekten in Deutschland. Wenn Sie so viel unterwegs sind wie ich und Wochen oder teilweise Monate lang an einem Projekt arbeiten, brauchen Sie einen Rückzugsort, an dem Sie wieder Energie und Kreativität tanken können. Paris ist genau dieser Ort für mich, an dem ich meine leeren Akkus wieder aufladen kann. Schon wenn ich mit dem Zug aus Deutschland anreise und den Bahnsteig in Paris betrete, spüre ich diese ganz besondere Energie, die von dieser Stadt ausgeht.

Oliver Pierre, Motorworld Group

Oliver Pierre Zoom

Paris ist aber auch meine Inspirationsquelle. Jeden Tag streife ich mit Kopfhörern und meiner Lieblingsmusik auf den Ohren durch die kleinen, alten Gassen und lasse mich von den Häusern, Bistros und dem Flair dieser Stadt inspirieren und sammle Ideen für meine Projekte bei der Motorworld. Wenn mir etwas besonders gut gefällt, zum Beispiel eine schöne alte Patina an einem alten Haus, dann halte ich das auf einem Foto fest und bringe die Idee zum nächsten Meeting mit.

Sie schaffen es, Oberflächen so zu bearbeiten, dass sie authentisch alt, nahezu magisch, aussehen und verleihen ihnen damit einen coolen Vintage-Look. Das klingt nach viel Aufwand und schwieriger Technik...

Die Technik im klassischen Sinne ist erlernbares Handwerk, viel wichtiger ist die Leidenschaft, die man für diese Form der Kunst mitbringen sollte. Die Grundtechniken habe ich vor vielen Jahren erlernt, vieles habe ich mir aber auch selbst angeeignet. Wenn ich beispielsweise durch Paris laufe und eine alte Hausfassade sehe, die durch einen Wasserschaden beschädigt wurde, setze ich mich zu Hause hin und überlege mir Techniken, wie ich genau diesen Look mit dem Pinsel nachmalen kann.

Den Effekt der "alten Wand" bekommt man hin, indem man verschiedene Farbschichten nacheinander aufträgt. Um Oberflächen in dieser speziellen Technik zu bemalen, benötigt man Pinsel in verschiedenen Größen und Stärken - von ganz groben bis ganz feinen. Manchmal greife ich auch zu Bürsten oder zur Spritzpistole, um besondere Effekte zu erzielen.

Man sollte bedenken, dass allein der Trocknungsprozess jeder einzelnen Farbschicht seine Zeit braucht. Außerdem muss man mit verschiedenen Farben arbeiten - mit einem einzigen Anstrich ist es nicht getan. Man sollte also gerade bei großen Flächen genug Zeit einplanen.

Ihre Arbeiten können wir an verschiedenen Motorworld-Standorten bewundern, unter anderem auch in der Motorworld München. Was werden wir dort von Ihnen sehen?


Oliver Pierre - meisterliche Vintage-Looks für die Motorworld

In der Motorworld München habe ich im Bereich des Südflügels, die sogenannte "Kleine Lokhalle" gestaltet. Ursprünglich war die Location lediglich ein großer Raum mit weißen Wänden. Ich habe die Wände so bemalt, dass sie nun täuschend echt alt aussehen. Auch andere Oberflächen, wie einen Luftschacht an der Decke, habe ich so bearbeitet, dass es so scheint, als würde alte Farbe davon abblättern. Die Kunst meiner Arbeit besteht darin, das menschliche Auge zu täuschen und den Betrachter in eine andere Zeit zu versetzen, ihm ein Erlebnis zu vermitteln.

Auch in der Motorworld Manufaktur Metzingen haben Sie den Pinsel angesetzt...

Ja, hier habe ich unter anderem auch die Besuchertoiletten gestaltet. Wie an anderen Motorworld-Standorten stehen die Toiletten hier alle unter einem anderen Thema. Jede Toilette ist ein Unikat und der Gang aufs stille Örtchen wird definitiv zum Erlebnis.

In Metzingen beispielsweise steht die Damentoilette unter dem Motto "Lohnbüro". Passend dazu habe ich in Zusammenarbeit mit dem Kreativteam der Motorworld alte Schreibmaschinen an die Wände gehängt und ein Schreibmaschinen-Werbelogo aus früheren Tagen an der Wand angebracht. Wir haben auch spezielle Tapeten im Vintage-Look verwendet, die ich an manchen Stellen wieder abgerissen habe, um einen besonders authentischen alten Look zu bekommen. Allesamt Eindrücke, die sich schwer beschreiben lassen und echte Live-Erlebnisse sind.

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