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Kraftpaket: Der Bentley "Blower"

Der legendäre "Blower" Bentley mit aufgeladenem Motor war 1929 sensationell schnell. Besonders mit Bentley Boy Sir Henry "Tim" Birkin hinter dem Lenkrad

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Birkin und The Blower sind in dieser in Sepia getönten Ära der britischen Rennsportgeschichte eng miteinander verbunden. Es war Birkins Streben nach Schnelligkeit, die das Gebläse hervorbrachte und später heldenhafte Fahrten bei den 24 Stunden von Le Mans und beim Großen Preis von Frankreich aufzeichnete. Er brach auch den Rekord von Brooklands Außenrunden, der begehrtesten Rennstrecke der Zeit.

Bentley "Blower 1929

Schwer, aber blitzschnell: Der Bentley "Blower" Zoom

Der aufgeladene Motor sorgte letztendlich dafür, dass das 4 ½-Liter-Modell zum legendärsten Renn-Bentley der Vorkriegsjahre wurde. Der Blower hat Bentley zu einer Legion von Motorsportfans auf der ganzen Welt gemacht und ist bis heute ein Symbol für die Innovationskraft des Unternehmens.

Leistungsgrenzen überschreiten
Der Bentley 4½ Liter näherte sich 1928 dem Ende seines Entwicklungszyklus, als andere Hersteller begannen, Bentleys Motor der Superlative nachzuahmen. So wurde der Hubraum vergrößer, und das 6½-Liter-Modell gewann 1929 und 1930 in Le Mans.
Rennfahrer Sir Henry Birkin, der für seine beachtlichen Leistungen auf der Strecke bereits jedem Kind in ganz Großbritannien ein Begriff war, hatte jedoch eine andere Idee.

Er wollte den Motor des bestehenden 4½-Liter-Wagens mit einem innovativen neuen Kompressor ausstatten. Birkin überredete den britischen Finanzier und Bentley Boy Woolf Barnato, ihm fünf aufgeladene Gebläse für die Rennstrecke zu bauen. Und um den Rennregeln der damaligen Zeit gerecht zu werden, wurden auch 50 Serien-Gebläse-Bentleys für die Straße gebaut.

Eine berühmte Schlacht auf der Rennstrecke
Die Anordnung des Kompressors vor der Kurbelwelle verlieh dem Gebläse Bentley ein völlig einzigartiges Aussehen. Es steigerte die Leistung des 4½ Liter von 110 PS auf 175 PS und war mit Birkin am Steuer sensationell schnell. Eines der bekanntesten Autos der Motorsportgeschichte war geboren.

W.O. Bentley beschrieb Birkin als "den größten Briten seiner Zeit". Als Aristokrat, der im Ersten Weltkrieg kämpfte, kehrte Birkin mit Adrenalindurst und völliger Missachtung der Gefahr auf der Rennstrecke von der Front zurück.

Sein Duo mit Mercedes-Benz-Fahrer Rudolf Caracciola bei den 24-Stunden 1930 in Le Mans ist Legende. Bentley stellte drei Speed Sixes-Teams für das Event sowie Birkins Team aus aufgeladenen 4 ½-Liter-Bentleys.

Birkin und Caracciola waren von Anfang an Kopf an Kopf, und der britische Held überholte einmal seinen Rivalen mit zwei Rädern auf dem Rasen. Keines der beiden Autos hielt den Kurs und das Rennen wurde schließlich von Barnato in einem Bentley Speed Six gewonnen.

Blower Bentley - ein bleibendes Vermächtnis
Viele glauben, dass Birkin nur einen Weg kannte - mit dem Kopf durch die Wand. Hätte er sein Rennen über die anstrengenden 24 Stunden in Le Mans besser eingeteilt, wäre das Ergebnis möglicherweise anders ausgefallen.

Die beste Stunde des Blowers war der Grand Prix von Frankreich 1930 in Pau, als Birkin inmitten eines Feldes mit leichteren Bugattis sein zwei Tonnen schweres Fahrzeug auf einen bemerkenswerten zweiten Podiumsplatz fuhr. Es wird immer noch angenommen, dass der Blower das schwerste Auto ist, das jemals in einem Grand Prix gefahren ist.

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