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CO2-neutral: Motorworld verbindet Historie und Klimaschutz

Umwelt- und Klimaschutz gewinnen auch bei der Motorworld Group immer mehr an Bedeutung - Roger Kanzenbach, Leiter Green Building, berichtet im Interview

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Umwelt- und Klimaschutz gewinnen immer mehr an Bedeutung. Auch bei der Motorworld Group spielt das Thema eine wichtige Rolle. So werden alle Gebäude, die von der Unternehmensgruppe Dünkel entwickelt, geplant und gebaut werden, unter Berücksichtigung und Anwendung regenerativer Energien realisiert. Dazu zählen auch die Motorworld-Standorte. Roger Kanzenbach, Leiter Green Building, berichtet im Interview.

Roger Kanzenbach, Leiter Green Building Motorworld Group

Klimaschützer: Roger Kanzenbach, Leiter Green Building der Motorworld Group Zoom

Herr Kanzenbach, wie grün ist die Motorworld?

Die Motorworld ist im Prinzip klimaneutral, wenn wir die CO2-Einsparung aus unseren regenerativen Energieanlagen bilanzieren. Das heißt für uns, dass wir weniger CO2 verbrauchen als wir selbst einsparen. Unser Energieverbrauch steht permanent unter dem Vorbehalt der Energieeffizienz, denn für uns gilt: Die Energie, die wir nicht verbrauchen, muss nicht erzeugt und bezahlt werden.

Generell stellen Umweltschutz und Ressourcenschonung für uns einen permanenten Prozess dar. Wir analysieren bei unseren Bauprojekten Lebenszyklen und denken über eine Kreislaufwirtschaft nach. Es ist zum Beispiel besser, für weniger Plastikmüll auf Einweggeschirr zu verzichten, obwohl es ansonsten vielleicht viele Vorteile hat.

Was steckt hinter dem Engagement der Motorworld?

Ressourcenschonend zu planen ist Tradition unserer Unternehmensgruppe, die vor vielen Jahrzehnten mit dem Kiesabbau begann. In diesem Bereich geben wir beispielsweise die nach der wirtschaftlichen Nutzung von uns genutzten Flächen rekultiviert zurück.

Aber auch in den anderen Geschäftsfeldern motivieren uns die Klimaschutzziele und auch die kürzlich eingeführte CO2-Besteuerung zu einer permanenten Optimierung unserer Prozesse und Technologien. Wir wollen unseren Beitrag leisten, die Ziele zu erreichen und das im Einklang mit unseren wirtschaftlichen Aktivitäten. Wir glauben, dass wir alle nicht mehr nur Natur verbrauchen können, sondern dass wir mit ihr harmonisch produzieren und leben müssen.

Dafür steht insbesondere unser Unternehmensbereich GREENENERGYWORLD. Er ist eine wesentliche Säule unserer Firmengruppe.

Historische Standorte in Green Buildings zu verwandeln - eine echte Herausforderung, oder?

Unsere Gebäude sind mit historischen Baustoffen gebaut worden, die man heute so nicht mehr verwendet. Wir haben den Anspruch, auch aufgrund der stetig steigenden Energiekosten, historische Gebäude in den Energieeffizienzhaus-Standard zu bringen.

Diese Aufgabe ist fachlich anspruchsvoller, zeitintensiver und auch teurer als ein Neubau auf der grünen Wiese.

Für das gesamte Team ist es eine Herausforderung, jede Entscheidung auch unter den Vorbehalt des Ressourcenverbrauches zu stellen. Doch diese Arbeit müssen wir leisten und mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.

Wie gelingt es, die Standorte klimaneutral zu machen?

Jeder unserer Standorte wird individuell bilanziert, doch es gibt Gemeinsamkeiten für alle Standorte. Wir verbauen Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, LED-Beleuchtung oder nutzen Fernwärme mit einem geringen Primärenergiefaktor, der sich aus der Nutzung von erneuerbarer Energie ergibt.

Geben Sie uns ein Beispiel ...

Am Standort München haben wir aktuell 350 kWp Photovoltaikanlagen in Betrieb. 2020 haben wir weitere 750 kWp Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von 360 kWel installiert, die im vierten Quartal 2020 in Betrieb genommen werden.

Wir erzeugen dann im Jahr 2021 allein in München ca. 2,6 Millionen kWh Strom selbst und sparen mit unseren erneuerbaren Energieanlagen, die wir auch für unseren Eigenverbrauch nutzen, ca. 600 Tonnen CO2 im Jahr.

Übrigens untersuchen wir derzeit an unseren Standorten den CO2-Verbrauch, um diesen mit unserer Einsparung zu vergleichen. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Für einen Teilbereich der Motorworld München liegen die Ergebnisse bereits vor.

Trotz vollem Eventbetrieb 2019 wurden die CO2-Emmissionen ausgeglichen - durch die bestehende Photovoltaikanlage und den zusätzlichen Kauf von Umweltprojekt-Zertifikaten, die sinnvolle Projekte unterstützen.

Die Betreibergesellschaft der Motorworld München darf sich nach bestandener Zertifizierung somit bereits 2020 klimaneutral nennen. Mit der Inbetriebnahme von weiteren Energieerzeugungsanlagen in diesem Jahr werden wir wahrscheinlich ab 2021 sogar auf den Kauf der Zertifikate verzichten können.

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