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Chevrolet Blazer XT-1 (1987): Halb Minivan, halb Pick-up

Vergessene Studien: Das Konzept des Chevrolet Blazer XT-1 nahm 1987 die Form eines futuristisch gestalteten Minivans mit Allradantrieb und Vierradlenkung an

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Der Name "Blazer" hat seit seiner Einführung in den späten 1960er Jahren viele Formen angenommen, aber nur wenige erinnern sich an dieses obskure und etwas seltsam geformte Offroad-Konzept.

Name: Chevrolet Blazer XT-1

Premiere: Chicago Auto Show 1987

Technische Daten: 4,3-Liter-V6, 202 PS, 339 Newtonmeter Drehmoment, Viergang-Automatik, Einzelradaufhängung, Allradantrieb, Steer-by-Wire-System, Vierradlenkung 

Hintergrund:

Zurück im Geschäft für das Modelljahr 2019 als stilvoller SUV mit Camaro-Look, begann der Blazer seine Karriere bereits 1969 als Original-K5-Modell, bevor er 1973 in eine zweite Generation überging.

Für das Modelljahr 1983 wurde ein kleinerer Pickup-basierter S-10 Blazer für diejenigen auf den Markt gebracht, die nicht den gesamten Platz benötigten, den der K5 bot. Einige Jahre später probierte Chevy etwas anderes aus, indem er den Namen "Blazer" auf etwas schrieb, was im Grunde genommen wie ein Van aussah.

So entstand der XT-1, ein Pick-up-basiertes Konzept mit ernsthaften Offroad-Fähigkeiten und viel cleverer Technik. Er bot mehr Bodenfreiheit mit einem großzügigen Federweg von bis zu 25,4 Zentimetern und einem dank Vierradlenkung nur 4,26 Meter messenden Wendekreis.

Maßgeschneiderte Goodyear-Reifen im Format 225/65 HR17 mussten speziell für den Blazer entwickelt werden, um das Steer-by-Wire-System zu ergänzen, das keine direkte mechanische Verbindung zwischen dem Lenkrad und den eigentlichen Antriebsrädern benötigt.

Ein elektronisch gesteuertes Automatikgetriebe lieferte die Leistung des 4,3-Liter-Motors aus Vollaluminium, der vom Vortec-V6 aus dem zuvor erwähnten S-10 Pickup abstammt.

Das Verteilergetriebe wurde ebenfalls elektronisch gesteuert und verfügte über ein selbsterkennendes Modul, das den Allradantrieb des Blazer automatisch einschaltete, nachdem es den Radschlag erkannt hatte.

Die clevere Technik des Konzepts war auch in der Lage, das Drehmoment sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse nach Bedarf zu verschieben, um den Radschlupf zu verringern.

Der Innenraum war ziemlich ungewöhnlich, obwohl wir über die 1980er-Jahre sprechen, als viele Concept Cars diesbezüglich auf den Putz hauten. Ein digitales Kombiinstrument, wie in der heutigen Automobilindustrie immer beliebter wird, wurde im Blazer XT-1 installiert, aber offensichtlich eher in CRT-Form als im weiterentwickelten LCD.

Damals nannte Chevy es "Futurevision" und beschrieb es als "dreidimensionale Fahrer- und Serviceinformationsanzeige".

Dann war da noch das Lenkrad, obwohl "Rad" nicht ganz genau seine Form beschreibt, eher erinnert es das Steuerhorn eines Flugzeugs. Zahlreiche in der Mitte angebrachte Tasten blieben während des Manövrierens an Ort und Stelle, und dieses feste Modul wurde von zwei Gruppen zusätzlicher Bedienelemente flankiert.

In der Mittelkonsole befanden sich auch eine Vielzahl von Tasten, die einen schnellen Zugriff auf die meisten Funktionen des Konzepts ermöglichten. Chevrolet entschied sich für klobige Sitze mit großer Lateralunterstützung, die auch nach mehr als drei Jahrzehnten nicht schlecht aussehen.

Der Blazer XT-1 war mehr als nur Show, denn das viersitzige Konzept war voll funktionsfähig mit einem produktionsgerechten Design, komplett mit einem massiven Greenhouse und einem Glasdach.

Der Chevy Blazer XT-1 wurde vom Advanced Vehicle Engineering Team der GM Truck & Bus Group als Forschungsfahrzeug konzipiert und sollte nie in Serie gehen, da er hauptsächlich als Technologieträger entwickelt wurde.

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