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  • 14.11.2021 · 10:44

  • von Roland Hildebrandt

Alpine A310 (1971-1984): Klassiker der Zukunft

Ganz schon keil: Die Alpine A310 überraschte vor 50 Jahren die Betrachter mit sechs Scheinwerfern- Nur an der Leistung haperte es

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Ob im Familienbetrieb oder bei Autos: Nachfolger haben es immer schwer. Umso mehr, wenn Sie einen großen Namen, eine Legende beerben sollen. Eines dieser Beispiele ist die Alpine A310, die vor 50 Jahren auf den Markt kam. Wir werfen einen Blick zurück.

Alpine A310 (1971-1984)

Alpine A310 (1971-1984) Zoom

Ein wenig ist die Geschichte der A310 vergleichbar mit dem Porsche 928. Auch hochmodern gestaltet, sollte er mehr Platz und Komfort bieten als sein ikonengleicher Vorgänger 911. Nur, das der 911 von Alpine auf den Namen A110 hörte. Sehr klein, sehr leicht und ein Rallye-Gott.

Nur eben zu klein und zu radikal für manche Kunden, zudem seit 1961 in Produktion. Ergo dachte Alpine durchaus folgerichtig an einen höher positionierten Nachfolger mit mehr Raum. Tauglich für Langstrecken, ohne danach zur Reha zu müssen. Etwas für Sportwagen-Fans, die größer als 1,75 Meter waren.

Mit der A310 stellte Alpine 1971 dem knochenharten Sportgerät A110 ein komfortableres Modell zur Seite. Das Design des Neuentwurfs war raffiniert und schnörkellos: Unverwechselbares Merkmal war die spitz zulaufende Front mit den Scheinwerfern hinter einer Plexiglasabdeckung. Diese wurde lediglich von einem dünnen Mittelsteg geteilt.

Technisch orientierte sich die A310 an der A110. Das heißt: Heckmotor, Zentralrohrrahmen und darüber eine Kunststoffkarosserie. Das Fahrwerk war mit Einzelradaufhängung und Stabilisatoren vorn und hinten sowie Dreiecksquerlenkern voll auf der Höhe der Zeit.


Fotostrecke: Alpine A310 (1971-1984): Klassiker der Zukunft

Da der von Renault, Peugeot und Volvo gemeinsam entwickelte "Euro-V6" 1971 noch nicht serienreif war, startete die A310 ihre Karriere als Vierzylindermodell mit 84 kW (115 PS) und 210 km/h Spitze. Ganz okay, aber nicht gerade das, was manch Kunde in Anbetracht der Optik erwartet.

Richtig in Fahrt kam die Laufbahn der A310, als 1977 endlich der erhoffte Europa-V6-Motor zur Verfügung stand und parallel die A110-Produktion endete. Für den Einsatz in dem gerade einmal 1,15 Meter hohen Sportwagen auf 110 kW (150 PS) leistungsgesteigert, sorgte das 2,7-Liter-Triebwerk im A310 für Fahrleistungen, die der spektakulären Optik gerecht wurden.

Mit 220 km/h Höchstgeschwindigkeit und 7,8 Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 km/h bot die A310 V6 echte Sportwagen-Performance, vom Prestigegewinn durch die zusätzlichen Zylinder ganz abgesehen. Spätere Versionen schafften sogar 225 km/h. Kennzeichen der V6-Modelle waren die neuen Scheinwerfer. Statt der durchgehenden Lichtbatterie gab es jetzt zwei abgegrenzte Leuchtfelder rechts und links. Die markanten Plexiglasabdeckungen blieben zur Freude der Fans.

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Als optisch schärfste Version erschien 1982 die A310 GT mit extrem verbreiterten Kotflügeln sowie extra großem Front- und Heckspoiler. Nach Deutschland kam sie ein Jahr später unter dem Namen A310 S. Insgesamt entstanden bis 1984 exakt 11.616 Exemplare der A310, davon 2.340 Vierzylinder-Modelle und 9.276 Fahrzeuge mit Sechszylinder.

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