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20 Jahre Subaru WRX STI in Europa: Boxer-Legende mit Theke

Zwar gibt es den berühmten Subaru Impreza WRX STI schon seit 1994, doch erst 2001 fand der schnelle Kompakte auch nach Europa - Ein Rückblick

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Heute kennt ihn fast jedes Kind, das mit Konsolen-Rennspielen aufgewachsen ist: Sechs Rallye-Weltmeister-Titel, Rennsiege und Streckenrekorde in den verschiedensten Motorsportdisziplinen sowie über 25 Jahre Geschichte - dies sind nur ein paar der beeindruckenden Fakten über den Subaru WRX STI. Vor 20 Jahren feierte die leistungsstärkste Variante des Impreza Europapremiere auf der IAA.

Schon das legendäre Typenkürzel WRX STI (WRX steht für World Rally Cross beziehungsweise World Rally eXperimental, STI für die Motorsport-Division Subaru Tecnica International) weist auf Herkunft und Mission des vielseitig talentierten Hochleistungsathleten hin. Sein Debüt feierte er im Januar 1994 in Japan als Topmodell des kompakten Subaru Impreza.

Bereits im Vorjahr hatte er sich im Sportdress erste Sporen bei der Rallye-Weltmeisterschaft verdient und nahm nun Kurs auf den WM-Titel, der schon ein Jahr später gewonnen werden konnte. Die Straßenversion des ersten WRX STI war mit einem drehfreudigen 2,0-Liter-Turbo-Boxer ausgerüstet, der anfangs 184 kW (250 PS) leistete.

Subaru Impreza 2.0 WRX STI (Modelljahr 2004)

Subaru Impreza 2.0 WRX STI (Modelljahr 2004) Zoom

Die zweite Generation des sportlichen Impreza schaffte es im Jahr 2001 schließlich auch nach Europa - mit charakteristischen STI-Scheinwerfern und -Grill, großer Hutze auf der Motorhaube und gerne in der beliebten leuchtenden Lackierung "World Rallye Blue" kombiniert mit golden lackierten Alurädern. Der Motor dieses WRX STI leistete überzeugende 195 kW (265 PS).

Zum Modelljahr 2006 wurde die Front komplett überarbeitet, außerdem verfügte der WRX STI nun über einen Heckdiffusor, einen Zusatzflügel am hinteren Dachabschluss und endlich auch in Europa über einen aufgeladenen Vierzylinder mit 2,5 Litern Hubraum und 206 kW (280 PS).

Die Motorleistung ließ sich sogar kurzzeitig per Wassereinspritzung auf den Ladeluftkühler um drei Prozent erhöhen - eine Technik, die der WRX STI von seinen Verwandten aus dem Rallyesport geerbt hatte.

Subaru Impreza WRX STI (Modelljahr 2008)

Subaru Impreza WRX STI (Modelljahr 2008) Zoom

2008 rollte die dritte Generation des WRX STI an den Start. Und zwar mit ungewohnter Optik: Statt eines Stufenhecks zeigte der Neue ein praktisches Schrägheck mit großer Klappe. Vom zivilen Impreza unterschied sich der Supersportler für Renn- und Langstrecke lediglich durch die Logos, ausgestellte Kotflügel, den Lufteinlass für den Ladeluftkühler und große Räder.

Doch unter der Haube arbeitete ein 221 kW (300 PS) starker 2,5-Liter-Boxer, der 407 Newtonmeter Drehmoment bereitstellte und den WRX STI in nur 5,2 Sekunden von null auf 100 km/h brachte.

2010 hieß es zur Freude vieler Fans schließlich "The wing is back", als der WRX STI wieder mit Stufenheck und markant großem Heckflügel vorfuhr. Zugleich verzichtete er nun offiziell auf den bis dahin gepflegten Namenszusatz Impreza. Eine konsequente Entscheidung, denn für die meisten Kunden war der WRX STI längst eine eigenständige Modelllinie.

Die vierte und vorerst letzte Generation des Subaru WRX STI wurde 2014 eingeführt. Mit an Bord die bewährte Kombination aus leistungsstarkem Boxermotor, Sechsgang-Schaltgetriebe und permanentem Allradantrieb sowie das weiterentwickelte Mittendifferential Multi-Mode DCCD (Driver's Control Center Differential) für variable Verteilung des Antriebsmoments auf Vorder- und Hinterachse.

20 Jahre Subaru WRX STI und Impreza WRX STI

20 Jahre Subaru WRX STI und Impreza WRX STI Zoom

Aufgrund der zunehmend strengeren Emissionsvorschriften wurde die Produktion des WRX STI für den europäischen Markt im Frühsommer 2018 eingestellt. In den Herzen aller Rallyefans sowie den unterschiedlichsten Rennserien auf Asphalt und Schotter lebt der Mythos WRX STI aber nach wie vor weiter.

Dreimal in Folge erringt Subaru mit dem Impreza die Rallye-Weltmeisterschaft und weitere drei WRC-Titel erzielt man in der Fahrerwertung. Hinzu kommen fast unzählige nationale Meistertitel, in Deutschland erkämpft Rallye-Idol Armin Kremer ab 1998 gleich mehrere Meisterschaften mit dem lange Zeit fast unbezwingbaren Impreza WRC.

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Auch auf der Nürburgring-Nordschleife brennt der Allradler im Jahr 2010 mit 7:55 Minuten eine Rekordzeit für Viertürer in den Asphalt. Sonderserien wie der Impreza S202 STI setzen mit typischem Boxer-Grummeln sogar bis zu 235 kW (320 PS) frei.

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