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VLN: Erneut Abbruch, Sieg für Manthey-Porsche

Regen sorgte beim 37. DMV 4-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring für einen Abbruch - Der Sieg beim zweiten VLN-Lauf ging an Marc Lieb und Jochen Krumbach

(Motorsport-Total.com) - Beim zweiten Saisonrennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife spielte erneut das berühmt berüchtigte Eifel-Wetter eine große Rolle. Wie auch schon beim Saisonauftakt musste das Rennen vorzeitig abgebrochen werden. Kurz vor Ablauf der vier Stunden entschied sich die Rennleitung dazu, den Lauf aus Sicherheitsgründen abzubrechen, weil es in einigen Abschnitten stark zu Regnen begann.

Jochen Krumbach, Romain Dumas

Marc Lieb und Jochen Krumbach haben im Porsche 911 GT3 gewonnen

Der Sieg ging nach 24 Runden an das Manthey-Team. Marc Lieb und Jochen Krumbach hatten einen Stopp weniger absolviert und gewannen das 37. DMV 4-Stunden-Rennen. Das Podest wurde von der Schubert-Mannschaft komplettiert. Claudia Hürtgen, Dominik Schwager und Dirk Adorf wurden Zweiter, gefolgt von Uwe Alzen und Nico Bastian.

Von der Pole-Position aus übernahm Jens Klingmann (Vita4One BMW) die Führung, gefolgt von Marcel Fässler (Phoenix-Audi), Christian Hohenadel (Raeder Audi) und Peter Dumbreck (Falken Porsche). Lieb (Manthey-Porsche) übernahm nach den ersten Kurven den vierten Platz von Peter Dumbreck (Falken-Porsche). Pech hatten Kratz/Schettler/Kranenberg, deren Audi TT RS bereits in der Aufwärmrunde im Grand-Prix-Abschnitt liegenblieb. Auch die beiden BMW mit den Startnummern 515 und 250 bogen früh an die Box ab.

Es entwickelte sich auf der einen Seite ein turbulentes Rennen, auf der anderen Site ging es an der Spitze spannend zu. Am Ende der ersten Runde lag weiterhin Klingmann in Führung. Drei Sekunden nach dem Deutschen kam Alzen über die Linie, dicht gefolgt von Lieb. Obwohl es sich um ein Langstreckenrennen handelte, ging es spannend zu. Nach der zweiten Runde lagen die Top 3 innerhalb von einer Sekunde. Dumbreck folgte als Vierter und lag 15 Sekunden zurück.


Fotos: VLN: 37. DMV 4-Stunden-Rennen


Das berühmte Eifel-Wetter spielte wieder einmal eine Rolle. Aus dem Bereich Metzgesfeld wurde einsetzender Regen gemeldet. Im Feld gab es auch einige Unfälle. So standen nach einer halben Stunde der VW Scirocco mit der Startnummer 358 im Abschnitt Hedwigshöhe, die Nummer 692 (Renault Clio) in Eschbach, die 636 (Opel Manta) im Klostertal, die 312 (Honda S200) im Hatzenbach und die 421 (BMW M3) im Bereich Hallenbach.

Nach vier Runden war das Bild an der Spitze unverändert, doch Dumbreck konnte als Vierter acht Sekunden aufholen. Nicht optimal lief es für den Raeder-Audi. Hohenadel, der von Rang vier gestartet war, kam nur noch als Zehnter über die Linie. Dafür zeigten die Stuck-Brüder, die sich auf das 24-Stunden-Rennen vorbereiteten, eine Aufholjagd und kamen von Startposition 24 auf 19 nach vor. Sie fuhren einen Aston Martin Vantage GT3 des Young-Driver-Teams.

Nach fünf Runden schob sich die Spitze weiter zusammen, denn die ersten acht Autos lagen innerhalb von acht Sekunden. Die ersten regulären Boxenstopps begannen in Runde sieben. Alzen bog als Erster zum Service ab. Einen Umlauf später folgten die meisten anderen Spitzenautos. Die drei Porsche mit den Startnummern 10, 12 und 45 blieben neun Runden draußen und fuhren somit länger als die Konkurrenz.

Probleme für Vita4One

Als sich das Feld sortiert hatte, war der Vita4One BMW weit zurückgefallen. Nach der zehnten Runde war der Wagen nur noch an zehnter Stelle. Kurz darauf war das Auto in langsamer Fahrt im Bereich Schwalbenschwanz unterwegs. In der 13. Runde übernahm Asch im Falken-Porsche den dritten Rang vom Manthey-Porsche mit der Startnummer 12. Wenig später schied Asch allerdings mit abgerissener Antriebswelle aus. Dem Porsche ging es aber auch nicht besser. Eine halbe Stunde später stand der Wagen von Lietz/Tandy/Kainz brennend eingangs der Boxengasse.

Über die Distanz zeigte sich, dass Porsche länger fahren konnte. Nach 24 Runden lag Krumbach mit dem Manthey 911 und der Startnummer 10 55 Sekunden vor Hürtgen im Schubert-BMW. Beide hatten allerdings erst zwei Stopps absolviert. Alzen im zweiten Schubert Z4 lag 1:35 Minuten zurück. Der Wagen war aber bereits zweimal an der Box gewesen. Norbert Siedler (Timbuli Porsche) und Marc Basseng (Phönix Audi) folgten auf den Plätzen vier und fünf und lagen zwei Minuten zurück.

Regen sorgt für Abbruch

15 Minuten vor Ablauf der regulären Rennzeit setzte in einigen Abschnitten starker Regen ein, der in Hagel überging. Die Rennleitung entschied sich genau wie beim Saisonauftakt im Sinne der Sicherheit für den Abbruch. Die Streckenposten schwenkten die rote Flagge und die Autos kehrten in langsamer Fahrt zurück an die Box. Gewertet wurde der Stand nach 24 Runden.

Die Taktik hatte sich ausgezahlt: Krumbach durfte sich über seinen ersten VLN-Sieg freuen. "Ich bin überglücklich. Das Team war perfekt heute. Marc ist wieder sensationell gefahren. Ich bin einfach nur super happy", freut sich der Manthey-Pilot. Nordschleifen-Spezialist Lieb hat einmal mehr zugeschlagen und durfte Champagner verspritzen.

"Die letzte Runde war ziemlich kriminell, vor allem als es wieder zu regnen angefangen hat. Als ich zu Beginn gefahren bin, war eine Kurve trocken und die nächste wieder nass", beschreibt Lieb. "Es war wahrscheinlich die richtige Entscheidung abzubrechen. Es macht immer wieder Spaß. Wenn man Zeit findet, dann fährt man immer wieder gerne hier."

"Heute hat es nicht soviel Spaß gemacht, weil einfach viele Unfälle passiert sind. Wir haben wieder gezeigt, dass der Porsche ein gutes Paket ist und einen guten Spritverbrauch hat. Deshalb stehen wir wieder ganz vorne." Das Podium komplettierte die Schubert-Mannschaft. Hürtgen, Adorf und Schwager wurden Zweite, gefolgt von ihren Teamkollegen Alzen und Bastian. Die Stuck-Brüder beendeten ihre Vorbereitung auf den 24-Stunden-Klassiker an der 18. Position.

Am 28. April steht der dritte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm, wenn der 54. ADAC ACAS H&R-Cup ausgetragen wird.

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