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VLN-Boxengasse: Wie viel Stellplatz wird erlaubt?

Teil 3 von 3 zu den sportlichen Fragen, die die VLN zum Auftakt 2020 klären muss: Wie viel Fläche darf jedes Team in Anspruch nehmen?

(Motorsport-Total.com) - Die Nürburgring Langstrecken-Serie (VLN) will am 27. Juni in die Saison 2020 starten. Während das Hygienekonzept der Politik vorgelegt ist, kämpft die VLN-Führung auch auf sportlicher Seite darum, den Saisonauftakt durchzuführen.

24h Nürburgring, Fahrerlager, Paddock, Dämmerung, Sonnenuntergang

Dicht gedrängte LKW und Teamzelte wie beim 24h-Rennen darf es nicht geben Zoom

Gemeinsam mit der Teamvereinigung ILN werden momentan diverse Punkte diskutiert. Selbst wenn bei der Anzahl der Mechaniker für jedes Team eine Lösung gefunden wird, ist erst die Hälfte erreicht. Denn es geht auch darum, wie viel Fläche jedem Team zur Verfügung stehen darf.

Erklärtes Ziel der VLN ist, die Teams der Nürburgring Langstrecken-Serie auseinanderzuziehen, um das Infektionsrisiko zu mindern. Kontakt zwischen den Teams soll nicht stattfinden. Sollte ein Team jedoch eine Zeltstadt aufbauen und damit ans "Nachbargrundstück" stoßen, würden diese Ziele konterkariert werden.

In den Gesprächen zwischen ILN und VLN geht es dabei um die Art und die Größe der Zelte, die erlaubt werden. Die größeren Teams verfügen über Teamtrucks, an denen ein Zelt aufgespannt wird. Die kleinsten Mannschaften hingegen reisen manchmal nur mit einem Hänger an. Auch die Anzahl der Fahrzeuge pro Team spielt natürlich wieder eine Rolle.

Zuversicht auf allen Seiten: Das ist lösbar

Es gilt genau festzulegen, wie viel Fläche jedem Team zur Verfügung steht. Das Fahrerlager bietet zwar viel Platz, aber eben nicht unendlich viel. Die Flächenzuweisungen des 24-Stunden-Rennens im Fahrerlager zu nutzen, ist nicht umsetzbar, da die Trucks und Zelte dort direkt aneinander stehen und keine Boxenstopps im Fahrerlager stattfinden.

VLN, Boxengasse auf Start-/Zielgerade

Als das neue Boxengebäude errichtet wurde, musste die VLN schon einmal die Boxen verlegen Zoom

Das Equipment dafür muss ebenfalls eingerechnet werden. Dazu zählt insbesondere die pneumatische Versorgung zum Aufbocken der Fahrzeuge und für die Schlagschrauber. Aber auch Ausrüstung der Fahrer wie Helme, die normalerweise in der Box aufbewahrt werden. Ganz zu schweigen von den Datenauswertungscomputern der GT3-Ingenieure.

Letztlich muss auch der Informationstransfer zu den Open-Air-Boxen gewährleistet sein. An diesem Punkt scheiterte übrigens die Überlegung, den gesamten Grand-Prix-Kurs zur Boxengasse zu erklären.

Im Fahrerlager selbst gibt es eine Lautsprecher-Infrastruktur, was einiges erleichtert. Es ist jedoch fraglich, ob bei Schlagschrauber-Geratter und Speedlimiter-Geknatter der Fahrzeuge alle Infos über dieses System ankommen.

Letztlich sind beide Seiten zuversichtlich, bis zum geplanten Auftakt am 27. Juni für alle Fragen dieser Artikelreihe eine Lösung zu finden. Dabei hilft auch, dass VLN und ILN in diesem Fall an einem Strang ziehen. Das erklärte Ziel bleibt für alle, im Sommer wieder Motorsport in der Eifel zu ermöglichen.

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