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William Byron: Vom Sim-Racer zum NASCAR-Champion

William Byron hat einen beeindruckenden Weg in den NASCAR-Cup hingelegt - Der 21-Jährige schaffte es vom Sim-Racer zum NASCAR-Xfinity-Champion

(Motorsport-Total.com) - Im Jahr 2017 gelang William Byron das Kunststück, als Rookie die NASCAR-Xfinity-Serie zu gewinnen. In der Saison 2018 stieg er in das NASCAR-Oberhaus auf, wo der die legendäre Startnummer 24 von Hendrick Motorsports übernahm, die der viermalige Champion Jeff Gordon geprägt hat. In seiner ersten Cup-Saison sicherte er sich sofort den Titel "Rookie of the Year". Seine Wurzeln hat der Rennfahrer aus Charlotte im Sim-Racing.

William Byron

William Byron ist in seiner Karriere schnell in den NASCAR-Cup geklettert Zoom

Weil er als Kind bereits früh vom Motorsportvirus infiziert wurde, startete Byron seine Karriere mit der PC-Simulation iRacing, die als eine der realistischsten auf dem Markt gilt. Er erzielte online gleich mehrere Siege und zahlreiche Top-5-Ergebnisse. Erst im Jahr 2012 versuchte sich das Talent in einem echten Rennauto und das mit Erfolg. Er nahm an Legends- und Late-Model-Rennen teil und gewann in seinem ersten Jahr sage und schreibe 33 Rennen.

"Ein Fahrer kann wirklich eine Menge von iRacing lernen", sagt Byron gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Natürlich ist ein echtes Auto etwas völlig anderes. Es ist aber ein guter Start, weil man sich dort Ziele setzen kann. Es hat mir in meiner Karriere sehr geholfen und ohne iRacing wäre ich nicht der Fahrer, der ich heute bin." In realen Autos zu starten, sei aber eine "völlig neue Herausforderung" gewesen. Jedoch würde Byron Sim-Racing als gute Grundlage für junge Fahrer ansehen."

Die Karriere des Youngsters

Im Jahr 2015 wechselte Byron dann in die NASCAR Pro Series, wo er für HScott an den Start ging. Für das Team von Dale Earnhardt Jr. fuhr er parallel weiter Late-Model-Rennen. In der NASCAR Pro Series East gewann Byron vier Rennen und krönte sich zum Champion der Serie. Folgerichtig stieg er in die Truck-Serie auf, in der er im Jahr 2016 für Kyle Busch startete und zum "Rookie of the Year" ausgezeichnet wurde.


Fotostrecke: NASCAR 2019: Übersicht Fahrer und Teams

2017 folgte die Vertragsunterschrift mit Rick Hendrick, der Byron im Team von Earnhardt Jr. in der Xfinity-Serie einsetzte. Der damals 19-Jährige setzte sich im Finale am Homestead-Miami Speedway gegen seine Konkurrenz durch und holte seinen ersten großen NASCAR-Titel. Im Jahr 2018 übernahm er die Startnummer 24 bei Hendrick Motorsports im NASCAR-Cup. Er wurde wieder "Rookie of the Year" und landete in der Gesamtwertung auf Platz 23.

"Ich bin mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden", so Byron. "Wir mussten verschiedene Herausforderungen meistern, aber wir fahren um zu gewinnen. Das ist auch die Erwartungshaltung für die Saison 2019. Wir wollen da raus gehen und ein Rennen gewinnen." Das ehemalige Auto von NASCAR-Legende Jeff Gordon zu steuern, sei für Byron eine Motivation. Jedoch würde er auch etwas Druck verspüren. "Es treibt mich an, zu versuchen, mir in diesem Auto einen Namen zu machen und die Tradition der 24 weiterzuführen", sagt er.

Ausblick auf die Saison 2019

Für die Saison 2019 hat Hendrick bereits eine signifikante Änderung vorgenommen. Chad Knaus, der Crewchief, der mit Jimmie Johnson sieben Titel gewonnen hat, wird in diesem Jahr mit Byron zusammenarbeiten und die Strippen am Kommandostand ziehen. "Der Unterschied wird seine Expertise und sein Wissen sein", erklärt Byron. "Er ist sehr motiviert, das zu machen und das ist großartig."

William Byron

William Byron steuert im NASCAR-Cup die legendäre Startnummer 24 Zoom

Jedoch sei das gesamte Team gerade in einem Umbruch. Byron sagt: "Wir haben gute, junge Leute in unseren Reihen und sie sind heiß darauf, eine Chance zu bekommen und Rennen zu gewinnen. Das Team ist ganz frisch und Chads Erfahrung wird uns langfristig sicher helfen." Der Youngster freue sich bereits auf die Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Crewchief.

In der Saison 2018 hatte Chevrolet den neuen Camaro im Cup eingeführt und damit einige Probleme gehabt. Es wirkte so, als hätte der Hersteller nicht mit der Konkurrenz von Ford und Toyota mithalten können. Für die Saison 2019 verspricht Byron Besserung: "Für uns war es vergangenes Jahr ein Kampf, das Auto zu verbessern und herauszufinden, was wir tun müssen, um wettbewerbsfähig zu werden. Während der Saison haben wir es aber geschafft, die Lücke zu schließen."

Der 21-Jährige glaubt, dass die Entwicklung im Jahr 2019 voranschreiten und Chevrolet es schaffen wird, wieder vorne anzugreifen. Er sagt: "Mit dem neuen Regelpaket haben wir die Möglichkeit, das Auto an die neuen Regeln anzupassen, das könnte uns helfen. Wir haben jetzt eine viel bessere Idee davon, was wir tun müssen, um wettbewerbsfähig zu sein. Ich hoffe, dass die Probleme Vergangenheit sind und wir wieder mithalten können."

Die erste Herausforderung ist das Daytona 500 am 17. Februar 2019. Die NASCAR-Saison startet traditionell mit dem wichtigsten Rennen der Saison am Daytona International Speedway, dem sogenannten "Great American Race", das jährlich von weit über 100.000 Zuschauern besucht wird. Im vergangenen Jahr gewann Austin Dillon das Rennen - in einem Chevrolet Camaro.

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