NASCAR Sonoma: Triumph für Kyle Larson - Riesenpech für Martin Truex Jr.

Während Kyle Larson seinen zweiten Sonoma-Sieg einfährt, geht dem viermaligen Sonoma-Sieger Martin Truex Jr. auf den letzten Metern der Sprit aus

(Motorsport-Total.com) - Auf dem Sonoma Raceway, der kürzlich einen komplett neuen Asphalt erhalten hat, ist am Sonntag das zweite von fünf Rundkurs-Rennen der NASCAR Cup-Saison 2024 mit Sieg für Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) zu Ende gegangen. (Fotos: NASCAR in Sonoma)

Titel-Bild zur News: Kyle Larson

Dritter Saisonsieg 2024 für Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) Zoom

Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota), der eine andere Strategie verfolgte, schien sicherer Zweiter zu werden, aber wenige Meter vor der Ziellinie war sein Tank trocken. So wurde es für ihn statt P2 nur P27 am Ende der Führungsrunde. (Ergebnis: NASCAR in Sonoma)

Von der Pole ging zum dritten Mal in dieser Saison Joey Logano (Penske-Ford) ins Rennen. Beim Start diktierte er das Tempo vor Tyler Reddick (23XI-Toyota) und Ryan Blaney (Penske-Ford). Den ersten prominenten Ausfall gab es gleich in der dritten Runde: Motorschaden am #11 Gibbs-Toyota von Denny Hamlin.

Spitzenreiter Joey Logano kam in einer frühen Gelbphase als einer von nur wenigen Fahrern zum ersten Boxenstopp. Das zahlte sich nicht aus, denn kurz nach dem Restart wurde er im Mittelfeld in ein Durcheinander verwickelt. Ricky Stenhouse (JTG-Chevrolet) und Harrison Burton (Wood-Ford) kollidierten mit Logano, woraufhin der Penske-Pilot aussichtslos zurückfiel. Ins Ziel kam Logano letztlich auf P21.

Stage-Siege für Tyler Reddick und Chris Buescher

Das erste von drei Rennsegmenten (Stage 1) wurde von Tyler Reddick gewonnen, gefolgt von Ryan Blaney und von Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet). Ein spannendes Duell zweier Teamkollegen gab es um die siebte Position: Ross Chastain fing seinen Trackhouse-Kollegen Daniel Suarez um 0,001 Sekunden ab! Damit war es Chastain, der vier Bonuspunkte kassierte und Suarez deren drei.

In Stage 2 führte Tyler Reddick bis kurz vor Schluss, kam dann aber wie so viele kurz vor der Stage-Flagge unter Grün an die Box. Es ist bei Rundkurs-Rennen eine durchaus übliche Strategie, dass man Bonuspunkte opfert, um mit Blick auf das letzte Rennsegment strategisch besser aufgestellt zu sein.

Die Folge war, dass das Stage-2-Ergebnis komplett von der eigentlichen Spitzensequenz im Rennen abwich. Chris Buescher (RFK-Ford) holte sich den Stage-2-Sieg, gefolgt von Ryan Preece (Stewart/Haas-Ford) und von Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota), der gleich in der Anfangsphase des Rennens einen Dreher im Mittelfeld hatte und daher nicht zur Spitzengruppe zählte.

Buescher vs. Truex Jr. vs. Larson im Kampf um den Sieg

Im entscheidenden dritten Rennsegment, das mit 55 Runden mit Abstand das längste war, gab es keine einzige Gelbphase. Somit bestimmten die seit Stage 1 unterschiedlichen Strategien im Feld weiterhin das Bild.

Die Gruppe derer, die in Stage 2 die Bonuspunkte eingefahren hatte, wurde von Chris Buescher angeführt. Der RFK-Pilot sowie Martin Truex Jr. und andere kamen 45 Runden vor Schluss unter Grün zum letzten Boxenstopp.

Die Gruppe derer, die in Stage 2 Bonuspunkte geopfert hatte, wurde von Kyle Larson angeführt. Der Hendrick-Pilot kam 28 Runden vor Schluss zum letzten Boxenstopp und holte anschließend mit frischen Reifen zügig auf.

Zehn Runden vor Schluss duellierten sich Buescher und Truex Jr. Seite an Seite um die Führung, während Larson genau zu diesem Zeitpunkt direkten Anschluss gefunden hatte. Zunächst schaffte es Truex Jr., an Buescher vorbeizukommen und die Spitze zu übernehmen. Noch im Verlauf derselben Runde aber hatte der viermalige Sonoma-Sieger keine Chance gegen Larson, als der sich die Führung zurückholte.

Larson gewinnt - Truex Jr. verliert P2 auf letzten Metern

Anschließend ließ Kyle Larson nichts mehr anbrennen. Er holte sich seinen dritten Saisonsieg 2024 (nach Las Vegas und Kansas City) und seinen zweiten Sonoma-Sieg (nach 2021). Martin Truex Jr. schien mit seiner anderen Strategie, die hauptsächlich dem frühen Dreher geschuldet war, auf dem Weg zum sicheren zweiten Platz. Doch auf den letzten Metern ging ihm der Sprit aus!

So staubte Michael McDowell (Front-Row-Ford), der in den letzten Runden noch Chris Buescher abfing, den zweiten Platz ab. Buescher, der es im Gegensatz zu Truex Jr. über die Linie schaffte, wurde Dritter vor Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet; 4.) und vor Ross Chastain (Trackhouse-Chevrolet; 5.).

Im Kampf um den fünften Platz gab es in der letzten Runde eine Kollision zwischen Chastain und Kyle Busch (Childress-Chevrolet). Der Trackhouse-Pilot kam davon und wurde Fünfter. Busch hingegen, der bis eine halbe Runde vor dem Ziel an fünfter Stelle gelegen hatte, wurde letztlich auf P12 gewertet.


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In die Top 10 schafften es auf P6 noch A.J. Allmendinger (Kaulig-Chevrolet), auf P7 Penske-Pilot Ryan Blaney, auf P8 der aus der ersten Reihe losgefahrene 23XI-Pilot Tyler Reddick, auf P9 Christopher Bell (Gibbs-Toyota) und auf P10 Todd Gilliland (Front-Row-Ford).

Supercars-Stars Will Brown und Cameron Waters ohne Glück

Zwei aktuelle Stars der Supercars-Serie in Australien gaben auf dem kalifornischen Rundkurs in Sonoma ihr NASCAR-Debüt.

Will Brown fuhr den auf Teilzeitbasis eingesetzten dritten Childress-Chevrolet (Startnummer 33). Im Qualifying fuhr der aktuelle Supercars-Tabellenführer den 24. Startplatz heraus. Im Freien Training war er sogar Drittschnellster gewesen. Im Rennen kämpfte Brown jedoch mit Motorproblemen. Mit drei Runden Rückstand kam er auf Platz 31 ins Ziel.

Cameron Waters erging es nicht besser. Der zweimalige Vizechampion der Supercars-Serie pilotierte bei seinem NASCAR-Debüt den auf Teilzeitbasis eingesetzten dritten RFK-Ford (Startnummer 60). Er startete von P31. Kurz nach einem der Restarts in Stage 2 wurde er in einen Zwischenfall mit mehreren Autos verwickelt. Ins Ziel kam Waters nicht, weil die Radaufhängung kollabierte.

Nächste Station: Cup-Debüt auf dem Iowa Speedway

Am kommenden Sonntag (16. Juni) gibt es im Rennkalender der höchsten NASCAR-Liga eine Premiere. Erstmals wird auf dem Iowa Speedway gefahren.

Das vor allem aus der IndyCar-Serie bekannte, kurze Oval in Newton im US-Bundesstaat Iowa tauchte in der Vergangenheit schon in den Kalendern der zweiten NASCAR-Liga (Xfinity-Serie) und dritten NASCAR-Liga (Truck-Serie) auf. Für die NASCAR-Topliga aber wird es am Wochenende das Debüt auf dem Short-Track mit einer Rundenlänge von 0,875 Meilen.

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