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NASCAR-Rodeo in Fort Worth: Harvick zieht mit Sieg ins Finale ein

Kevin Harvick gewinnt trotz Strafe das speziell zu Beginn äußerst turbulente Playoff-Rennen auf dem Texas Motor Speedway und führt Stewart/Haas-Dreifacherfolg an

(Motorsport-Total.com) - Das drittletzte Rennen der Monster Energy NASCAR Cup Series 2019 und das vorletzte in der "Round of 8" der Playoffs war am Sonntag gekennzeichnet von elf Gelbphasen.

Kevin Harvick

Vierter Saisonsieg für Kevin Harvick und der vorzeitige Finaleinzug Zoom

Während die Formel 1 gut 350 Kilometer südlich auf dem Circuit of The Americas in Austin eher unspektakulär ihren Weltmeister 2019 kürte, ging es beim sprichwörtlichen NASCAR-Rodeo auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth insbesondere im ersten Rennsegment drunter und drüber.

Als nach 334 Runden die schwarz/weiß karierte Flagge das Ende des AAA Texas 500 markierte, hatte Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford) seinen vierten Saisonsieg in der Tasche. Mit diesem hat er sich als zweiter Fahrer nach Martinsville-Sieger Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) das Ticket für das vierköpfige Finale am 17. November in Homestead gesichert.


NASCAR 2019: Fort Worth II

Die Highlights von Rennen 34 der NASCAR-Saison 2019, dem AAA Texas 500 auf dem Texas Motor Speedway!

"Diese Strecke liegt uns seit einigen Jahren richtig gut", so Harvick, der das Playoff-Rennen auf dem Texas Motor Speedway nun zum dritten Mal hintereinander gewonnen hat. Im Vorjahr allerdings wurde ihm der Sieg aufgrund eines technischen Regelverstoßes nachträglich entwertet und er musste sich das Finalticket neu erkämpfen.


Fotos: NASCAR 2019: Fort Worth II


In Harvicks Karriere in der NASCAR-Topliga ist es sein 49. Sieg. Damit liegt er nun gleichauf mit seinem Boss Tony Stewart. Für einige von Harvicks Konkurrenten im diesjährigen Titelkampf hat sich das Texas-Wochenende hingegen nicht gelohnt.

Stage 1/2: Crashs von Elliott, Hamlin & Co. - Harvick und Almirola vorn

Kevin Harvick startete von der Pole-Position. Die erste Führungsrunde musste er zwar Erik Jones (Gibbs-Toyota) überlassen. Ab dem zweiten Umlauf aber gab er das Tempo vor. Lange ging es freilich nicht gut. Das Rennen war noch keine zehn Runden alt, da sorgte Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) mit Crash in Turn 2 für die erste Gelbphase.

Nach technischem Defekt vor einer Woche in Martinsville ging Elliott ohnehin als Letzter der achtköpfigen Playoff-Tabelle ins Rennen. Mit dem erneuten Rückschlag sind für ihn die Chancen auf den Finaleinzug so gut wie dahin, es sei denn er gewinnt kommende Woche das letzte Rennen der "Round of 8".

Harvick und Jones duellierten sich beim Restart. Weil aber in Turn 3 eine Markierungstafel auf die Strecke geweht wurde, gab es sofort wieder Gelb. Einige Piloten - darunter Jones - legten einen frühen Boxenstopp ein. Harvick verzichtete und lag beim zweiten Restart vor Stewart/Haas-Teamkollege Aric Almirola. Während Harvick die Spitze hielt, mischte auch Daniel Suarez mit. Somit lagen schon früh drei Stewart/Haas-Ford in den Top 3.

Weil Harvick, Almirola, Suarez und Co. nach einem Crash von Corey LaJoie (Go-Fas-Ford) unter Gelb an der Box waren, übernahm Clint Bowyer im vierten Stewart/Haas-Ford das Kommando. Doch ein Doppel-Crash mit Brad Keselowski (Penske-Ford) und Ricky Stenhouse (Roush-Ford), die beide in Turn 4 ausrutschten, sorgte abermals für eine Gelbphase - schon die vierte in gut 50 Runden.

Gut 20 Runden vor Ende des ersten Rennsegments führte Bowyer das Feld an. Harvick holte mit frischeren Reifen stark auf, kam aber nicht vorbei. Ein zweiter Crash von LaJoie und nicht zuletzt ein Abflug von Playoff-Teilnehmer Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) schraubten die Anzahl der Gelbphasen im ersten Segment auf sechs nach oben. Hamlin kostete der wilde Ritt über das Gras letztlich mehrere Runden.

Derweil fochten Bowyer und Harvick den Kampf um den ersten Stage-Sieg des Tages unter sich aus. In der letzten Runde unter Grün ging Harvick doch noch vorbei. So war es der Titelkandidat im Stewart/Haas-Lager, der Stage 1 für sich entschied. Der nicht mehr in den Playoffs aktive Bowyer belegte P2, gefolgt von einem anderen Titelkandidaten: Ganassi-Pilot Kyle Larson.

Und in Stage 2 setzte sich Larson dann nachdrücklich in Szene. Beim Restart führten zunächst Alex Bowman und Jimmie Johnson (beide Hendrick-Chevrolet) eine 17-köpfige Gruppe an, die in der Gelbphase beim Stage-Übergang draußen geblieben war.

Johnson holte sich bei dieser Gelegenheit 40 Führungsrunden. Larson aber zeigte im bis dato längsten Green-Flag-Run des Tages den stärksten Vorwärtsdrang. Innerhalb einer Runde überholte er mal eben Harvick und Joey Logano (Penske-Ford) und stürmte vom Ende der Top 20 in Richtung Top 5 nach vorn.

Im Vergleich zu Stage 1 mit seinen sechs Gelbphasen ging es in Stage 2 wesentlich gesitteter zu. Der Rennbetrieb lief nämlich komplett unter Grün. Nachdem alle Piloten ihren Green-Flag-Stop absolviert hatten, lag Almirola ganz vorn. Er holte sich den Stage-2-Sieg vor Jones. Dahinter kam Johnson als Dritter über die Linie. Bestplatzierter der acht Titelkandidaten war Larson auf P4.

Stage 3: Abflug von Johnson - Strafe gegen Harvick

Das letzte Rennsegment begann mit Daniel Suarez an der Spitze. Er hatte in der Gelbphase beim Stage-Übergang nur nachtanken lassen und führte das Feld vor William Byron (Hendrick-Chevrolet) und dessen Teamkollege Jimmie Johnson in die zweite Hälfte des 334-Runden-Marathons.

In Runde 185 gab es erstmals seit 100 Umläufen wieder einen Zwischenfall. Es betraf Johnson, der in Turn 2 ins Übersteuern geriet. Einen Dreher konnte er zwar gerade so vermeiden. Am Ende des langen Drifts erwischte er aber die Mauer heftig genug, um aufgeben zu müssen. Somit gab es für den siebenmaligen NASCAR-Champion nach einem bis dahin vielversprechenden Rennen doch wieder einen Rückschlag.

Ein kleineren Rückschlag gab es auch für Kevin Harvick. Er fing sich in der Gelbphase für den Johnson-Abflug eine Strafe ein. Grund war ein Regelverstoß beim Boxenstopp, der Harvick ans Ende der Führungsrunde (Rang 19) zurückwarf. Beim nächsten Restart freilich rauchte es direkt wieder. Im Hinterfeld krachten David Ragan (Front-Row-Ford) und Garrett Smithley (Ware-Ford) in die Mauer.

Suarez führte einen weiteren Restart an. Dann aber übernahm Teamkollege Aric Almirola wieder das Zepter und setzte sich ab. Etwas weiter hinten arbeitete sich Harvick im dritten von vier Stewart/Haas-Ford wieder in die Top 10 nach vorn. Ein langer Green-Flag-Run kam ihm dabei äußerst gelegen.

Harvick holt sich Führung zurück und sichert sich Finaleinzug

Eine durch Dreher von Darrell Wallace (Petty-Chevrolet) ausgelöste Gelbphase brachte die Reihenfolge 90 Runden vor Schluss durcheinander. Almirola, der zuvor unter Grün gestoppt hatte, wurde aber dank seines zuvor großen Vorsprungs weiter als Spitzenreiter notiert, nachdem der Großteil des Feldes unter Gelb beim Service war.

Almirola führte beim Restart vor Suarez - bis sich Harvick endgültig von seiner Strafe zurückmeldete. Rund 80 Runden vor Schluss duellierte sich Harvick mit Almirola für einige Umläufe um die Spitze. Dann setzte er sich durch. Und nachdem knapp 30 Runden vor Schluss auch der letzte Green-Flag-Stop reibungslos geklappt hatte, brachte Harvick seinen dritten Sieg in Folge beim Playoff-Rennen auf dem Texas Motor Speedway sicher über die Linie.

Am Ende war es ein Dreifacherfolg für Stewart/Haas, denn Aric Almirola und Daniel Suarez belegten die Plätze zwei und drei. Joey Logano kam als zweitbester der acht Titelkandidaten auf P4 ins Ziel. Martinsville-Sieger Martin Truex Jr. wurde unauffälliger Sechster hinter Alex Bowman. Truex' Gibbs-Teamkollege Kyle Busch fuhr als Siebter ebenfalls in die Top 10. Gleiches gilt für Loganos Penske-Teamkollege Ryan Blaney.

Playoffs: Letzte Chance für Hamlin, Blaney, Larson, Elliott

In den Playoffs haben derzeit Kyle Busch und Joey Logano die besten Aussichten, neben Martin Truex Jr. und Kevin Harvick in die "Championship 4" einzuziehen. Im Gegenzug heißt es für Denny Hamlin, Ryan Blaney, Kyle Larson und Chase Elliott: Letzte Chance in einer Woche.


Fotostrecke: Der aktuelle Playoff-Stand im NASCAR Cup 2019

Hamlin kam nach seinem Abflug kurz vor Ende von Stage 1 letzten Endes nur auf P28 ins Ziel. Blaney wurde zwar Achter, verbuchte aber nur zwei Bonuspunkte in den ersten beiden Stages. Bei Larson war es umgekehrt. Nach Bonuspunkten für P3 und P4 in Stage 1 und 2 sah er die Zielflagge nur auf P12. Und Elliott wurde nach seinem frühen Crash gar nur auf P32 gewertet. Er weist bereits sage und schreibe 78 Punkte auf den Cut zu den Top 4 der Playoff-Tabelle auf.

Abgesehen von Truex Jr. und Harvick bleibt den insgesamt sechs Wackelkandidaten im Titelkampf jetzt noch eine Chance, ihrerseits den Einzug in den finalen Vierkampf um den NASCAR-Titel 2019 abzusichern beziehungsweise doch noch zu schaffen. Das letzte Rennen der "Round of 8" geht am kommenden Sonntag auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix über die Bühne.

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