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NASCAR-Neustart 2020: Auslosung und Umkehrung der Startaufstellung

Für die vier NASCAR Cup-Rennen im Mai - je zwei in Darlington und in Charlotte - wird die Startaufstellung auf unterschiedliche Art und Weise ermittelt

(Motorsport-Total.com) - Für die Wiederaufnahme der NASCAR Cup-Saison 2020 mit vier "Geisterrennen" innerhalb von elf Tagen im Monat Mai gelten im Zusammenhang mit der Coronakrise strikte Regeln zum Ablauf. Und auch in sportlicher Hinsicht stehen für die vier Rennen - je zwei in Darlington und in Charlotte - nun einige Details fest.

Restart in Daytona

NASCAR hat mehrere Modelle zur Ermittlung der Startaufstellung erarbeitet Zoom

Mangels Training und Qualifying wird die Startaufstellung für drei dieser vier Rennen entweder schrittweise ausgelost oder aber schrittweise umgekehrt.

Darlington 1: Dreistufige Auslosung der Startaufstellung

Für die Startaufstellung zum 400-Meilen-Rennen in Darlington, das am kommenden Sonntag (17. Mai) das NASCAR-Comeback markiert, wird es drei Auslosungsschritte innerhalb der 36 Charter-Autos geben.

Im ersten Schritt werden die Top 12 der Startaufstellung aus den Top 12 der aktuellen Owner-Wertung ausgelost. Im zweiten Schritt werden die Startpositionen 13 bis 24 aus den in der Owner-Wertung auf P13 bis P24 liegenden Autos ausgelost. Und im dritten Schritt werden die Startplätze 25 bis 36 aus den in der Owner-Wertung auf diesen Plätzen liegenden Autos ausgelost. Die Startplätze 37 bis 40 werden aufgefüllt durch Autos ohne Charter, also welche, die nur eine Teilzeitsaison fahren.

Eine ausgeloste Startaufstellung ist in der NASCAR-Szene nichts grundsätzlich Neues. Beim nicht zur Meisterschaft zählenden Busch Clash in Daytona, das traditionell dem Daytona 500 vorausgeht, bedient man sich der Lospraktik seit Jahren. Aufgrund der besonderen Umstände der Coronakrise nutzt man diese Praktik nun auch für einen Meisterschaftslauf.

Darlington 2: "Umgekehrte" Startaufstellung auf Basis Darlington 1

Die Owner-Wertung wird aber nur beim direkt anstehenden Rennen am 17. Mai für die Auslosung herangezogen. Für das 500-Kilometer-Rennen in Darlington, das für den kommenden Mittwoch (20. Mai) angesetzt ist, wird die Startaufstellung nicht mehr per Los bestimmt.

NASCAR-Spotter am Darlington Raceway

In Darlintgon wird am 17. Mai (Sonntag) und am 20. Mai (Mittwoch) gefahren Zoom

Stattdessen zieht man für das zweite Darlington-Rennen das Rennergebnis des ersten Darlington-Rennens heran und kehrt die Startaufstellung in zwei Stufen um. So werden die Top 20 am 20. Mai in umgekehrter Reifenfolge der Top 20 des Rennergebnisses vom 17. Mai starten. Und die Startplätze 21 bis (maximal) 40 entsprechen am 20. Mai der exakten Reihenfolge dieser Positionen aus dem Rennergebnis vom 17. Mai.

Diese zweistufige Startaufstellung mit Umkehrung der Top 20 wird auch am 27. Mai beim zweiten Charlotte-Rennen angewandt, wobei in diesem Fall das Rennergebnis des ersten Charlotte-Rennens (Coca-Cola 600 am 24. Mai) herangezogen wird.

Wenn kein Qualifying: Stufenmodell soll Schule machen

Mit diesen stufenweisen Auslosungen beziehungsweise Umkehrungen der Startaufstellung wird einerseits eine gewisse Abwechslung erreicht, andererseits aber eine komplett "verdrehte" Startaufstellung verhindert.

Im Falle von Darlington 1 kommt das aktuell auf P25 der Owner-Wertung liegende Fahrzeug gar nicht für einen Top-24- oder gar Top-12-Startplatz in Frage kommt. Im Falle von Darlington 2 und Charlotte 2 startet der Sieger von Darlington 1 beziehungsweise Charlotte 1 von P12 und somit immerhin aus den ersten sechs Reihen.

Charlotte Motor Speedway

In Charlotte gibt es zumindest für eines der beiden Rennen ein Qualifying Zoom

Am Prozedere der stufenweisen Ermittlung der Startaufstellung will NASCAR auch für Rennen über den Monat Mai hinaus festhalten. Denn dass es keine Trainings oder Qualifyings gibt, wird - mit Ausnahme des Coca-Cola 600 - bis auf Weiteres die Regel und nicht die Ausnahme sein.

Lediglich beim Coca-Cola 600 (Charlotte 1) wird es zur Ermittlung der Startaufstellung ein Qualifying in Form eines Einzelzeitfahrens geben. Dieses findet direkt am Renntag statt, denn für alle Cup-Events in naher Zukunft gilt, dass es sich um Eintagesveranstaltungen ohne Vor-Ort-Zuschauer handelt.

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