NASCAR Martinsville: William Byron führt Hendrick-Dreifacherfolg bei Jubiläum an

Beim 40-jährigen Jubiläum des ersten Sieges für das Team von Rick Hendrick liegen in Abwesenheit des Chefs drei seiner vier Fahrer ganz vorn - Jubiläum auch bei Penske

(Motorsport-Total.com) - Bei strahlendem Sonnenschein ist auf dem Martinsville Speedway am Sonntag das achte von 36 Rennen der NASCAR Cup-Saison 2024 über die Bühne gegangen. Und einmal mehr schien die Sonne für das Team von Rick Hendrick am hellsten. (Fotos: NASCAR in Martinsville)

Titel-Bild zur News: William Byron

Dritter Saisonsieg 2024 für William Byron (Hendrick-Chevrolet) Zoom

Zum bereits 29. Mal triumphierte ein Fahrer seines Teams auf dem ultrakurzen Oval. Diesmal aber war es ein ganz besonderer Triumph. Der Sieg ging an William Byron (Hendrick-Chevrolet) gefolgt von seinen Teamkollegen Kyle Larson und Chase Elliott auf P2 und P3. (Ergebnis: NASCAR in Martinsville)

Entschieden wurde das Rennen erst in der Verlängerung (Overtime) nach 415 statt der ursprünglich geplanten 400 Runden. Der schärfte Konkurrent der Hendrick-Truppe aber nahm sich mit einem Boxenstopp in der letzten Gelbphase selber aus der Entscheidung.

Vier rubinrote Sonderdesigns bei Hendrick

In Erinnerung daran, dass das Martinsville-Frühjahrsrennen vor 40 Jahren jenes Rennen war, bei dem Geoff Bodine den ersten Sieg für das Team von Rick Hendrick (damals All-Star Racing) erzielte, fuhren am Sonntag alle vier Hendrick-Chevrolet in einem Sonderdesign in Rubinrot.

Offiziell als Hendrick Motorsports firmiert der Rennstall seit 1985, aber ohne Bodines Premierensieg im April 1984 in Martinsville hätte es Hendrick Motorsports wohl nie gegeben. Übrigens: Teambesitzer Rick Hendrick war aufgrund einer kürzlich erfolgten Knieoperation beim Jubiläum am Sonntag ausnahmsweise nicht an der Strecke vor Ort.

Nachdem Geoff Bodine gemeinsam mit Jeff Gordon das Kommando zum Starten der Motoren gegeben hatte, startete Hendrick-Pilot Kyle Larson wie schon am vergangenen Wochenende in Richmond wieder von der Pole. Im Q2-Segment des Qualifyings am Samstag war Larson diesmal ganze 0,001 Sekunden schneller als Bubba Wallace (23XI-Toyota).

Beim Start des Rennens am Sonntag riss Larson im rubinroten #5 Hendrick-Chevrolet sofort das Zepter an sich, Wallace reihte sich als Zweiter ein. Und an dieser Reihenfolge änderte sich im gesamten ersten Rennsegment nichts.

Stage-Siege für Kyle Larson und Denny Hamlin

Eben dieses erste Rennsegment (Stage 1) umfasste 80 Runden, die komplett unter Grün abliefen. Kyle Larson hatte bei der ersten Stage-Flagge die Nase knapp vor Bubba Wallace. Als Dritter kam Chase Elliott über die Linie. Den größten Vorwärtsdrang zeigte William Byron in einem weiteren der vier rubinroten Hendrick-Chevrolet. Er fuhr innerhalb der ersten 80 Runden vom 18. Startplatz bis auf die achte Position nach vorn.


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Das zweite Rennsegment (Stage 2) umfasste 100 Runden. Angeführt wurde es zu Beginn von Joey Logano (Penske-Ford), der in der Stage-Caution nur zwei statt vier neue Reifen hatte aufziehen lassen. Während es für Hendrick das 40-jährige Jubiläum des so wichtigen ersten Sieges war, so knackte Penske am Sonntag über alle Rennserien gerechnet die Marke von 6.000 Starts. Und bei diesem Jubiläum hielt sich Penske-Pilot Logano trotz seines Reifennachteils lange Zeit in Führung.

Erst in der 169. Runde wurde Logano als Spitzenreiter abgelöst, und zwar von Denny Hamlin (Gibbs-Toyota). Als nach 180 Runden die Stage-2-Flagge gezeigt wurde, hatte Hamlin die Nase vor Bubba Wallace und Kyle Larson. Logano aber schaffte es tatsächlich, auf den 100 Runden von Stage 2 mit seinen zwei Uralt-Reifen (linke Fahrzeugseite) nur vier Positionen einzubüßen.

Duell Hamlin vs. Elliott, aber Byron mit bester Strategie

Die übrigen Runden entfielen auf das letzte Rennsegment (Stage 3). Zurückzulegen waren zu diesem Zeitpunkt nur noch 220 Umläufe, denn die Distanz beim Martinsville-Frühjahrsrennen wurde schon vor zwei Jahren von 500 auf 400 Runden reduziert. Zu Beginn des Rennbetriebs von Stage 3 führte Chase Elliott, obwohl Denny Hamlin die Spitze beim routinemäßigen Boxenstopp in der Stage-Caution behalten hatte.

Elliott aber gewann den Restart und verbuchte anschließend seine ersten Führungsrunden des Tages. Der Fahrer im rubinroten #9 Hendrick-Chevrolet führte das Rennen bis in die 258. Runde an, bevor es Gibbs-Pilot Denny Hamlin - nach mehreren Runden Seite an Seite mit Elliott - schließlich gelang, sich die Spitzenposition zurückzuholen.

Der nächste Boxenstopp-Durchgang wurde rund 100 Runden vor Schluss unter Grün eingelegt. Dabei holte sich Chase Elliott im Duell gegen Denny Hamlin die Position zurück, weil Hamlin als Spitzenreiter einen Tick zu lange auf der Strecke geblieben war und damit Zeit verloren hatte.

Größter Profiteur war im Gegenzug derjenige, der den Green-Flag-Stop zuerst eingelegt hatte. Es war William Byron im rubinroten #24 Hendrick-Chevrolet. Wie knapp es dabei zuging zeigt die Tatsache, dass Byron, Elliott, Hamlin nicht etwa durch dutzende Runden getrennt, sondern in drei direkt aufeinanderfolgenden Runden an die Box gekommen waren.

Fakt ist: 90 Runden vor Schluss zog Byron an Elliott vorbei und war damit virtuell der Spitzenreiter im Rennen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er noch einige vor sich, die ihren Green-Flag-Stop noch vor sich hatten. Als auch diese Piloten entweder an der Box waren oder aber durchgereicht wurden, führte Byron ab 75 Runden vor Schluss nicht nur virtuell, sondern auch tatsächlich das Rennen an.

Späte Gelbphase sorgt für Verlängerung um 15 Runden

Und: Ab 75 Runden vor Schluss hatte Hendrick Motorsports mit William Byron, Chase Elliott, Kyle Larson die Top 3 komplett besetzt. Erster Verfolger war Gibbs-Speerspitze Denny Hamlin. Als es schon so aussah, als würde es in dieser Reihenfolge ins Ziel gehen, gab es in der vorletzten Runde noch einmal Gelb. Grund war ein Crash von John Hunter Nemechek (Legacy-Toyota). Beim Anbremsen von Turn 3 hatte es vorne rechts ein Bremsproblem gegeben.

So ging das Rennen nicht über 400 Runden, sondern es ging in die Verlängerung. Die Top 3 - Byron, Elliott, Larson - blieben auf der Strecke. Der an vierter Stelle fahrende Denny Hamlin war der erste derjenigen, die in der Gelbphase vor dem Overtime-Restart zum Reifenwechsel an die Box kamen. Das sollte sich als die falsche Strategie herausstellen. Hamlin beendete das Rennen außerhalb der Top 10 auf P11.

Beim Overtime-Restart führte William Byron des Feld auf der Innenbahn an. Außen neben sich hatte er Chase Elliott. Der versuchte zwar alles, an Byron vorbeizukommen, schaffte es aber nicht. Im Gegenteil: In der letzten Runde übernahm Kyle Larson die zweite Position von Elliott, der letztlich Dritter wurde. So wurde es für Hendrick beim Jubiläum doch noch ein Dreifacherfolg. Der vierte Hendrick-Pilot - Alex Bowman - kam auf P8 ins Ziel.

Indes wurde es für Penske beim Jubiläum "nur" P5 (Ryan Blaney), P6 (Joey Logano) und P23 (Austin Cindric). Und: Nach jetzt acht von 36 Saisonrennen steht Chevrolet mit dem bewährten Camaro bei fünf Siegen, Toyota steht mit dem für dieses Jahr überarbeiteten Camry bei drei.

Hingegen wartet Ford mit dem für 2024 überarbeiteten Mustang noch immer auf den ersten Saisonsieg. Dazu sei allerdings gesagt, dass beim packenden Three-Wide-Fotofinish in Atlanta gerade mal 0,003 Sekunden auf einen Ford-Sieg fehlten.

Am kommenden Sonntag (14. April) wird auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth gefahren. Dabei tritt Jimmie Johnson zum zweiten Mal in dieser Saison im dritten Legacy-Toyota (Startnummer 84) an.

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