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NASCAR Chicago: Paul Menard mit erster Pole seit 2008

Paul Menard erobert auf dem Chicagoland Speedway seine erste NASCAR-Pole seit zehn Jahren - Große Namen verpassen Q3-Einzug

(Motorsport-Total.com) - So früh wie nie zuvor gastiert die NASCAR-Topliga in diesem Jahr auf dem Chicagoland Speedway. Nachdem das 1,5-Meilen-Oval im Chicago-Vorort Joliet in den Jahren 2001 bis 2010 jeweils Mitte Juli angesteuert wurde, war es in den Jahren 2011 bis 2017 jeweils Mitte September der Austragungsort für den Playoff-Auftakt.

Paul Menard

Paul Menard im Wood-Ford fuhr erstmals seit Juli 2008 in Daytona auf die Pole Zoom

In diesem Jahr fällt der NASCAR-Tross bereits Ende Juni über Chicago herein. Das Overton's 400 am Sonntag ist das 17. von insgesamt 36 Rennen zur Monster Energy NASCAR Cup Series und das vorletzte auf einem 1,5-Meilen-Oval, bevor die Playoffs Mitte September diesmal in Las Vegas beginnen.

Neben dem Termin ist am Chicagoland Speedway an diesem Wochenende auch der Zeitplan neu. Am Freitag war die NASCAR-Topliga gar nicht auf der Strecke. Am Samstag standen zunächst zwei Freie Trainings an, bevor es am frühen Abend ins dreigeteilte Qualifying ging.

Menard nach zehn Jahren wieder auf Pole

Die Pole-Position hat sich Paul Menard (Wood-Ford) mit einer Q3-Rundenzeit von 29,998 Sekunden (180,012 Meilen pro Stunde) erfahren. Damit war Menard zwar deutlich langsamer als Joey Loganos Streckenrekord (28,509 Sekunden) aus dem Jahr 2013. Seine erste Pole-Position seit der Saison 2008 hat der Fahrer der Wood Brothers damit aber durchaus überraschend eingefahren.

"In Q2 hatte ich etwas zu viel Übersteuern, aber dank einer kleinen Änderung hat es in Q3 gepasst", so Menard, für den es erst die zweite Pole-Position seiner Cup-Karreire und die erste seit zehn Jahren ist. Seine Premieren-Pole hatte er einst im Juli 2008 in Daytona eingefahren. Damals fuhr er noch für Dale Earnhardt Inc. (DEI).

Seinen bislang einzigen Sieg fuhr Menard in der Saison 2011 beim Brickyard 400 in Indianapolis für Richard Childress Racing ein. Von der Pole-Position schickt er sich nun am Sonntag an, den insgesamt 100. Sieg in der Teamgeschichte von Wood Brothers Racing zu erringen.


Fotos: NASCAR 2018: Chicago


Erster Verfolger von Polesitter Menard war dessen Vorgänger im Team der Wood Brothers: Ryan Blaney fuhr seinen #12 Penske-Ford mit einem Rückstand von 0,022 Sekunden auf den zweiten Startplatz. Damit behielt er die Oberhand gegenüber Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet; 3.) und Denny Hamlin (Gibbs-Toyota; 4.), die gemeinsam aus der zweiten Reihe starten. In der dritten Reihe nehmen die Stewart/Haas-Teamkollegen Kurt Busch und Clint Bowyer Aufstellung.

Mit Übersteuern: Große Namen verpassen Q3-Einzug

Kyle Larson, der eine Stunde vor Beginn des Qualifyings noch das Xfinity-Rennen vom letzten Startplatz kommend gewonnen hatte, war einer derjenigen, die mit zu viel Übersteuern an der Q3-Hürde scheiterten. Larson qualifizierte sich mit seinem Ganassi-Chevrolet nur für Startplatz 20.

Doch Larson war alles andere als der einzige Mitfavorit, für den in Q2 Endstation war. Auch Kevin Harvick (Stewart/Haas-Ford), und Kyle Busch (Gibbs-Toyota), die es im bisherigen Saisonverlauf auf zusammengerechnet neun Siege gebracht haben, schafften den Einzug ins zwölfköpfige letzte Segment nicht. Sie starten am Sonntag von Position 13 (Harvick) beziehungsweise 18 (Busch).

Schon in Q1 mussten allen voran Trevor Bayne (Roush-Ford; 25.) und Darrell "Bubba" Wallace (Petty-Chevrolet; 26.) die Segel streichen.

Für alle 39 anwesenden Piloten geht es nun ohne weiteres Training direkt ins Rennen am Sonntag. Der Start zum Overton's 400 erfolgt dann gegen 20:30 Uhr MESZ. Die Renndistanz beträgt 267 Runden. Die Stages werden anhand des Schemas 80-80-107 Runden eingeteilt.

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