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Matt Kenseth: NASCAR-Abschied mit Dale Earnhardt Jr.

2000 parallel als Rookies angetreten, nun gemeinsam in den NASCAR-Ruhestand: Matt Kenseth mit Parallelen, aber auch Unterschieden zu Dale Earnhardt Jr.

(Motorsport-Total.com) - Dale Earnhardt Jr. ist nicht der einzige Fahrer, der am Sonntag zum letzten Mal ins Cockpit eines Autos aus der höchsten NASCAR-Liga klettert. Neben "Junior", dessen Karriere nach 18 Jahren als Vollzeitfahrer auf dieser Bühne zu Ende geht, gibt beim Ford EcoBoost 400 in Homestead auch Matt Kenseth seine Abschiedsvorstellung. Zudem ist es für Danica Patrick das letzte Rennen ihrer letzten Saison als Vollzeitfahrerin. Sie wird im Februar 2018 beim Daytona 500 letztmals in ein NASCAR-Cockpit klettern.

Dale Earnhardt Jun., Matt Kenseth

Beim Abschied im Retro-Look unterwegs: Matt Kenseth und Dale Earnhardt Jr. Zoom

Im Unterschied zu Earnhardt Jr. ist Kenseths NASCAR-Abschied an diesem Wochenende kein freiwilliger. Dass er das Cockpit des #20 Gibbs-Toyota, welches er seit 2013 sein eigen nennen durfte, für die Saison 2018 verlieren wird, wurde dem 45-jährigen Kenseth bereits im Juli mitgeteilt. Der Nachfolger wurde schnell bekanntgegeben. Es ist der 21-jährige Erik Jones, der bei Joe Gibbs Racing seit Jahren zum Nachwuchsprogramm zählt und der nun nach einer erfolgreichen Rookie-Saison bei Furniture Row Racing ins A-Team von Joe Gibbs wechselt.

Indes hat Kenseth, nachdem er über die zu Ende gehende Zusammenarbeit mit Joe Gibbs informiert wurde, auch bei einem anderen Team kein Cockpit für 2018 gefunden. Deshalb sah sich der NASCAR-Champion von 2003 gezwungen, vor zwei Wochen seinen Rücktritt verlauten zu lassen. Verglichen mit Earnhardt Jr. gibt es neben der Art und Weise, wie die Entscheidung zum Abtritt getroffen wurde, noch einen anderen Unterschied.

Kenseth nämlich ist es gelungen, in seiner letzten Saison nochmals ein Rennen zu gewinnen. Der Triumph gelang dem Routinier passenderweise erst nach Bekanntgabe seines Rücktritts, nämlich am vergangenen Wochenende in Phoenix. Für Kenseth, der im September 1998 in Dover in der NASCAR-Topliga debütiert hatte, war der Phoenix-Sieg der 39. seiner Karriere. Zudem hat er es in seinen 18 Jahren als Vollzeitfahrer (die Rookie-Saison absolvierte er 2000 parallel zu Earnhardt Jr.) auf bislang 181 Top-5-Ergebnisse, 326 Top-10-Ergebnisse, 20 Pole-Positions und 11.751 Führungsrunden gebracht.


Fotos: Matt Kenseth, NASCAR-Finale in Homestead


Wie Earnhardt Jr., so ist auch Kenseth ein zweifacher Daytona-500-Sieger. Der aus dem US-Bundesstaat Wisconsin stammende dreifache (und bald vierfache) Familienvater triumphierte beim "Great American Race" in den Jahren 2009 und 2012. Beide Erfolge kamen für das Team von Jack Roush zustande, für das Kenseth 2003 auch seinen Titel gewann. Nach 13 vollen Saisons als Roush-Pilot, in denen er es auf 24 Siege gebracht hat, wechselte Kenseth zur Saison 2013 zu Joe Gibbs Racing. Dort hat er in einem Zeitraum von fünf Jahren 15 weitere Siege folgen lassen.

Das Rennen am Sonntag in Homestead wird für Kenseth das 650. werden. Und bei diesem wird er mit einem Paint-Scheme ausrücken, das an jenes angelehnt ist, mit dem die Karriere einst so richtig ins Rollen kam, nämlich in seiner Rookie-Saison 2000, in der ein Rennen und den Rookie-Titel gewann. Weil auch Earnhardt Jr., der in seiner Rookie-Saison 2000 ebenfalls ein Rennen gewann, sein letztes Rennen mit einem an damals angelehnten Paint-Scheme fährt, gibt es doch noch eine Parallele zwischen den beiden, die im NASCAR-Fahrerlager nicht zuletzt aufgrund ihrer Persönlichkeit eine Lücke hinterlassen werden.

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