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Maverick Vinales fordert: Tracklimits-Regel sollte flexibler sein

In Mugello gab es mehrere Positionsstrafen wegen Tracklimits-Verstößen - Maverick Vinales fordert einen flexibleren Umgang damit und kritisiert Kurve 5

(Motorsport-Total.com) - Die Tracklimits bleiben ein Streitthema. Am Grand-Prix-Wochenende in Italien wurden in jedem Rennen der drei WM-Klassen Strafen aufgrund entsprechender Verstöße ausgesprochen: In der Moto3 traf es Pedro Acosta und Sergio Garcia, in der Moto2 Joe Roberts und in die MotoGP Miguel Oliveira und Joan Mir.

Maverick Vinales

Maverick Vinales kritisiert die Auslegung der Tracklimits-Regel als zu hart Zoom

Da sie alle auf ihrer Schlussrunde ertappt wurden, verloren sie nachträglich je eine Option. Für eine Long-Lap-Penalty, die normalerweise bei wiederholter Missachtung der Tracklimits während eines Rennens verhängt wird, ist es in der letzten Runde zu spät. Deshalb folgt auf ein so spätes Vergehen eine Positionsstrafe.

Für Roberts rächte sich diese besonders hart, denn er verlor Platz drei und büßte damit sein erstes Podest in dieser Moto2-Saison ein. MotoGP-Pilot Maverick Vinales zeigt dafür wenig Verständnis: "Wir sollten mit den Tracklimits etwas flexibler sein. Roberts hat sich dort keinen Vorteil verschafft, er hat rein gar nichts gewonnen."

Vinales: "Aus meiner Sicht ist das zu hart"

"Man muss bedenken, dass er nicht komplett neben der Strecke war, sondern nur ein bisschen. So war es in der Vergangenheit auch schon bei Jorge Martin in der Moto2", erinnert Vinales den Grand Prix der Steiermark 2020. Martin verlor damals wegen Überschreitung der Tracklimits auf der Schlussrunde den Sieg.

Gleiches passierte Roberts jetzt in Mugello mit Platz drei. "Aus meiner Sicht ist das zu hart", findet Vinales. "Er hat das Grün minimal berührt, okay, aber das kann passieren. Es stimmt, die Regeln sind die Regeln, aber manchmal müssen wir ein bisschen flexibler sein, denn für mich hat Roberts nichts falsch gemacht."

Joe Roberts

Joe Roberts verlor durch die Strafe seinen dritten Platz an Marco Bezzecchi Zoom

Das sieht der Yamaha-Pilot auch im Fall von Oliveria und Mir so. Sie sind wie Roberts in Kurve 5 auf den Grünstreifen gekommen, doch der dürfte da aus Sicht von Vinales gar nicht sein. "Roberts fuhr über den Randstein, aber der hört dort plötzlich auf. Es war nicht neben der Strecke, er fuhr einfach geradeaus weiter."

Kritik an Grünstreifen in Kurve 5 von Mugello

"Wenn dort, wo Roberts den grünen Streifen berührte, Gras wäre, würde nichts passieren, weil er an diesem Punkt wirklich gerade ist", erklärt Vinales. "Wenn man die Strecke verlässt, während man noch aus der Kurve herausfährt, zum Beispiel in Kurve 9, ist es normal, dass man eine Verwarnung bekommt. Aber nicht in Kurve 5."

Dessen wünscht sich der MotoGP-Pilot bei Tracklimits-Vergehen eine stärkere Abwägung: "Ich denke, man muss bei dieser Art von Vorfällen flexibler sein oder eine 'Ausnahme' von der Regel machen. Hier hätte Joe Roberts auf dem Podium stehen sollen, denn er hat nichts falsch gemacht", betont Vinales nochmals.

Auch er selbst hat das strenge Tracklimits-Regime in dieser Saison schon zu spüren bekommen, als ihm in Portimao im Qualifying gleich zwei schnelle Runden gestrichen wurden. "Das hat mein Ergebnis zerstört und eigentlich wussten wir es nicht einmal. Niemand sagte: 'Du hast das Grün berührt'", erinnert er sich.

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