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Maverick Vinales: Bin im Qualifying "völlig falsch" gefahren

Maverick Vinales beendet sein erstes MotoGP-Qualifying mit Aprilia auf Platz 19 und erklärt, warum es nicht für mehr reichte - Insgesamt überwiegt aber das Positive

(Motorsport-Total.com) - Auch am Samstag setzte Maverick Vinales seine Fortschritte mit Aprilia in Aragon fort. Zwar reichte es im MotoGP-Qualifying nicht für den direkten Einzug in Q2. Mit einer persönlichen Bestzeit von 1:47.764 steigerte er sich im Vergleich zum Vortag aber erneut deutlich und sicherte sich Startplatz 19.

Maverick Vinales

Maverick Vinales konnte den Rückstand auf die Spitze weiter reduzieren Zoom

"Ich bin recht zufrieden, auch wenn ich noch viel an den Linien arbeiten muss, die ich auf der Strecke fahre, weil sie noch zu sehr von dem abweichen, was wir brauchen", räumt Vinales ein. "Im Allgemeinen habe ich ein positives Gefühl, die Zeiten waren nicht schlecht und es gibt noch viel Spielraum, um sich zu verbessern."

Gerade auf der fliegenden Runde macht sich bemerkbar, dass Vinales und die RS-GP noch nicht zu einer Einheit geworden sind: "Ich muss zugeben, dass ich bei meiner Zeitattacke völlig falsch gefahren bin. Ich bin einfach zu schnell in die Kurven hineingefahren. Ich muss die Rundenzeit auf eine andere Art und Weise machen."

Vinales: Rückstand zur Spitze deutlich reduziert

"Ich muss mich also neu orientieren und mehr Runden drehen, um zu verstehen, wie ich ein gutes Qualifying hinbekomme", spricht Vinales seine Unerfahrenheit mit dem Bike an und ergänzt: "Q1 ist nie einfach. Der Grip war nicht perfekt und es ist immer schwierig mit den wenigen Minuten, die einem zur Verfügung stehen."


Fotos: Aprilia, MotoGP: Grand Prix von Aragonien (Alcaniz), Qualifying


Zudem sei Aragon auch "nicht die einfachste Strecke" für einen solchen Neustart. "Aber das ist gut, weil man so die Realität kennt, und die Realität ist, dass ich viel an meinem Fahrstil arbeiten und das Motorrad besser kennenlernen muss." Um sich voll zu entfalten, brauche es mehr Kilometer und mehr Daten, weiß Vinales.

Doch die Richtung stimmt schon mal. "Ich habe das Wochenende mit zwei Sekunden Rückstand auf die Bestzeit begonnen. Heute lag ich unter einer Sekunde zurück. Wir kommen also näher. Morgen denke ich, dass wir einen weiteren Schritt machen werden", blickt er auf sein erstes MotoGP-Rennen mit Aprilia voraus.

Merh erwartet: Espargaro auf Startplatz sechs

Ohne ein konkretes Ziel zu nennen, äußert sich Vinales zuversichtlich: "Im FT4 bin ich mit sehr gebrauchten Reifen gefahren und habe mich wirklich gut gefühlt, was sehr positiv ist. Auch mit dem harten Reifen kam ich gut zurecht, was neu für mich war. Ich denke also, ich habe ein gutes Potenzial für das Rennen."

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro hat in Aragon die Top 5, wenn nicht sogar mehr im Visier Zoom

Ob für seinen Teamkollegen Aleix Espargaro dann auch wieder ein Podestplatz in Reichweite ist - wie in Silverstone? Von Startplatz sechs rechnet sich der Spanier durchaus Chancen aus, gibt aber zu: "Ich hatte erwartet, im Qualifying schneller zu sein. Ich weiß, dass ich nicht meine ideale Rundenzeit gefahren bin."

"Ich glaube, dass ich die Pace habe, um die Top 5 zu kämpfen", sagt Espargaro weiter. "In Silverstone war ich vielleicht etwas stärker - oder die anderen nicht so stark wie hier. In der Vergangenheit gab es hier in Aragon im ersten Teil des Rennens oft eine Gruppe aus fünf, sechs Fahrern. Wir sind bereit, dabei zu sein."

Neuer Aprilia-Motor besser in Beschleunigung

"Das ist genau, was wir brauchen, um um das Podium oder vielleicht sogar den Sieg zu kämpfen. Wir nutzen die Reifen nicht so stark ab, und das ist der Schlüssel zum Podium hier in Aragon", hält der Aprilia-Pilot fest. Vielleicht hilft ihm dabei auch der neue Motor, mit dem Espargaro am Samstag auf die Strecke ging.

"Ich würde nicht von einem wirklich neuen Motor sprechen", sagt der Spanier, aber: "Es gibt ein paar kleine Änderungen und er ist in einigen Bereichen etwas besser geworden, was mehr als willkommen ist." So lobt er vor allem einen Fortschritt in der Beschleunigung, am Topspeed müsse aber noch weiter gearbeitet werden.

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