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Dovizioso mit Kampfansage: "Von nun an viel mehr Chancen"

Andrea Dovizioso ist nicht glücklich darüber, dass Honda mit Marc Marquez derzeit das Referenzteam ist - Nach Le Mans reist der Ducati-Pilot aber mit viel Zuversicht

(Motorsport-Total.com) - Beim jüngsten MotoGP-Test in Jerez standen für Ducati-Pilot Andrea Dovizioso im Gegensatz zur Konkurrenz zwar keine neuen Teile auf dem Programm. Trotzdem nutzte der Italiener die Zeit auf dem spanischen Kurs, um weiter am Set-up seiner Desmosedici zu arbeiten, und betrieb Feintuning.

Andrea Dovizioso

In Jerez musste sich Dovizioso auch Suzuki-Pilot Rins geschlagen geben Zoom

"Im Winter hatten wir nur sechs Testtage, was nicht viel ist", erklärt Dovizioso. "Das macht es nicht einfach, alles durchzuprobieren. Nach einigen Rennen versteht man etwas mehr. Deshalb ist es wichtig, in Ruhe arbeiten zu können. Es geht um Ideen und nicht darum, das Motorrad zu verbessern."

Um auf jeder Strecke in jeder Situation reagieren zu können, brauche es eine klare Vorstellung davon, welche Auswirkungen selbst kleinste Veränderungen haben, betont der Ducati-Pilot. Er sagt: "Für uns ist es schwerer, bestimmte Aspekte zu verbessern, weil die Basis sehr gut ist, was positiv ist."

Dovizioso kommentiert neues Honda-Chassis

"Das Motorrad ist überall stark, aber die Wahrheit ist, dass es immer noch nicht genug ist. Hoffentlich gibt es in Barcelona größere Neuigkeiten, aber Ducati macht keine so langfristigen Pläne. (Michele) Pirro (Testfahrer; Anm d. R.) macht einen tollen Job und probiert viel Material", lobt Dovizioso.

Sollte sich dabei etwas Interessantes ergeben, "probieren wir es am Rennwochenende aus", versichert der Italiener. Honda ging in Jerez genau den umgekehrten Weg. Man ließ Testfahrer Stefan Bradl am Wochenende mit einem neuen Chassis fahren, das am Montag schließlich auch Marc Marquez ausprobierte.


Fotos: MotoGP-Test in Jerez


Sowohl Bradl als auch Marquez waren mit der Neuentwicklung schnell unterwegs und äußerten sich positiv. Das ist natürlich auch Dovizioso nicht entgangen: "Sicherlich ist die Tatsache, dass Honda das Referenzteam ist und dass sie weiterhin Dinge wie das neue Chassis an den Start bringen, nicht schön."

Vier verschiedene Hersteller im WM-Kampf

In Jerez war Marquez nach seinem Patzer von Austin in der Lage, einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einzufahren. Dovizioso kam auf der für Ducati ungeliebten Strecke als Vierter hinter Alex Rins (Suzuki) und Maverick Vinales (Yamaha) ins Ziel. In der WM fiel "Dovi" auf den dritten Platz zurück.

Allerdings fehlen ihm nur drei Punkte auf die Spitze. Überhaupt sind die Abstände extrem gering, was das aktuelle Kräfteverhältnis in der MotoGP widerspiegelt. Mittendrin ist nach seinem Überraschungssieg in Austin auch Rins. "Ich weiß nicht, ob ein konkurrenzfähiger Rins gut oder schlecht ist", sagt Dovizioso.

"Es gibt vier verschiedene Motorräder, die stark sind. Dabei ist der Unterschied zwischen Honda, Suzuki und Ducati recht groß. Yamaha würde ich näher bei Suzuki sehen, aber die anderen drei haben sehr verschiedene Eigenschaften. Es kann also viel passieren", prognostiziert er mit Blick auf die Saison.

Bessere Strecken für Ducati kommen noch

Jede Strecke und jeder Reifen könne den Unterschied machen, je nachdem wie gut sie zum Motorrad passen. Im Moment scheint Honda insbesondere mit Marquez das beste Gesamtpaket zu haben. Valentino Rossi (Yamaha) rechnet jedenfalls damit, dass der Spanier auf allen Strecken schnell sein wird.

Andrea Dovizioso

Dovizioso rechnet sich auf den nächsten MotoGP-Strecken mehr Chancen aus Zoom

Und Dovizioso? "Es ist schwer zu beurteilen, zu welchem Anteil Hondas Ergebnisse auf das Motorrad oder den Fahrer zurückzuführen sind", sagt er. "Ihr Motorrad unterscheidet sich vom Vorjahr. Marc sagt, dass er glücklicher ist. Sicherlich sind sie besser in Bezug auf die Leistung, aber bei der Traktion ist es anders."

Der Ducati-Pilot ist gespannt, wie sich das auf anderen Strecken niederschlagen wird. Ab Le Mans, wo das nächste MotoGP-Wochenende stattfindet, schätzt er sich selbst jedenfalls wieder stärker ein: "Von nun an denken wir, dass wir viel mehr Chancen haben. Dann werden wir sehen, wer die Nase vorn hat."

Dass es weiterhin eng sein wird, dessen ist sich Dovizioso sicher. "Ich erwarte keine Höhen oder Tiefen von Marquez, Rins, der Yamaha. Ich erwarte, dass sie immer zu den Führenden gehören werden. Aber auch wir können auf den nächsten Strecken härter angreifen", kündigt er für den Großen Preis von Frankreich an.

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