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Danilo Petrucci findet: "Es wird sich viel zu viel beschwert"

Pramac-Pilot Danilo Petrucci, selbst für seine aggressive Fahrweise bekannt, stört sich an der Diskussion über den #TermasClash und kritisiert die Beschwerdekultur

(Motorsport-Total.com) - Auch Danilo Petrucci war nach dem Großen Preis von Argentinien einiger Kritik ausgesetzt. Auf Twitter wurde der Pramac-Ducati-Fahrer gar Gegenstand eines echten Kleinkrieges. Aleix Espargaro (Aprilia) beschuldigte Petrucci, ihn auf der Strecke noch härter attackiert zu haben als Marc Marquez (Honda). Dieser war wegen mehrerer Manöver, auch an MotoGP-Star Valentino Rossi, in Ungnade gefallen und auch bestraft worden.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci lässt die Aufregung über den #TermasClash kalt Zoom

Petrucci selbst sieht die Situation gelassen: "Auf mich hat das keinen Einfluss. Aber natürlich drehen die Medien durch, wenn Marquez und Rossi involviert sind", sagt der Italiener. Im Vergleich zur Kollision zwischen Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) sieht er allerdings keinen großen Unterschied - außer eben in der Wahrnehmung.

"Ich denke, in dem Rennen ist zwischen Pedrosa und Zarco Ähnliches passiert und niemand hat darüber geredet. Der Kontakt war mehr oder weniger derselbe und das Resultat auch - ein Fahrer ist gestürzt. Ich weiß daher nicht, warum Marquez bestraft wurde und Zarco nicht", merkt Petrucci an. "Aber mir steht es nicht zu, das zu beurteilen. Die Rennleitung sollte jeden Vorfall für sich betrachten und nicht alle über einen Kamm scheren."

Für die ganze Aufregung abseits der Strecke zeigt er indes wenig Verständnis. Schließlich ginge es in der MotoGP nun einmal um Zweikämpfe und Rad-an-Rad-Duelle. "Darum lieben wir den Sport. Natürlich kann es vorkommen, dass wir mal stürzen oder uns verletzen", weiß er und räumt ein: "Ich denke, Marquez war in diesem Rennen etwas über dem Limit."


Fotos: MotoGP in Termas de Rio Hondo, Rennen


Doch jemanden öffentlich an den Pranger zu stellen, hält er für falsch. So erklärt er mit Blick auf sein eigenes Rennen: "Ich war Achter und wurde auf der letzten Runde von Hafizh Syahrin angegriffen. Dabei verlor ich zwei Positionen. Aber es war ein normaler Rennvorfall. Ich redete danach nicht auf ihn ein. Für mich ist das Rennsport. Aus diesem Grund schauen uns die Leute zu. Weil man bis zum letzten Moment nicht weiß, was passieren wird."

Das sollte man zu schätzen wissen, statt ständig etwas zu monieren. Denn manchmal scheine einfach nichts richtig zu sein. "Wir beschweren uns über jene Rennen, in denen nicht so viel überholt wird, weil das langweilig ist. Und wenn es viele Überholmanöver gibt, wird sich darüber beschwert, dass wir vorsichtiger sein sollten, dass wir alles reglementieren sollten. Für mich ist das nicht der richtige Weg", sagt Petrucci.

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