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Cal Crutchlow: Warum die Strafe für Frühstarts nicht verändert wird

Drei MotoGP-Piloten mussten in dieser Saison wegen eines Frühstarts schon durch die Boxengasse fahren - An der Strafe wird sich trotz Kritik vorerst nichts ändern

(Motorsport-Total.com) - Der Frühstart von Cal Crutchlow (LCR-Honda) in Argentinien hatte zu Beginn der MotoGP-Saison 2019 eine Debatte über den Umgang mit diesem Vergehen und vor allem die Härte der Bestrafung ausgelöst. Es stand eine mögliche Regeländerung im Raum, die aber zumindest in diesem Jahr noch nicht greifen wird.

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow wurde in Argentinien zum ersten Frühstart-Opfer der Saison Zoom

"Ich, Mir und Vinales sind zu der Übereinkunft gekommen, die Regel so zu lassen, wie sie jetzt ist. Die Regel ändert sich vielleicht nächstes Jahr, aber dieses Jahr wird sie sich nicht ändern", verriet Crutchlow bei einem der letzten Rennen.

Neben ihm waren auch Joan Mir (Suzuki) und Maverick Vinales (Yamaha) einem Frühstart zum Opfer gefallen. Wie Crutchlow in Argentinien mussten sie in Austin zur Strafe einmal durch die Boxengasse fahren. LCR-Teamchef Lucio Cecchinello hatte angeregt, diese Bestrafung für die Zukunft zu entschärfen (zur Story).

Daraufhin wurde der Sachverhalt in der Sicherheitskommission diskutiert und beschlossen, eine Regeländerung zunächst zu vertagen. Man geht also vorerst nicht dazu über, statt einer Durchfahrtsstrafe zum Beispiel die sogenannte "Long Lap Penalty" auszusprechen.

Crutchlow erklärt die Gründe: "Drei Fahrer waren bisher davon betroffen. Wenn jetzt andere Fahrer einen Frühstart haben und nur die verlängerte Runde nehmen müssen, sind sie im Vorteil gegenüber uns. Ich denke, die meisten sind sich einig, dass es fair ist, wenn es bis zum Ende des Jahres so bleibt, wie es im Moment ist."

Zwar würde auch er die "Long Lap Penalty" der Durchfahrtsstrafe vorziehen, einfach weil es weniger Zeit kostet. "Aber angenommen jemand hat den Frühstart später im Jahr und es geht um wichtige Punkte im WM-Kampf", wendet Crutchlow ein. Dann wären jene Fahrer, die ihren Frühstart vor der Regeländerung hatten, doppelt bestraft.

"Ein paar der Fahrer waren sich natürlich nicht einig, aber am Ende des Tages habe auch ich das Risiko, wieder durch die Boxengasse fahren zu müssen", sagt der Brite. "Ich denke, es war die richtige Entscheidung. Ich traf sie mit dem Team, und dann mussten auch die anderen beiden Teams befragt werden. Das war's."

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