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24h Spa 2022: Mehrere SC-Phasen spülen Rossi ins Spitzenfeld

Eine Reihe von FCY/SC-Phasen haben mehrere Fahrzeugen nach vorne gespült, darunter den WRT-Audi von Valentino Rossi - Für Lambo sieht es düster aus

(Motorsport-Total.com) - Bäumchen-wechsle-dich-Spiel an der Spitze des 24-Stunden-Rennens von Spa 2022 (hier im Livestream!): Vier Safety-Car-Phasen, die als Full-Course-Yellows begonnen hatten, haben die Reihenfolge ein wenig auf den Kopf gestellt. Für mehrere Fahrzeuge fielen die Neutralisationen günstig, unter anderem für den WRT-Audi #46 (Vervisch/N. Müller/Rossi), der in die Top 10 vorstieß. (Zwischenstand nach 6 Stunden)

Der WRT-Audi #46 ist bis in die Top 10 vorgestoßen

Der WRT-Audi #46 ist bis in die Top 10 vorgestoßen Zoom

Fast zwei Stunden lang lief das Rennen ohne Unterbrechung, dann ging es los: Der Garage-59-McLaren #188 (Chaves/Ramos/West/MacDonald) schoss den Winward-Mercedes #57 (Liebhauser/Ferrari/Auer/Ward) ins Kiesbett. Das löste die erste FCY aus. Rennleiter Alain Adam folgte seinem bisherigen Schema, an eine FCY ein SC anzuhängen.

Das alte Sprichwort "Safety-Cars breed Safety-Cars" (SC-Phasen führen zu SC-Phasen) bewahrheitete sich einmal mehr. Noch vor dem Restart hatte Jonathan Hui im HRT-Mercedes #93 (Hui/Froggatt/Cheever/Spinelli) einen Blackout, als er unter Safety-Car-Bedingungen den Herberth-Porsche #9 (Au/Tse/Pereira/Evans) von Antares Au in La Source angriff und diesen abschoss.


Fotos: 24 Stunden von Spa 2022, Rennen


Beim eigentlichen Restart kam es zu mehreren unabhängigen Kollisionen, in deren Folge der WRT-Audi #33 (de Pauw/Tomita/A. Robin/M. Robin) und der Leipert-Lamborghini #27 (Cooke/Leitch/Tutumlu Lopez/Weering) im Kies landeten, was die nächste FCY/SC-Phase auslöste.

Auch diesmal sollte es nicht regulär weitergehen. Der Beechdean-Aston-Martin #97 (Nouet/De Angelis/Pittard/Fagg) landete in Les Combes im Reifenstapel. Als die FCY ausgerufen wurde, wurde Al Faisal Al Zubair im HRT-Mercedes #777 (Schiller/Al Zubair/Jefferies/Morad) von der Bremserei überrascht und knallte volles Programm in das Heck des Allied-Porsches #91 (Latorre/Malichin/Apotheloz/Güven). Beide Fahrzeuge waren draußen.

Danach gab es für eine gute halbe Stunde Racing, bis Karim Ojjeh im Boutsen-Audi #10 (Eteki/Ojjeh/Lessennes/Leclerc) auf Dreck ausrutschte, den der ST-BMW #28 (Tan/Wittmer/Gottsacker/Oosten) auf die Piste gewirbelt hatte.

Diese FCY/SC-Phase kam einer Reihe von Fahrzeugen entgegen, die die vorige SC-Phase genutzt hatten, um den Tank aufzufüllen. Sie konnten nun unter FCY stoppen, während andere vorher unter Grün an der Box waren.

Das spülte unter anderem den GruppeM-Mercedes #55 (Engel/Grenier/Buhk), den Rowe-BMW #98 (Farfus/Yelloly/Catsburg), den WRT-Audi #46 (Vervisch/N. Müller/Rossi), den Car-Collection-Audi #11 (di Amato/Patrese/di Folco/Jean), den Garage-59-McLaren #159 (Simioni/Maldonado/Kjaergaard/Baldwin) nach vorn.

Anschließend gab es eine lange Grünphase, die dann durch eine kurze FCY (erneut durch den Audi #10 ausgelöst) ohne anschließendes Safety-Car abgelöst wurde. GruppeM rief den führenden Mercedes-AMG zu einem kurzen Stopp rein, der Iron-Lynx-Ferrari #71 (Rigon/Serra/Fuoco) machte sogar einen vollen Stopp. Viele andere Fahrzeuge blieben derweil draußen.

Der kurze Stopp erwies sich als die falsche Wahl für den Mercedes-AMG, der später mit den anderen Fahrzeugen stoppte und dadurch bis auf P12 zurückfiel. Auch der Ferrari konnte die Spitze bis zur 6-Stunden-Marke nicht halten, weil er 27 Sekunden vor Ablauf der sechsten Stunde über die Linie fuhr und in der Runde danach an die Box musste.

So wurde Nick Catsburg im Rowe-BMW #98 in der letzten Kurve vor der ersten Zieldurchfahrt nach Ablauf der sechsten Stunde an die Spitze gespült und holte die zwölf Punkte, Rigon wurde als Zweiter gewertet. Auf Platz drei liegt der ASP-Mercedes #88 (Marciello/Juncadella/Gounon) als bestes Fahrzeug, das auf der "regulären" Strategie mit Stopp vor der vierten FCY unterwegs ist.

Drei Porsche, zwei Ferrari, zwei Mercedes-AMG und je ein BMW und McLaren fuhren die Punkte nach sechs Stunden ein. Der WRT-Audi #46 rund um Valentino Rossi stieß zwischenzeitlich in die Top 3 vor, ging bei der Punktevergabe nach sechs Stunden aber leer aus, weil er kurz vorher stoppen musste.

Erwähnenswert ist die Aufholjagd des KCMG-Porsches #47 (Tandy/L.Vanthoor/Olsen), der von ganz hinten gestartet war. Das Trio hat sich bis auf Platz acht vorgefahren.

Lamborghini-Sieg sehr unwahrscheinlich geworden

Zu den Opfern der FCY/SC-Phasen gehört unter anderem der Emil-Frey-Lamborghini #63 (Aitken/Costa/Bortolotti), der in der ersten Stunde den Reifenschaden zu beklagen hatte. Zunächst noch in der Führungsrunde gelegen, kam die erste FCY zum ungünstigsten Zeitpunkt, als der Lambo gerade gestoppt hatte.

Alle anderen konnten unter Gelb stoppen und so verlor die #63 die Führungsrunde. Die weiteren SC-Phasen versuchte Emil Frey Racing verzweifelt zu Boxenstopps zu nutzen, um irgendwie Boden gutzumachen. Doch alles, was man damit erreichte, war der Verlust einer weiteren Runde.

Und auch der K-Pax-Lamborghini #6 (Pepper/Caldarelli/Mapelli) ist aus der Entscheidung raus. Nach der Strafe von Platz 30 gestartet, tauchte der Huracan nach viereinhalb Stunden sogar an der Spitze auf. Doch kaum dort angekommen, gab es einen Reifenschaden in Pouhon. Damit verlor das zweite heiße Eisen von Lamborghini ebenfalls die Führungsrunde. Auch der Toksport-Porsche #100 (Andlauer/Dienst/S. Müller) erlitt einen Reifenschaden.

Damit gibt es nur noch einen Pro-Lamborghini, der in der Führungsrunde liegt: Der Emil-Frey-Lamborghini #19 (Rougier/Roussel/Altoe) muss aber aufpassen, da der Spitzenreiter nicht mehr allzu weit von ihm entfernt ist.

Ein weiteres Pro-Fahrzeug, das aufpassen muss, nicht aus der Führungsrunde zu fallen, ist der Beechdean-Aston-Martin #95 (Martin/Sörensen/Thiim), zurückgeworfen durch eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse. Beiden Fahrzeugen würde eine baldige SC-Phase weiterhelfen.

Es befinden sich noch 26 Fahrzeuge in der Führungsrunde.

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