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24h Spa 2021: Marciello erneut auf Poleposition

Raffaele Marciello fährt für Akka-ASP und Mercedes-AMG auf die Poleposition bei den 24 Stunden von Spa 2021 - Überraschung durch McLaren

(Motorsport-Total.com) - Der Akka-ASP-Mercedes #88 (Marciello/Juncadella/Gounon) wird bei den 24 Stunden von Spa 2021 von der Poleposition aus ins Rennen gehen. Raffaele Marciello fuhr in der Superpole am Freitagabend eine Zeit von 2:17.949 Minuten. Es war die schnellste Zeit des Wochenendes und die einzige unter 2:18 Minuten. Marciello hatte schon 2020 die Pole herausgefahren. (Ergebnis Superpole 24h Spa 2021)

Daniel Juncadella, Jules Gounon, Raffaele Marciello

Raffaele Marciello holte die zweite Poleposition bei den 24h Spa in Folge Zoom

Der Italiener ließ keinen Zweifel aufkommen und fuhr schon in der ersten von zwei Runden die Bestzeit heraus. Er war als Letzter in die Session gegangen, nachdem der Mercedes-AMG nach dem regulären Qualifying am Donnerstag den schnellsten Rundendurchschnitt hatte.

"Es ist immer schön, von der Pole zu starten, auch wenn das nichts bedeutet, wie wir vergangenes Jahr gesehen haben", sagt er. "Ziel war, in die Top-5 zu kommen, um [in der Anfangsphase des Rennens] dem Verkehr am Anfang aus dem Weg zu gehen."


Fotos: 24h-Rennen Spa-Francorchamps 2021, Training & Qualifying


Die Position als letztes Fahrzeug könnte tatsächlich geholfen haben, denn kurz vor Beginn der Sitzung war ein minimaler Regenschauer runtergekommen. Zwar wurde die Strecke nicht wirklich feucht, aber das Gripniveau ließ nach. Es dauerte lange, bis die Marke von 2:18.5 Minuten geknackt wurde.

Strafe gegen Nicki Thiim wegen 0,25 Sekunden

Als Erstem gelang dies Mirko Bortolotti im FFF-Lamborghini #63 (Bortolotti/Mapelli/Caldarelli; 2.), der nach dem regulären Qualifying nur Elfter gewesen war. Bortolotti ließ es fliegen und ging mit fast drei Zehntelsekunden Vorsprung in Führung. Die 2:18.252 Minuten sollten nur noch von Marciello geknackt werden, der in einer eigenen Liga fuhr und die Pole mit 0,303 Sekunden Vorsprung holte.

"Einerseits bin ich happy. Ich habe ehrlich gesagt alles in die Waagschale geworfen. Das war das absolute Maximum. Andererseits ist es ein wenig bittersüß, nachdem ich 2016 und 2017 schon Zweiter gewesen bin. Das ist nicht der schönste Platz, aber für den Start ist die Ausgangslage großartig", sagt der Lamborghini-Werksfahrer.

Die drittbeste Zeit fuhr eigentlich Nicki Thiim im Garage59-Aston-Martin #95 (Thiim/Sörensen/Gunn; 8.). Doch der amtierende GT-Weltmeister stand schon während der Sitzung unter Beobachtung wegen eines nicht näher definierten Vergehens am Boxenausgang. Mittlerweile ist klar: Er hat die Boxengasse 0,25 Sekunden zu spät verlassen. Das gab fünf Startplätze Strafe.

Somit erbt der HRT-Mercedes #4 (Engel/Stolz/Abril) den dritten Startplatz. Maro Engel musste die zweite Runde heranziehen, nachdem er mit der ersten nur auf Platz acht landete. Er schien auf dem Weg zur Bestzeit, als er ein wenig tief in die letzte Schikane hineinbremste. "Das hat uns möglicherweise einen Platz gekostet", sagt er. Das war noch vor der Rückversetzung des Aston Martins.


Fotostrecke: Alle Polesetter der GT3-Ära bei den 24h Spa

Ab Engels Zeit (2:18.545) werden die Abstände wesentlich dichter. Ricardo Feller, der im Warm-up noch die Bestzeit markiert hatte, kam im Emil-Frey-Lamborghini #14 (Fontana/Ineichen/Feller; 4.) auf die fünfte Position, also Startplatz vier. Dieses Fahrzeug ist Topfavorit auf den Sieg im Silver Cup und könnte sogar in der Gesamtwertung ein Wörtchen mitreden.

McLaren in der dritten Reihe

In der dritten Reihe findet sich der beste BMW M6 GT3 wieder - Sheldon van der Linde wuchtete den Walkenhorst-BMW #34 (S. van der Linde/Wittmann/Pittard) auf Startplatz fünf. Die große Überraschung war aber Ben Barnicoat im Jota-McLaren #38 (Barnicoat/Wilkinson/Bell; 6.).

Er war bereits als zweites Fahrzeug in die Sitzung gegangen, bekam die erste Runde wegen Track Limits gestrichen, knallte im zweiten Anlauf aber eine Zeit von 2:18.597 Minuten hin. Damit machte der McLaren einen Platz nach dem anderen gut und lag lange Zeit an der Spitze. Am Ende reichte es zu Position sieben und Startplatz sechs.

Erst hinter dem Attempto-Audi #66 (Drudi/Mies/Marschall; 7.) und dem bestraften Garage59-Aston-Martin startet der beste Porsche von Position neun. Mathieu Jaminet brachte den GPX-Porsche #22 (Campbell/E. Bamber/Jaminet) in die Top 10. Alle Porsche 911 GT3 R hatten bislang ihre Schwierigkeiten. Der einzige andere Porsche in der Superpole, der KCMG-Porsche #47 (Martin/L. Vanthoor/Tandy; 20.) landete auf dem letzten Platz.

Der einzige Bentley Continental GT3 im Feld, der CMR-Bentley #107 (de Pauw/Jean/White/Panciatici; 12.) und die beiden Ferraris verfehlten die Top 10. Alessandro Pier Guidi stellte den Iron-Lynx-Ferrari #51 (Pier Guidi/Nielsen/Ledogar) als bester Vertreter des springenden Pferdes auf Position 13.

Bei den Track Limits wurde diesmal die umgekehrte Politik im Vergleich zum Vorjahr gefahren. Nach den kuriosen Szenen aus 2020, als die Track Limits völlig freigegeben waren, wurden diesmal zwölf der 40 Runden in der Superpole für ungültig erklärt. Alle Fahrer brachten jedoch eine saubere Runde durch.

Sämtliche Positionen ab Startplatz 21 waren schon im regulären Qualifying am Donnerstagabend bezogen worden. Das Rennen startet am Samstag um 16:30 Uhr.

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