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  • 14.03.2018 · 14:25

  • von Mario Fritzsche & David Malsher

Bald zwölf IndyCar-Vollzeitteams? Dreyer & Reinbold will

Beim Indy 500 im Mai 2018 plant Dreyer & Reinbold Racing den Einsatz zweier Autos, aber das soll nur Vorbereitung für eine Rückkehr auf Vollzeitbasis sein

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Grand Prix von St. Petersburg in Florida ist die IndyCar-Saison 2018 ist am vergangenen Wochenende spektakulär eröffnet worden.

Sage Karam

Wie 2016 & 2017: Dreyer & Reinbold beim Indy 500 wieder mit Sage Karam, aber ... Zoom

Bis zum Saisonhöhepunkt, dem Indy 500, sind es noch gut zwei Monate hin, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass es erstmals seit 2014 wieder einen klassischen Bump-Day geben könnte, um die 33 Startplätze zu vergeben. Derzeit wird für die 102. Auflage des Indy 500 mit 35 Piloten gerechnet, die sich qualifizieren wollen.

Für die Aufstockung im Vergleich zum Vollzeit-Starterfeld 2018 ist unter anderem Dreyer & Reinbold Racing verantwortlich. Das Team von Denis Reinbold plant für das Indy 500 den Einsatz zweier Dallara-Chevrolet. Sage Karam wurde bereits als Fahrer bekanntgegeben. Das zweite Cockpit dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit an J.R. Hildebrand gehen.

Indy 500 als Vorbereitung für Vollzeit-Comeback?

Während das Doppelprogramm beim Indy 500 in der Saison 2018 zunächst als einmalige Angelegenheit vorgesehen ist, plant das Team für die weitere Zukunft die Rückkehr auf Vollzeitbasis. "Eine Rückkehr zu einem Vollzeitprogramm, und sei es zunächst über den Weg eines Teilzeitprogramms, das ist etwas, was wir mit großem Interesse verfolgen", bestätigt Reinbold.

J.R. Hildebrand

... auch J.R. Hildebrand steht kurz vor einem Deal mit Dreyer & Reinbold Zoom

"Beim diesjährigen 500 zwei Autos einzusetzen, hat einen klaren Hintergrund, denn so haben wir es mit zusätzlicher Ausrüstung - Schlagschrauber, Reifen, Funkgeräte, Ersatzteile und so weiter - zu tun. Das bringt uns in die Position, künftig aufzustocken Schließlich braucht man alle diese Teile, um als Vollzeitteam funktionieren zu können", erklärt der Teamchef, dessen Rennstall einst beim IndyCar-Debüt auf Anhieb zum Sieg fuhr. Das Kunststück gelang in der Indy Racing League (IRL) beim Saisonauftakt 2000 in Orlando mit Robbie Buhl im Cockpit.

Die bislang letzte IndyCar-Saison, in der Dreyer & Reinbold auf Vollzeitbasis antrat, war 2012. Damals war Oriol Servia der Fahrer des Teams. Der Spanier übrigens ist beim Indy 500 2018 ein weiterer Pilot, der sich die Ehre gibt. Servia wurde am Rande des Saisonauftakts in St. Petersburg als dritter Indy-500-Pilot bei Rahal Letterman Lanigan Racing bekanntgeben. Der Einsatz passiert in Kooperation mit Scuderia Corsa, weshalb Servias Bolide nicht die gewohnte Rahal-Startnummer 16, sondern die aus der IMSA von Scuderia Corsa bekannte 64 tragen wird.


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Was Dreyer & Reinbold Racing betrifft, so würde ein erneutes Vollzeitprogramm bedeuten, dass es mit zwölf Vollzeitteams so viele wie seit 2013 nicht mehr geben würde. In der Saison 2017 waren es gerade mal acht Vollzeitteams gewesen. Diese Zahl ist dank des Einheits-Aerokits für 2018 auf elf angewachsen. Die Richtung stimmt also.

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