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Road Atlanta vor 20 Jahren: Unfassbarer Crash von Barbazza

Die Piloten der USCC haben einen heftigen Regenkampf beim Petit Le Mans hinter sich: Erinnerungen an den Unfall von Fabrizio Barbazza vor 20 Jahren

(Motorsport-Total.com) - In der vergangenen Nacht haben die Piloten der United-SportsCar-Championship (USCC) ihr Saisonfinale 2015 bestritten. Unter schwierigsten Bedingungen bei heftigem Regen kamen immerhin 29 von 36 gestarteten Fahrzeugen in die Wertung - viele Autos hatten jedoch teils erhebliche Beschädigungen, weil nahezu jeder Pilot einen Ausritt bei Aquaplaning zu verzeichnen hatte. Nach dem Petit Le Mans 2015, das nach rund sieben von zehn Stunden vorzeitig abgebrochen wurde, sprachen viele Fahrer von "wahnsinnigen Umständen".

Fabrizio Barbazza

Kam bei seinem schlimmen Unfall 1995 mit dem Leben davon: Fabrizio Barbazza Zoom

Man könne von großem Glück reden, dass alle Zwischenfälle auf der hügeligen Road Atlanta glimpflich ausgegangen seien, hieß es allerorten. Es wurde Erinnerungen wach an ein Rennen an gleicher Stelle vor 20 Jahren. Im April 1995 verunfallte der ehemalige Formel-1-Pilot Fabrizio Barbazza auf der Strecke in Georgia derart schwer, dass er seine Motorsportkarriere beenden musste. Im damaligen IMSA-Rennen herrschten zwar trockene Bedingungen, aber die Gefahren auf der besonderen Piste wurden mehr als deutlich.

Barbazza fuhr damals einen Ferrari 333SP von Euromotorsport Racing in der großen WSC-Klasse ("World Sport Cars"), einer Kategorie mit offenen Prototypen, die erst im Jahr zuvor in den USA eingeführt worden war. Der Italiener konnte das Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen, arbeitete sich aber trotz seines Rufes als Draufgänger souverän seinen Weg durch den dichten Verkehr mit den Autos der WSC, GTS-1 und GTS-2. Im 13. Umlauf wurde ihm jedoch ein Crash zweier Amateure zum Verhängnis.

Zwei Amateure lösen den Crash aus

Joe Cogbill und Bill Hendricks kollidierten mit ihren GTS-2-Fahrzeugen, es flogen vom linken Streckenrand zahlreiche Trümmerteile auf die Fahrbahn. Barbazza kam mit Tempo 200 km/h an der Unfallstelle an, er wollte den fliegenden Teilen ausweichen und drehte sich. Der Ferrari des Italieners blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Mit hohem Tempo krachte der Oldsmobile-WSC von Jeremy Dale anschließend ungebremst in die Seite des Barbazza-Autos.


Road Atlanta 1995: Der Barbazza-Crash

Den Zuschauern bot sich damals ein Bild des Schreckens. Der gelbe Ferrari 333SP war in zwei Teile gebrochen, der vordere Bereich samt Fahrer landete am rechten Streckenrand. Im Cockpit bewegte der schwer verletzte Barbazza zaghaft den Kopf, unterdessen war Dale wegen des harten Aufpralls mit dem Helm auf sein Lenkrad (damals gab es kein HANS) bewusstlos. Beide Piloten überlebten den Crash wie durch ein Wunder. Der damalige Rennsieger James Weaver sagte nur: "Wäre ich doch heute Morgen gar nicht erst aufgestanden!"

Nach einem Jahr in diversen Kliniken und in Rehabilitationszentren gab Barbazza gezwungenermaßen im Jahr 1996 das Ende seiner aktiven Motorsportkarriere bekannt. Es folgte eine juristische Schlacht. Die Anwälte von Barbazza verklagten die IMSA, weil sie die eigentlich Auslöser Cogbill und Hendricks eigentlich nicht hätten starten lassen dürfen. Die beiden Amateure hatten die notwendige Qualifyinghürde nicht geschafft. Dennoch wiesen die US-Gerichte den Vorwurf, die IMSA habe fahrlässig gehandelt, zurück.

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