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24h Daytona: Mazda schießt Acura ab: Castroneves außer sich

Harry Tincknell fährt nach dreieinhalb Stunden den Acura von Helio Castroneves über den Haufen - Erster Penske-ARX aus der Entscheidung raus

(Motorsport-Total.com) - Drei Stunden lang geschah bei den 24 Stunden von Daytona 2020 nicht viel, doch eine halbe Stunde später gab es den ersten Aufreger des Rennens. Und was für einen. Harry Tincknell schoss bei einer Attacke, die nie gutgehen konnte, Helio Castroneves ab. Es ging um die vierte Position.

Alexander Rossi

Helio Castroneves konnte es nicht fassen: Abgeschossen nach dreieinhalb Stunden Zoom

Der Penske-Acura #7 (R. Taylor/Castroneves/Rossi) ist aus der Entscheidung raus. Die Reparatur dauerte etwa eine halbe Stunde. Es geht für das Trio nur noch darum, anzukommen und Punkte für die IMSA SportsCar Championship 2020 zu sammeln. 23 Runden Rückstand hat sich der Acura ARX-05 eingehandelt.

Der Joest-Mazda #55 (Bomarito/Tincknell/Hunter-Reay) musste ebenfalls zu einem kurzen Reparaturstopp reinkommen und erhielt obendrein eine Durchfahrtsstrafe. Tincknell ist nun nach jedem Stopp des führenden Joest-Mazdas #77 (Jarvis/Nunez/Pla) in der Führungsrunde und fällt bei einem eigenen wieder heraus. Bei einer Gelbphase sollte er wieder Anschluss herstellen können. Doch diese werden aufgrund des kleinen Starterfeldes rar gesät sein.

Castroneves stocksauer

Verständlicherweise ist Helio Castroneves außer sich. "Ich bin es locker angegangen. Und der Kerl hat einfach entschieden, da reinzustechen. Aber an einem Ort... Ich meine, das ist die Bus Stop, wo wir mit 190 km/h einlenken. Und dann sehe ich plötzlich ein Auto in mich hineinfahren. Wofür? Für ein Risiko, das sich nie auszahlt", so der ehemalige IndyCar-Star gegenüber 'NBC'.


Fotos: IMSA 2020: 24h Daytona, Rennen


"Ihm ist ja auch nichts passiert. Mein Auto ist platt. Wir fahren hier vier-und-zwanzig Stunden, mein Gott! Tut mir echt leid, dass ich hier meinen Gefühlen freien Lauf lasse. Aber das ist absolut lächerlich. Man muss dem Kerl mal erzählen, dass er es locker angehen soll. So viele Stunden, die noch zu fahren waren. Das ist einfach frustrierend."

Castroneves erzählt, dass Penske bewusst das Material in der Anfangsphase schont: "Ich habe mir meine Zeit im Verkehr genommen und bin ganz locker gefahren. Es sah gut für uns aus, die Rundenzeiten waren fast so schnell wie die des Spitzenreiters. Alles schien zu laufen."

"Wir hatten ein gutes Set-up, sind es locker angegangen. Ich habe darauf geachtet, von den Randsteinen wegzubleiben. Die Jungs sind unglaublich und werden es reparieren. Aber wir können jetzt nur noch Nummer 6 die Daumen drücken. Es ist einfach pure Frustration. Das ist einfach dumm gewesen."

Tincknell: "Sah nicht gut aus"

Tincknell nimmt die Schuld auf sich: "Ich habe ihn in die Mauer geschickt. Sah im TV nicht gut aus. Ich dachte, er sieht mich. Es tut mir leid für sie. Ich will niemanden in die Mauer senden. Wir haben die Strafe bekommen. Ich muss für das nächste Mal lernen. Es ist leicht gesagt, dass erst drei Stunden gefahren waren. Wenn man meine Onboard sieht, versteht man es vielleicht etwas besser."

Er sagt, dass er an dieser Stelle schon zuvor Fahrzeuge überholt habe. "Jetzt haben wir einen leichten Schaden und eine Runde Rückstand. Wir können nur auf Gelbphasen hoffen."

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