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Valentino Rossi fährt GTWC Europe auf WRT-Audi

MotoGP-Legende Valentino Rossi wird mit dem Team WRT auf einem Audi R8 LMS GT3 Evo II die GT-World-Challenge Europe 2022 bestreiten

(Motorsport-Total.com) - Die Katze ist aus dem Sack: Valentino Rossi, neunmaliger Weltmeister im Motorradsport, wird im Jahr 2022 die komplette GT-World-Challenge (GTWC) Europe bestreiten. Der Italiener wird für das Team WRT auf einem Audi R8 LMS GT3 an den Start gehen.

Valentino Rossi

Valentino Rossi macht ernst: Komplette GTWC-Saison 2022 auf WRT-Audi! Zoom

Die GTWC Europe besteht aus zehn Läufen, von denen jeweils fünf zum Sprint- und Endurance-Cup zählen. An den Sprint-Wochenenden gibt es zwei 60-minütige Rennen mit Fahrerwechsel, die Langstreckenrennen gehen über drei, sechs oder 24 Stunden. Saisonhöhepunkt sind die 24 Stunden von Spa.

"Jeder weiß, dass ich immer ein großer Fan des Automobilsports gewesen bin und dass ich immer ein Interesse daran gehabt habe, nach Abschluss meiner MotoGP-Karriere auf vier Rädern anzutreten", sagt der 42-Jährige, der natürlich mit der Startnummer 46 antreten wird.

"Jetzt bin ich kann ich mich komplett auf ein Automobilprogramm auf höchstem Niveau mit einer professionellen Herangehensweise konzentrieren. Das Team WRT passt perfekt zu mir und ich freue mich auf mein neues Engagement."

Rossi testete im Dezember 2021 einen Audi R8 LMS GT3 Evo II. Es handelt sich dabei um die jüngste Evolutionsstufe des Boliden, die erst in diesem Jahr offiziell debütiert. Seine Teamkollegen wird WRT zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

GTWC-Engagement auf anderem Level als 12h-Rennen

Bereits in den vergangenen Jahren hat Rossi immer wieder GT3-Luft geschnuppert und mehrmals an den "Gulf 12 Hours" teilgenommen, die wahlweise in Abu Dhabi oder Bahrain stattfanden. Das Rennen 2022 in Abu Dhabi musste er auslassen, weil er mit einer mit Corona infizierten Person Kontakt hatte und sich in Quarantäne begeben musste.

Allerdings waren diese Rennen in der Regel ein Zeitvertreib im Winter. Das GTWC-Engagement wird professioneller aufgezogen. "Wir alle wissen, dass Vale ein großartiger Champion im Motorradsport ist. Vor allem aber ist er ein äußerst professioneller Sportler, der in dieser neuen Herausforderung so erfolgreich wie möglich sein will. Genau deshalb wollten wir mit ihm zusammenarbeiten", sagt WRT-Teamchef Vincent Vosse.

Der Valencia-Test sei für beide Seiten äußerst positiv verlaufen, fügt er hinzu. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Arbeitsweise und das technische Feedback, ohne weiter ins Detail zu gehen.

Das Engagement bedeutet auch, dass Valentino Rossi bei mindestens sieben MotoGP-Rennen fehlen wird. Dort tritt sein eigener Rennstall VR46 an. Allerdings kollidieren sieben von zehn GTWC-Rennen mit einem Lauf zur Motorrad-Weltmeisterschaft.

Ratel: "Riesiger Vertrauensbeweis" für den GT-Sport

Natürlich bringt Rossi bisher ungekannten Glanz in die GTWC Europe, die jahrelang als Nachfolger der GT1-Weltmeisterschaft unter dem Namen "Blancpain GT Series" firmiert hatte und mittlerweile dank neuer Sponsoren umgebrandet wurde.

Valentino Rossi, Vincent Vosse

Valentino Rossi und Vincent Vosse wollen die Sache hochprofessionell aufzhiehen Zoom

"Ich freue mich, Valentino Rossi in der GTWC Europe 2022 willkommen zu heißen", sagt Stephane Ratel, Gründer der SRO Motorsports Group und Erfinder der GT3-Klasse. "Es ist äußerst spannend, nach seiner glorreichen Kariere im Motorradsport über mehr als zwei Jahrzehnte den Start seines neuen Kapitels im GT-Sport zu verfolgen."

Einen Bewerber von der Statur eines Valentino Rossi an Land gezogen zu haben, sei ein "riesiger Vertrauensbeweis" in die GTWC und den GT-Sport im Allgemeinen, fügt er hinzu. "Er wird dem Fahrerlager eine ganz neue Energie einhauchen. Ich freue mich darauf, ihn dieses Jahr auf der Strecke zu sehen."

Der Fokus auf Rossi dürfte auch zu einem Rückzug des Teams aus dem ADAC GT Masters führen. So wollte WRT in der Deutschen GT-Meisterschaft nur mit zwei Fahrzeugen weitermachen. Das ist nun durch den neuen Kunden Rossi noch einmal unwahrscheinlicher geworden. Das Team hat sich nicht in die provisorische Nennliste eingetragen.

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