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GTWC Le Castellet 2022: Bestes Resultat für Rossi, Ferrari-Doppelsieg

Valentino Rossi kommt mit Platz fünf dem Podium in der GTWC immer näher - An der Spitze dominieren die Iron-Lynx-Ferraris

(Motorsport-Total.com) - Auch im Endurance-Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe hat er nun seine ersten Punkte gesammelt: Valentino Rossi hat beim 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard am Samstagabend zusammen mit Nico Müller und Frederic Vervisch im WRT-Audi Platz fünf geholt. Das ist das bisher beste Ergebnis für die MotoGP-Legende in der hart umkämpften GT3-Meisterschaft. (Resultat)

Platz fünf ist das bislang beste Resultat von Valentino Rossi in der GTWC Europe

Platz fünf ist das bislang beste Resultat von Valentino Rossi in der GTWC Europe Zoom

Noch besser: Das Trio war auf Platz fünf bester Audi im Rennen. Dabei lief nicht alles nach Plan, denn wie schon in Imola gab es ein Missgeschick beim Boxenstopp. Als Rossi an Nico Müller übergab, funktionierte die Tankanlage nicht richtig. Müller musste noch einmal zu einem Zusatzstopp rein.

Der neunmalige Motorrad-Weltmeister fuhr einen Doppelstint zu Beginn des sechsstündigen Rennens. Rossi startete von Position sieben (das Qualifying war wie immer dreigeteilt und es zählte der Durchschnitt der drei Fahrer) und musste damit gegen die absolute GT-Elite ran.

Während seiner zwei Stunden verlor er wie erwartet leicht an Boden, jedoch hielt sich der Platzverlust in Grenzen. Er machte sogar selbst eine Position gut, als er BMW-Junior Neil Verhagen mit einem Angriff überraschte. Nach zwei Stunden bei noch immer 30 Grad Außentemperatur übergab er den Audi R8 LMS GT3 Evo II an Müller.

Tank-Missgeschick verhindert Podium

"So ein Doppelstint ist ganz schön lang", stöhnt der 43-Jährige, als er aus dem Cockpit steigt. "Das ist echt hart für den Nacken, vor allem in der langen Rechtskurve [Le Beausset]. Aber es ist ein schönes Abenteuer, weil es echtes Teamwork ist. Mir gefällt das. Auf der Strecke fühlt es sich manchmal wie im Dschungel an." Bei 50 gestarteten GT3-Autos durchaus verständlich.


Rennhighlights GTWC 1.000 Kilometer von Le Castellet 2022

Die Highlights vom 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, dem zweiten Lauf zum Endurance-Cup der GT-World-Challenge (GTWC) Europe 2022

"Ich bin auf Platz sieben gestartet, also hatte ich die absoluten Topstars um mich herum. Die sind aber noch ein bisschen schneller als ich. Ich habe mein Bestes gegeben, aber dabei die Reifen ein bisschen zu hart rangenommen. Aber es war nicht zu schlecht - ich habe das Auto auf P11 übergeben. Und Platz fünf ist ein gutes Ergebnis. Wir waren stark und schnell."

Bem Tank-Missgeschick gab es in doppelter Hinsicht Glück im Unglück für den WRT-Audi #46. Durch die FCY blieb man in der Führungsrunde. Noch besser: Wegen des in der GTWC üblichen Prozederes, nach der FCY zum Reifenaufwärmen das Safety-Car auf die Strecke zu schicken, gewann Müller nahezu alles von der fast verlorenen Runde wieder zurück.

Und so konnten sich die Audi-Werksfahrer ans Werk machen. Müller war nun 21., fuhr sich aber sukzessive nach vorn und überholte zielsicher. Zum Abschluss stieg Frederic Vervisch in den Audi. Weil das Rennen lange Zeit ohne weitere Unterbrechung lief, waren die Abstände nun groß. Er nistete sich auf Platz fünf ein.

17 Minuten vor Schluss gab es doch noch einmal eine FCY-/SC-Phase. Allerdings war das Feld durch die langen Grünphasen so weit auseinandergezogen, dass meist mehrere überrundete Fahrzeuge zwischen den einzelnen Plätzen lagen. Am Ende nahm Vervisch die Zielflagge auf Platz fünf entgegen.

Reifenschäden sorgen für Diskussionen

Der WRT-Audi profitierte dabei auch von Missgeschicken der Konkurrenz, allen voran der Teamkollegen. Der Auftaktsieger Dries Vanthoor, Charles Weerts und Kelvin van der Linde erlebten ein Debakel, als Vanthoor beim Überrunden in ein kurzes "Snap Oversteer" geriet und in den Madpanda-Mercedes rutschte. Beide Fahrzeuge waren eliminiert.

In der Anfangsphase begeisterte Klaus Bachler im Dinamic-Porsche mit einem Überholmanöver über die Außenbahn, verlor aber alles, als sich vor ihm ein überrundeter Mercedes-AMG drehte und er nicht mehr ausweichen konnte - Feierabend.

Iron Lynx dominierte das Rennen an der Spitze

Iron Lynx dominierte das Rennen an der Spitze Zoom

Die größte Story des Wochenendes war aber eine Reihe von Reifenschäden, die sich alle hinten links rund um die gefürchtete Singes-Kurve ereigneten. Sie suchten bevorzugt, aber nicht ausschließlich, Lamborghinis heim. Rund ein Dutzend Reifenschäden gab es in dem Rennen an der gefährlichsten Stelle des Kurses zu beklagen.

Diese suchten auch den Emil-Frey-Lamborghini #63 (Bortolotti/Costa/Aitken) in der Schlussphase heim. Damit fiel Emil Frey vom Podium auf P6 hinter den Rossi-Audi zurück. Der favorisierte ASP-Mercedes #88 (Marciello/Juncadella/Gounon) musste sich nach zwei Strafen mit Platz drei zufriedengeben.

So war der Weg frei für die Iron-Lynx-Ferraris. Die Polesetter Daniel Serra, Antonio Fuoco und Davide Rigon verwandelten zielsicher mit einer dominanten Performance, die Teamkollegen Nicklas Nielsen, James Calado und Miguel Molina profitierten vom Pech der Gegner und machten den Doppelerfolg perfekt.

Die GTWC hat nun zwei Sprintrennen in Zandvoort (18./19. Juni) und Misano (2./3. Juli) vor sich, bevor mit dem nächsten Endurance-Lauf der Saisonhöhepunkt auf dem Programm steht - die 24 Stunden von Spa vom 28. bis 31. Juli.

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