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  • 15.12.2017 · 16:09

  • von Norman Fischer & Scott Mitchell

Michelin: Formel 1 nicht so risikofreudig wie die Formel E

Für Reifenhersteller Michelin ist die Formel E ein ideales Testumfeld: Man freut sich, dass die Serie risikofreudiger als die Formel 1 ist

(Motorsport-Total.com) - Zwar hatte Michelin zuletzt noch einmal einen Anlauf unternommen, in die Formel 1 zu kommen, doch laut Motorsportchef Pascal Couasnon fühlt man sich derzeit in der Formel E und der Langstrecken-WM WEC deutlich wohler, weil man dort auch einmal etwas ausprobieren und gewisse Risiken eingehen kann. "Als Führer lieben wir das Risiko und wollen damit auch weitermachen", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Michelin-Reifen

Michelin-Reifen können in der Formel E bei allen Wetterlagen verwendet werden Zoom

Die Formel 1 stehe gegenüber den anderen Serien dabei in vielerlei Hinsicht im Hintertreffen. So versuchte man die Königsklasse einige Jahre lang zu überzeugen, mit 18-Zoll-Reifen zu fahren, "aber wir konnten nicht alle Parteien davon überzeugen, dieses Risiko einzugehen", erzählt der Franzose. In der WEC konnte man hingegen Slicks einführen, die im Regen funktionieren, und in der Formel E mit Allwetterreifen punkten. "Das lieben wir."

Der Allwetterreifen könnte laut Couasnon auch den Weg in andere Meisterschaften finden, solange die Beteiligten einem solchen Unterfangen zustimmen würden. Dass die Formel E hinter dem Konzept steht, findet man bei Michelin "sehr wichtig", wie man betont. Die Franzosen sind schon seit der ersten Saison Partner der Elektroserie und haben ihren Vertrag jüngst bis 2021 verlängert.


Michelin verlängert: Bis 2021 in der Formel E

Reifenhersteller Michelin bleibt bis minimal 2021 in der Formel E. Die Partnerschaft wurde vor dem Saisonbeginn in Hongkong offiziell verlängert Weitere Formelsport-Videos

Im vergangenen Jahr führte man eine zweite Version des Reifens ein und hält die Meisterschaft für ein ideales Testumfeld für seine Versuche. "Es klingt vielleicht nicht spektakulär, aber wir haben mit einem Reifen, der ein Kilogramm leichter ist, die gleiche Performance erreicht. Wenn man die Tonnen zählt, die man an Material über das Jahr spart, dann ist das ziemlich großartig", so Coausnon.

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