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Formel-E-Nachwuchsserien: "Eine Leiter in die Meisterschaft ist unser Ziel"

Die Formel-E-Macher wollen Juniormeisterschaften ins Leben rufen, um eine Karriereleiter in die Formelserie aufzubauen - Die ersten Pläne wurden gemacht

(Motorsport-Total.com) - Aktuell gibt es an einem Rennwochenende der Formel E nur die elektrischen Formelautos zu sehen. Die Macher der Serie denken darüber nach, Juniorserien aufzubauen, um für frischen Wind in der Formel E und eine echte Karriereleiter zu sorgen. Elektrische Meisterschaften im Rahmenprogramm sind in der Vergangenheit jedoch schon gescheitert.

Antonio Felix da Costa, Antonio Felix da Costa

Die Formel E möchte eine komplette Karriereleiter aufbauen Zoom

Zuletzt wurde die Jaguar-I-Pace-Trophy gestrichen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat der Hersteller den Stecker gezogen und sich das Geld gespart. Seitdem gibt es kein Rahmenprogramm mehr auf den engen Stadtkursen, die die Formel E nutzt. Formel-E-Mitbegründer Alberto Longo hat jetzt aber bekanntgegeben, dass sich das wieder ändern soll. Die Strippenzieher erwägen den Aufbau einer Formel-Nachwuchsserie.

"Wir planen eine komplette Leiter in die Formel E", sagt Longo. "Wir müssen diese komplette Leiter elektrifizieren und das geht schon im Kartsport los. Wir haben sehr aggressive und klare Ziele dafür. Die COVID-19-Pandemie hat diese Pläne ein wenig aufs Eis gelegt, aber wir arbeiten noch immer daran. Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft verschiedene Meisterschaften als Unterbau der Formel E haben werden."

Die Idee, die Gen1-Autos der Formel E für eine solche Nachwuchsserie einzusetzen, scheint aber zu den Akten gelegt worden zu sein. Longo erklärt, dass einige Chassis im Privatbesitz sind und immer wieder privat Verkauft werden. Somit ist die Basis klein, diese Fahrzeuge für eine Meisterschaft zu nutzen.


Fotostrecke: Spotterguide: Alle Autos und Fahrer der Formel-E-WM 2021

Longo sagt: "Die Gen1-Autos sind - zwar nicht alle, aber einige - im Privatbesitz von Sammlern. Sie wollten einen Teil der Formel-E-Geschichte besitzen und das ist eben ein Gen1-Auto. Außerdem kostet es eine Menge Geld, sie zu warten. Wir müssen da einen deutlich effizienteren Weg bestreiten."

Ganz versperren möchte sich Longo aber nicht, wenn es genügend Interessenten für eine Gen1-Meisterschaft gebe. Adrian Campos jun. ist in Valencia einige Runden im Gedenken an seinen verstorbenen Vater in einem Gen1-Auto gefahren. Es war das Auto von Nelson Piques jun., mit dem der Brasilianer die erste Meisterschaft gewonnen hat. Es wurde für die Demofahrten neu aufgebaut.

"Warum nicht?", so Longo. "Wir sagen dazu sicher nicht nein, denn die Autos sind da. Wir haben genügend Fahrzeuge, um eine andere Meisterschaft zu schaffen. Es ist ein Unterschied, zu sagen, dass wir nicht planen sie zu nutzen oder zu sagen, dass wir sie auf keinen Fall nutzen. Aber unser Ziel ist es, eine Leiter in die Formel E aufzubauen."

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