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Formel-E-Fahrer kritisieren London-Layout: "Überholen wird schwierig"

Zu wenig Überholstellen und zu viel Energie: Der Formel E droht in London nach Einschätzung der DS-Techeetah-Piloten eine wenig aufregende Prozession

(Motorsport-Total.com) - Optisch ist der Kurs des London-E-Prix im ExCeL Centre in den Docklands eine der spektakulärsten Rennstrecken der Formel E. Doch der Streckenverlauf wird nach Einschätzung des amtierenden Meisters Antonio Felix da Costa nicht für ein ebenso spektakuläres Rennen sorgen. "Für das Rennen wird das wohl nicht das sein, was wir brauchen", sagt Felix da Costa der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Lucas di Grassi und Mitch Evans beim Training der Formel E in London 2021

Lucas di Grassi und Mitch Evans beim Training der Formel E in London 2021 Zoom

"Das Überholen wird sehr schwierig sein, und darüber hinaus wird es nicht viel Energiemanagement geben", fürchtet der Portugiese. Ähnlich sieht es auch Teamkollege Jean-Eric Vergne: "Es ist viel zu eng für die Formel E, also könnte es sehr schwierig sein, zu überholen. Wir werden vielleicht eine Prozession sehen."

Dabei hatte der Automobil-Weltverband FIA im Vorfeld des Rennens schon auf Bedenken der Teams reagiert. Nachdem deren Simulationen ergeben hatten, dass auf dem ursprünglich geplanten Layout kaum Energie gespart und die Rennen mit voller Leistung gefahren werden können, wurde der Streckenverlauf geändert und engere Kurven hinzugefügt.

Außerdem wurde die im Rennen nutzbare Energiemenge von 52 auf 48 Kilowattstunden reduziert. Doch all das reicht nach Einschätzung von Felix da Costa nicht aus, um ein spannendes Formel-E-Rennen zu garantieren.

"Ich will mir nicht anmaßen zu sagen, was die FIA zu tun oder zu lassen hat, aber die Reduzierung hätte für diese Strecke größer sein können. Mit der Reduktion, wie sie jetzt ist, wird es immer noch schwierig sein, zu überholen. Es ist zu schnell", so der Portugiese.

Auch Jaguar-Pilot Sam Bird glaubt: "Selbst wenn wir ganz extrem Energie sparen müssten, denke ich nicht, dass das Streckenlayout enorm viele Überholmöglichkeiten fördert", so der Brite. "Im Moment ist es im Trockenen schwierig zu sehen, wo man potenziell nach vorne kommen könnte."

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