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Formel E Berlin: Daniel Abt hadert mit Attack-Mode-Strategie

Daniel Abt hatte beim E-Prix der Formel E in Berlin Chancen auf das Podium - Aufgrund des Attack-Mode und einer Berührung fiel er dann auf Platz sechs zurück

(Motorsport-Total.com) - Insgesamt war es für Daniel Abt und Audi ein starkes Formel-E-Rennen in Berlin. Im Qualifying hatte der Deutsche nur knapp die Superpole verpasst, weshalb er von Platz sieben aus in das Rennen am ehemaligen Flughafen Tempelhof startete. Für Abt ging es in der Anfangsphase nach vorne, aber dann hatte der Audi-Pilot Pech.

Daniel Abt, Alex Lynn, Antonio Felix da Costa

Daniel Abt musste seine Strategie in Berlin anpassen Zoom

Die Strategie beim Aktivieren des Attack-Mode ist ein Schlüsselfaktor, warum es für ihn nicht für das Podium beim Heimrennen gereicht hat. Abt verbesserte sich im Vergleich zum Start immerhin um eine Position und landete letztendlich auf Rang sechs. Sein Teamkollege Lucas di Grassi dominierte an der Spitze das Geschehen und sicherte sich den Rennsieg.

"Es war ganz ordentlich", sagt Abt gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich will aber nicht lügen und so tun, als wäre ich nicht gern auf das Podium gefahren. Das war eigentlich das Ziel. Es war ein schwieriges Rennen und es hat nicht ganz so geklappt, wie ich es mir vorgestellt hatte - insbesondere mit dem Attack-Mode."

Reagieren statt agieren

Daniel Abt

Abt hatte beim E-Prix von Berlin viel Pech Zoom

Abt war im Rennen in einer Gruppe aus mehreren Fahrern gefangen, weshalb der richtige Zeitpunkt zum Aktivieren des Attack-Mode enorm wichtig war. "Das heißt: Wenn ich den Attack-Mode als erstes aktiviert hätte, hätte ich die Plätze verloren", erklärt der Deutsche. "Ich musste abwarten, was die anderen machen. Felix da Costa und Alexander Lynn haben dann hinter mir aktiviert. Darauf musste ich dann reagieren, aber das ging erst eine Runde später. Deshalb haben wir eine Position verloren."

Diese Reaktion auf die Gegner hat Abt "aus dem Rhythmus" gebracht. Die Folge dessen waren die verlorenen Plätze, obwohl er auf Podiumskurs war. Ein zweiter Grund, warum sich der Audi-Fahrer mit dem sechsten Platz zufriedengeben musste, war eine Berührung mit Stoffel Vandoorne. "Es gab einen Schlag auf das Rad, weshalb ich ein krummes Lenkrad hatte", resümiert Abt.

"Es war einerseits etwas schwierig, aber andererseits sind es auch wichtige Punkte, die wir hier eingefahren haben", so das Fazit des Deutschen nach dem Rennen. "Da muss man auch einfach einmal zufrieden sein." In der Gesamtwertung liegt er drei Rennen vor dem Saisonfinale auf Position sieben. Ihm fehlen nur zwei Punkte auf Jaguar-Fahrer Mitch Evans.

Heimrennen ein Erfolg

Alex Lynn, Daniel Abt, Antonio Felix da Costa, Jean-Eric Vergne

Die Tribünen waren in Berlin gut gefüllt Zoom

Rund 30.000 Zuschauer haben den E-Prix von Berlin live an der Strecke verfolgt. Für Abt war das Heimrennen in Deutschland etwas ganz Besonderes: "Die Zuschauer sind hier mega, dafür sind wir hier, dafür brennen wir, dafür fahren wir Rennen. Wir wollen Leute erreichen und Menschen begeistern."

Den direkten Kontakt mit seinen Fans scheut Abt nicht. Er sagt: "Ich habe heute so viel Spaß mit den Menschen gehabt. Es ist toll, die Emotionen zu sehen und wie sie einen anfeuern. Ich bin echt stolz, dass wir in Deutschland so ein mega Event auf die Beine stellen." Bevor das Saisonfinale mit zwei Rennen in New York stattfindet, reist der Formel-E-Tross als nächstes nach Bern in die Schweiz.

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