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  • 12.10.2014 · 20:18

Verstappen siegt, Ocon Formel-3-Europameister 2014

Der dritte Platz hinter Rennsieger Max Verstappen hat gereicht: Esteban Ocon krönt sich in Imola zum neuen Europameister der Formel 3

(Motorsport-Total.com) - In einem turbulenten 30. Saisonrennen der Formel-3-Europameisterschaft holte sich Max Verstappen (Van Amersfoort) seinen neunten Saisonsieg. Der 17 Jahre alte Niederländer gewann auf dem 4,909 Kilometer langen Autodromo Enzo e Dino Ferrari vor dem Italiener Antonio Fuoco (Prema) und Esteban Ocon (Prema). Für den 18 Jahre alten Franzosen Ocon, der vom Formel-1-Team Lotus gefördert wird, reichte dieser dritte Platz, um sich vorzeitig den Titel des Formel-3-Europameisters 2014 zu sichern. Zur Belohnung darf er am 29. Oktober auf der Strecke von Fiorano einen Test in einem Formel-1-Ferrari absolvieren.

Esteban Ocon

Esteban Ocon darf sich seit heute neuer Formel-3-Europameister nennen Zoom

Antonio Fuoco eroberte noch vor der ersten Kurve die Führung vor Max Verstappen und Esteban Ocon. Mit einem sehr guten Start konnte er damit von Startplatz drei auf Platz eins vorfahren. Im weiteren Verlauf der ersten Runde pflügte Edward Jones (Carlin) durchs Kiesbett und traf, als er wieder auf die Strecke kam, den Boliden von Antonio Giovinazzi (Carlin). Der Italiener drehte sich und schied ebenso wie Jones aus. Daraufhin schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke.

Nur wenige Runden später folgte nach einem Ausritt von Sandro Zeller (Jo Zeller) die zweite Safety-Car-Phase. Beim Restart mit Beginn von Runde neun überrumpelte Verstappen den führenden Fuoco und angelte sich die erste Position zurück. Im elften Umlauf musste das Safety-Car erneut ausrücken: Felix Rosenqvist (Mücke) kollidierte mit Jordan King (Carlin) und konnte einen Einschlag in die Streckenbegrenzung nicht mehr verhindern.

Max Verstappen behielt seine erste Position auch nach dem dritten Restart des Rennens. Diese brachte er sicher über die letzten Rennrunden und freute sich über seinen ersten Sieg an diesem Wochenende. Antonio Fuoco wurde als Zweiter abgewunken und durfte sich von seinen zahlreichen Fans als bester Italiener des Rennens feiern lassen. Auch Esteban Ocon konnte strahlen, denn sein dritter Rang reichte zum vorzeitigen Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft 2014.


Formel-3-EM in Imola

Nicholas Latifi (Prema) beendete den letzten Lauf des Imola-Wochenendes auf Platz vier vor Tom Blomqvist (Carlin) und William Buller (Signature). Der Brite sorgte damit für seine ersten Punkte in dieser Saison und auch für die ersten Zähler des Teams Signature, das in Imola sein erstes Rennwochenende des Jahres 2014 bestritt. Jake Dennis (Carlin), Lucas Auer (Mücke), Felix Serralles (West-Tec) und Gustavo Menezes (Van Amersfoort) vervollständigten die Top 10.

"In der Startphase hatte ich eine Position verloren, aber ich wusste, dass mein Auto schnell ist und dass das Rennen lang ist. Ich bin also ruhig geblieben und habe auf meine Chancen gewartet. Mein Auto war schon an den beiden Testtagen schnell und das war auch heute der Fall", kommentiert Rennsieger Verstappen seinen letzten Auftritt in Imola.

Fuoco ergänzt: "Ich freue mich über den zweiten Platz und ärgere mich nicht darüber, dass ich nicht gewonnen habe. Mir war klar, dass Max schneller war als ich und dass ich auf Dauer keine Chance gegen ihn haben würde. Nachdem ich mit den ersten beiden Rennen nicht zufrieden war, bin ich nun glücklich, dass ich bei meinem Heimspiel auf dem Podium stehe. Diesen zweiten Platz möchte ich meinen Freund Jules Bianchi widmen."

Doch die Aufmerksamkeit gebührte dem neuen Meister, Esteban Ocon: "Ich freue mich riesig, dass ich nun neuer Formel-3-Europameister bin. Es ist unglaublich, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich werde den Titel mit meinem Team heute Abend ordentlich feiern. Mein Rennen war nicht so schlecht. In der ersten Kurve wollte ich nicht zu viel Risiko eingehen und habe mich als Dritter eingereiht. Später bin ich einfach meinem Teamkollegen Antonio gefolgt, der auf Rang zwei fuhr. Ich wusste, dass auch der dritte Platz reichen würde."