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Physiotherapeuten spielen Mechaniker: Kuriose Strafen für Formel-3-Team ART

Weil zwei Physiotherapeuten unerlaubt die Aufgaben der Mechaniker übernahmen, wurden die Formel-3-Piloten Christian Lundgaard und David Beckmann hart bestraft

(Motorsport-Total.com) - Ein kurioser Zwischenfall hat den Formel-3-Piloten Christian Lundgaard und David Beckmann das Rennwochenende der Formel 3 in Spielberg versaut. Der Däne und der Deutsche waren im Qualifying auf die Positionen fünf beziehungsweise neun gefahren, wurden von den Sportkommissaren in der Startaufstellung des ersten Rennens aber ans Ende des Feldes strafversetzt.

David Beckmann

David Beckmann wurde nach einem kuriosen Fehler strafversetzt Zoom

Der Grund: Ihre Physiotherapeuten hatten während des Qualifyings zu Kühlgebläsen gegriffen und damit frische Luft in die Kühler ihrer Auto geblasen. Das Problem: Die Physiotherapeuten gehörten nicht zum Kreis der elf Personen, die vor dem Rennwochenende vom Team ART für die Arbeit an den jeweiligen Autos angemeldet worden waren.

Mathieu Zangarelli, Teamchef der Formel-3-Mannschaft von ART, erklärt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com', wie es zu dem kuriosen Zwischenfall kam. "Zu dem Zeitpunkt, als das in der Boxengasse passiert ist, hatten wir ein Problem mit der Wassertemperatur und konnten die drei Autos nicht starten."

"Wenn so etwas kurz vor dem Versuch auf dem zweiten Reifensatz passiert, sind alle etwas gestresst. Dann achtet man nicht genau darauf, wer gerade was macht", führt Zangarelli aus. In dieser Situation hätten die Physiotherapeuten dann eigenmächtig zu den Kühlgebläsen gegriffen.

"Wir haben die Jungs nicht gebeten, uns mit den Gebläsen zu helfen. Wir brauchen sie dafür nicht", erklärt der Teamchef. "Wir müssen das unter dem Stichwort 'Erfahrung' einsortieren und werden unsere Fahrer und die Leute in ihrem Umfeld bitten, auf so etwas zu achten", so Zangarelli. "Aber natürlich sind auch wir dafür verantwortlich und müssen diesen Leuten erklären, war sie tun dürfen und was nicht."

Vom Ende des Feldes zeigte Beckmann zwar im ersten Rennen eine tolle Aufholjagd und kam als 15. ins Ziel, Punkte erzielten aber weder er noch Lundgaard am vergangenen Wochenende.

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